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Sex Tape – Filmkritik

Sex Tape – Filmkritik

Mit Sex Tape verwirklicht Regisseur Jake Kasdan eine interessante Idee, welche zu einer gelungenen und unterhaltsamen Komödie hätte werden können; leider enttäuscht der Film jedoch, sowohl inhaltlich als auch in der Umsetzung, und kann nur durch seine Starbesetzung glänzen.

Eine Romanze, welche zuerst endlose Leidenschaft verspricht, verkommt nach einigen Ehejahren zur eintönigen Routine: Annie (Cameron Diaz) und Jay (Jason Segel) sehen sich im stressigen und langweiligen Ehealltag gefangen, ihr Liebesleben ist eine einzige Flaute. Um in ihre Beziehung wieder etwas Schwung zu bringen, schlägt Annie vor, ein Sex-Video zu machen, worin Jay begeistert einwilligt. Ein dreistündiger Sex-Marathon wird von dem Pärchen mittels iPad festgehalten, währenddessen sie Professor und unartige Studentin spielen und zahlreiche Sex-Stellungen ausprobieren. Die Idee fällt auf fruchtbaren Boden: Am nächsten Morgen ist das Ehepaar zufrieden und beglückt wie seit Jahren nicht mehr. Allerdings hat Jay das Sex-Video nicht gelöscht, sondern versehentlich in die Cloud hochgeladen, auf welche alle iPads, die Annie und Jay ihren Freunden und Verwandten geschenkt haben, Zugriff haben…

Was nach einer interessanten und potentialreichen Idee für einen unterhaltsamen Film klingt, ist leider von Regisseur Jake Kasdan komplett in den Sand gesetzt worden. Sex Tape unterhält vielleicht an manchen Stellen, die Witze sind allerdings meist unter der Gürtellinie angesetzt oder zünden überhaupt nicht. Die Story langweilt bereits nach der ersten halben Stunde, sie plätschert zwar fröhlich vor sich hin, doch richtig Stimmung und Spannung kommen nicht auf. Von Anfang an ist das Ende der Geschichte klar, hier hätte eindeutig mehr herausgeholt werden können. Der einzige Pluspunkt bei Sex Tape ist eindeutig die Starbesetzung, welche sichtlich Spaß an der Sache hat und an manchen Stellen zu überzeugen vermag; doch ein Tropfen auf dem heißen Stein vermag den Film leider nicht zu retten.

So spielt etwa Cameron Diaz den Part der etwas überforderten Mutter, welche die Rückkehr in ihre Karriere wagen möchte, wirklich gut und mit Enthusiasmus; auch Jason Segel gibt sich sichtlich Mühe, einen guten Ehemann und Vater abzugeben. Im Wirken der beiden Schauspieler ist deutlich ersichtlich, dass die beiden bereits zuvor zusammen gearbeitet haben und dies schätzen. Auch Jack Black hat einen amüsanten Gastauftritt als Betreiber einer Internet-Pornoseite und sichtlich Spaß an der Sache.

Doch leider ist die Starbesetzung in Sex Tape schon das einzig Positive am Film: Ansonsten ist die Story verschenkt und teilweise unlogisch, der Ablauf der Geschichte langweilt bereits weit vor der ersten Hälfte des Films und das potentiell Komische wird unter einer Lawine von verpatzten Witzen und verpassten Chancen begraben. Sex Tape kann zwar durchaus ein Film für einen lustigen Kinoabend sein, wenn man nicht so genau darüber nachdenkt, doch man verlässt den Kinosaal mit dem schalen Beigeschmack, hier einen Film gesehen zu haben, der weitaus mehr aus sich hätte machen können.

SEX TAPE

Kinostart: 12. September 2014
Genre: Komödie
Regisseur: Jake Kasdan
Cast: Cameron Diaz, Jason Segel, Jack Black
Land: USA
Dauer: 97 Minuten
Filmverleih: Sony Pictures
Film Website
Für Fans von: Bad Teacher, Fast verheiratet

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