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We Are Scientists im Interview

We Are Scientists im Interview

Wir trafen Chris Cain von der US-Truppe We Are Scientists (Homepage) zum Interview! Wir unterhielten uns mit ihm über ihr neues Album, Drummer Andy Burrows und Aliens!

Hallo Chris! Ihr habt nach fast vier Jahren ein neues Album veröffentlicht. Warum hat es so lange gedauert?
Chris: Ja, es war eine längere Pause. Wir haben uns dazu entschlossen, das Album ohne Feedback von Plattenfirmen zu machen. Eigentlich war es schon Anfang 2013 fertig, aber die Suche nach einem geeigneten Label hat noch ein Jahr drangehängt. Wir haben mit dem vorigen Album Barbara länger getourt als sonst und Orte wie Kolumbien, Bogota und Thailand besucht.

Wie lief der Entstehungsprozess eures neuen Albums TV en français?
Chris:
Es ist das erste Album, das wir in New York aufgenommen haben – der Stadt, in der wir seit 13 Jahren leben. Es war angenehm in seinem eigenen Bett schlafen zu können und seine Familie zu sehen. Ansonsten lief es ziemlich ähnlich wie bei unseren anderen Alben. Wir haben die Songs im Proberaum entstehen lassen.

Auf den vorigen Alben war mehr Pop im Spiel – dieses geht in eine andere Richtung. Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Chris: Ich finde, wir haben eine größere Vielfalt auf dieser We Are Scientists Platte als auf all den anderen – ausgenommen Brain Trust Mastery. Unser erstes Album war sehr simpel – dann haben wir bei einem Label unterschrieben, hatten mehr Budget und die Musik wurde komplexer. Wir brauchten einen vierten Mann zur Live-Umsetzung und das hat uns nicht gefallen. Also sind wir mit Barbara zurückgegangen. Jetzt war es wieder Zeit für ein aufwendigeres Album.

Ihr seid ja offiziell zu dritt. Wieso sieht man euch dennoch meist zu zweit? Wo ist Andy Burrows?
Chris: Andy hat mit uns erst kürzlich ein paar Songs bei unserer London-Show gespielt. Er ist immer noch ein offizieller Freund der Band, allerdings hat seine Solokarriere mittlerweile so viel Platz eingenommen, dass er kein Full-Time-Mitglied sein kann. Wir haben das akzeptiert und nehmen Andy, so wie er ist. Live arbeiten wir jetzt viel mit unserem neuen Drummer Keith – ja, ein zweiter Keith – wir sehen immer, wer von beiden verfügbar ist.

We Are Scientists Interview

© Yavuz Odabas

Das Album heißt ja TV en français, habt ihr schon einmal etwas wirklich Schräges in einer anderen Sprache im Fernsehen verfolgt?
Chris:
Es ist immer sehr eigenartig den Fernseher in Japan einzuschalten. Dort gibt es sehr viele eigenwillige Sounds und auffällige Farben. Es gibt sehr viele eigenartige Game-Shows. Einmal habe ich etwas gesehen, bei dem eine Rollschuhbahn Löcher hatte, damit die Teilnehmer von unten ihre Köpfe durchstecken können. Dann wurden einige Komodowarane freigelassen und sollten nach den Menschen schnappen. Wer den Kopf am längsten drinnen behält, bekam die meisten Punkte. Sehr bizarr das Ganze!

Ihr habt ja selbst ein relativ schräges Video zur Single Dumb Luck gedreht. Hat sich jemand ernsthaft dabei verletzt?
Chris:
Wir hatten keine Verletzungen wie die gezeigten. Aber wir drehen unsere Videos komischerweise immer im Winter an Orten ohne Heizung. Die ganze Crew war warm angezogen. Da wir nicht dick eingepackt sein wollten, haben wir uns den Hintern abgefroren –  im Video kann man unseren Atem sehen. Die Szene mit meiner Hand im Mixer war durch zusätzliches Eis noch extremer. Ich konnte meine Hand für längere Zeit nicht mehr bewegen. (lacht)

Für die Show hast du dir über Twitter von einem Fan ein paar Plektren gewünscht. Habt ihr schon einmal ein fragwürdiges Fan-Geschenk erhalten?
Chris:
Es gibt ein Mädchen in Portland, das Voodoo-Puppen herstellt. Sie schenkt uns jedes Mal wenn wir dort sind zwei, die exakt wie wir aussehen. Sie sind immer anders angezogen – die letzten waren in Superheldenkleidung. Ich habe ca. fünf zuhause. Wann immer ich Schmerzen habe, könnte es auch sie sein. (lacht)

Euer Tourmanager (Foto) hat einen grandiosen Schlafanzug. Ist das irgendein Gruppending?
Chris:
Ja, das hat er. Er trägt ihn jede Nacht. (lacht) Nein, das ist nur Johnnys Ding. Außerdem ist er komplett tätowiert, der Elmo-Onesie ist also eine komplett neue Seite von ihm.

Ihr seid ja große Alien-Fans. Es gab Spekulationen, dass Flug MH370 von Aliens entführt wurde. Was würdet ihr tun, wenn das bei einem eurer Flüge geschehen würde?
Chris:
 Ich denke, ich würde die Situation einfach genießen. Es wäre doch echt aufregend endlich die Gewissheit einer Existenz zu haben, da reagiere ich bestimmt mit Neugierde. Außer sie drohen damit das Flugzeug zu zerstören, dann würde mein Selbsterhaltungstrieb zum Vorschein kommen. Sie haben uns sicher schon längst studiert und auch wenn sie unsere Sprache nicht sprechen, ein Übersetzungssystem entwickelt.

We Are Scientists Interview

© Yavuz Odabas

Beim letzten Konzert, das ich von euch gesehen habe, enterte das Publikum die Bühne und jemand crowdsurfte sogar darauf. Passiert so etwas Schräges bei euch öfter?
Chris:
Klar, das war 2010 im Paradiso in Amsterdam, oder? Naja, auf dieser Tour gab es einen Heiratsantrag. Es war ungeplant. Wir waren kurz im Publikum und plötzlich fand sich ein Zettel in Keiths Jackentasche. Ein Tony ließ fragen, ob er seine Freundin um ihre Hand bitten darf. Wir stimmten natürlich zu.

Interessant. Eure Songs sind ja nicht wirklich romantisch, oder?
Chris:
Nein, es gibt nichts am Album, das darauf hinweist, dass Beziehungen auf längeren Zeitraum halten könnten. Und ich bin mir leider sicher, dass auch diese Ehe zum Scheitern verurteilt ist. Ich bin realistisch, es gibt einfach keinen Weg, dass es ewig funktioniert.

Ein etwas deprimierendes Ende. Gibt es noch irgendetwas, das du den Österreichern sagen willst?
Chris: Danke für mein großartiges Mittagessen. Einer von euch Österreichern hat es mir serviert, vielleicht war es ja sogar ein Fan. Eine grandiose Küche habt ihr da!

Vielen Dank für das nette Gespräch!

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Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
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