Home   /   Allgemein  /   SAM im Interview

SAM im Interview

SAM im Interview

Für Euch ist letztes Jahr ziemlich viel, ziemlich schnell passiert. Wie geht es euch mit diesem raketenmäßigen Aufstieg?
SAM: Es ist alles sehr verrückt! Touren, Festivals, Mixtape, EP, Album und so weiter. BOAH! Natürlich ging das alles sehr sehr schnell, dennoch fühlt sich alles sehr gut und gesund an!

Maßgeblich verantwortlich für Euer Durchstarten war das eigenproduzierte Mixtape „ZweinullZwölf“. Mit welcher Absicht habt Ihr es damals online gestellt?
SAM:
Wir haben das Mixtape einfach mal auf gut Glück ins Netz gestellt! Klar wollten wir damit Aufmerksamkeit bekommen, aber für uns schien ein Plattenvertrag damals noch so weit entfernt zu sein. Wir hätten niemals damit gerechnet, dass alles so passieren wird, wie es nun eben passiert ist!

Ihr wart schon das ganze letzte Jahr mit Cro unterwegs und fährt dieses Jahr damit fort. Was konntet ihr euch abschauen, was habt ihr gelernt?
SAM:
Wir haben mit Cro die zwei großen RAOP-Touren gemacht. Es war das Beste, was uns passieren konnte! Vor so vielen Menschen zu spielen, ist ein Geschenk, welches wir sehr zu schätzen wissen.
Was man Cro lassen muss, ist, dass er trotz des Megaerfolgs ein so einfacher, cooler Typ geblieben ist! Wir freuen uns jedes Mal sehr, wenn wir ihn treffen, da es einfach sehr viel Spaß macht, mit ihm abzuhängen.

Ihr habt auch bereits in Wien im B72 gespielt und werdet diesen April wieder dort zurückkehren. Wie waren Eure Eindrücke vom ersten Österreichgig und welche Unterschiede zu Deutschland konntet ihr erkennen?
SAM: Jaaa! Der Auftritt war sehr sehr verrückt! Ich mag das B72 sehr! Es ist sehr familiär dort. Österreich ist irgendwie nicht zu vergleichen mit Deutschland. Die Menschen dort sind ganz anders. Ich glaube, die Auftritte in Österreich gehören zu den besten, weil die Leute sich so derbe freuen, wenn man zu ihnen kommt. Wir hoffen natürlich, dass uns dieses perfekte Bild erhalten bleibt, wenn wir am 8. April in Salzburg und am 9. April in Wien spielen.

Gibt es österreichische Musiker, die euch beeinflusst haben? Ihr erwähnt im Lied „Fallen“ Johann Sebastian Bach. Ist vielleicht einer unserer Komponisten dabei?
SAM: Menschen wie Mozart oder Falco kennt man natürlich aber ich würde jetzt mal nicht behaupten, dass diese mich aktiv beeinflusst haben. Vielmehr mag ich Künstler, die heute am Start sind wie Nazar oder Rat Camora! Aber auch diese haben die Musik, die ich mache, nicht wirklich beeinflusst!

Ihr werdet immer wieder gerne in die Sparte „Hipster-Rap“ eingeordnet und mit Rappern wie Cro und Sammy Deluxe verglichen. Wie würdet Ihr selbst euren Sound beschreiben?
SAM: Ich denke, dass es einfach ist zu sagen: „Die Jungs machen Hipster-Rap“ weil viele dieses krasse Schubladendenken nicht los werden. Für uns war schon immer klar, dass wir Hiphop machen! Wir mischen gerne andere Genres mit dazu und dieser komische Mix, der am Ende dabei rauskommt, ist dann unser Sound. (lacht)

Wer oder was hat eure Texte geprägt?
SAM: Das, was in den letzten Jahren passiert ist – bei uns, aber auch bei Freunden oder Familie – spiegelt sich in unseren Texten wieder! Jedes Lied hat einen Bezug zu einer Situation, die einem von uns passiert ist – nur werden diese Situationen dann eben erweitert und ausgeschmückt.

Euer Debutalbum heißt „Two True Brothers“. Was sind eurer Meinung nach die Vorteile und Nachteile mit seinem eigenen Bruder zu arbeiten?
SAM: Ein Vorteil ist es, dass wir uns vertrauen können! Man hört immer wieder, dass sich Leute im Musikgeschäft bescheißen und verstreiten! Bei uns kann das nicht passieren!

In Euren Liedern spielt die Vergangenheit und die Zukunft eine große Rolle, wie auch die Frage nach der eigenen Zugehörigkeit. Ist das zurückzuführen auf Eure derzeitige Situation, also einen möglichen Wendepunkt, an dem Ihr vielleicht momentan steht?
SAM: Wir hatten eigentlich ein sehr „normales“ Leben! Schule, Abi, Zivi, Studium… es lief alles mehr oder weniger nach Plan und im Prinzip war die Zukunft auch mehr oder weniger geplant! Jetzt is das alles ganz anders! Wir machen Musik, sind an manchen Tagen bis spät in die Nacht auf Auftritten und am nächsten Morgen müssen wir zu Interviews! dann gibt es Tage, an denen einfach nichts passiert. Und im Prinzip leben wir das JETZT voll und ganz aus. Frag uns aber nicht, was wir in 2 Jahren machen werden. (lacht)

In Songs wie „Wir“, „Liebe zu Musik“ oder auch „Cest La Vie“ ist das Musik machen und das Musikbusiness mit all seinen Tücken ein zentrales Thema. Wie kommt es dazu? Kennt ihr jemanden oder habt ihr selbst schon schlechte Erfahrungen machen müssen?
SAM: Wir kennen schon ein paar, die in diesem Geschäft nicht Fuß fassen konnten. C’est la vie handelt ja so ein bisschen von unserer Schwester, die auch versucht hat, als Sängerin am Start zu sein. Doch auch bei ihr hat der letzte Sprung gefehlt! Da macht man sich als neuer Künstler schon sehr viele Gedanken – deshalb auch die Songs dazu.

Home   /   Allgemein  /   SAM im Interview

Tags

Related Article