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SAM – Two True Brothers

SAM – Two True Brothers

Bei SAM (Homepage) könnte man denken, es handle sich um einen Einzelkünstler, und doch steht der Name für zwei. Die Brüder Samson und Chelo machen das junge, dynamische Rap-Duo aus, dem es mit ausgerechnet einem Mixtape gelang einen Plattenvertrag bei Chimperator an Land zu ziehen. Eine EP, sowie eine Deutschland/Österreich/Schweiz-Tournee mit Cro später bringen die beiden ihr Debütalbum Two True Brothers auf den Markt. Eine Platte, die dem rasanten Start, den die beiden ehemaligen Studenten hingelegt haben, mehr als gerecht wird.

Es stellt sich nicht als unbedingt einfaches Unterfangen dar und doch schaffen es die beiden Schwaben, einen Song nach dem anderen zu liefern, der einen wenn nicht zum Tanzen so zu mindestens zum Mit-Nicken verleitet. Angefangen mit Deja-vu, gleich zweiter Track auf der Platte und ein „Feel-Good-Song“ wie er im Buche steht. Dicht gefolgt von der ebenso Hit-verdächtigen Singleauskopplung Hallo?!. Deren Refrain beschränkt sich zwar nur auf das eine Wort und wirkt dadurch zunächst etwas langatmig, dafür holt es jedoch in den restlichen Strophen auf und sorgt mit einem simplen Gitarrenriff zielsicher für einen Ohrwurm.

SAM-Two-True-Brothers-Cover

Im Laufe des Albums wird schnell klar über welche Stärken das Duo verfügt und wie geschickt es diese ausspielt. Denn die Jungs verstehen es erstaunlich gut eingängige Melodien, bei der keiner der anderen ähnelt, mit soliden Beats und erfrischend ehrlichen, authentischen Aussagen zu kombinieren.

Und obwohl den beiden in der Vergangenheit nachgesagt wurde, ihren Texten würde es an Tiefsinn mangeln, ist dies hier keineswegs der Fall. Sänger Samson schneidet immer wieder verschiedenste Thematiken an; vom Erwachsenwerden und sich selber Finden in Alleine, der Frage nach etwas „Höherem“ in Hallo?!, bis zu einer Spur Gesellschaftskritik, die in der beatlastigen Nummer Maschinerie wieder zu finden ist.

Einer der zweifelsohne stärksten Momente des Albums macht C’est La Vie aus. Ein textlich wie musikalisch mitreißender Track, der die bedauernswerte Geschichte eines Mädchens und dessen zerplatzten Traum einer Gesangskarriere erzählt. Mit Fabio Battista, verantwortlich für die Stimme hinter dem Hook und damit für das einzige Feature, hätten die Brüder sich niemand geeigneteren aussuchen können.

Trotz der musikalisch wie inhaltlichen Vielfalt bleibt durchaus ein roter Faden erkennbar. Angeführt von den Klavierklängen in Kein Blick beginnt die Platte einen ruhigeren Ton anzuschlagen und schließt mit einer melancholischen Rückblende in Unendlichkeit ab, ein gebührend stimmiger Ausklang.

Fazit

SAM hat bewiesen, was sie zu leisten im Stande sind. Vier Sterne für ein gelungenes Debütalbum, das mit variabler Instrumentierung und geschmackvollen, sorgfältig abgestimmten Arrangements auch den einen oder anderen großen Skeptiker zu überzeugen vermag.

SAM – Two True Brothers

Für Fans von: Cro, Dajuan
Chimperator (Groove Attack)
VÖ: 28.02.2014
Gesehen um €14,99

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