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Silverstein – Arena Wien

Silverstein – Arena Wien

Am 25. Juni 2014 beehrten uns Silverstein wieder einmal in Wien. Nachdem zuletzt zweimal das Wiener Flex in seine Einzelteile zerlegt worden war, war diesmal die Arena Wien dran. Zwar ohne neues Album, aber dafür mit zwei großartigen Support Acts im Gepäck, zeigten Silverstein einmal mehr, dass sie mittlerweile eine der ganz Großen des Emocore sind. Letlive, Bless The Fall und Silverstein preschten à la Miley Cyrus mit der Abrissbirne durch die halbwegs gut gefüllte Arena. Aber alles der Reihe nach:

Den Auftakt durften Letlive (Facebook) aus Los Angeles machen. Die Post-Hardcore Band war eines der Highlights dieses Abends. Zwar war die, durch Vorhänge verkleinerte, Arena noch eher spärlich gefüllt, doch die Stimmung war alles andere als öde. Letlive waren sogar der Grund für einige deutsche Fans extra die Reise nach Wien anzutreten, um ihre Helden einmal live sehen zu können! Und diese Reise war es allemal wert. Denn trotz schwerer Verletzung am Bein war der vor Showbeginn auf Krücken gehende Sänger Jason Butler auf der Bühne nicht zu bremsen. Nach schweißtreibenden 35 Minuten und Songs wie Muther und Banshee (Ghost Fame) war Schluss und wir waren froh, kurz an der frischen Luft neue Energie zu tanken.

Weiter ging es mit Bless The Fall, die allem Anschein nach eine große Fanbase in Wien besitzen. Denn pünktlich zu ihrem ersten Song platzte die Arena aus allen Nähten. Circle Pits, Mosh Pits und eine Wall Of Death bestimmten nun das Publikumsbild. Um nicht völlig zu dehydrieren, versorgten Bless The Fall ihre Fans vorbildlich mit Wasser, um im nächsten Moment wieder gewaltig auf die Kacke zu hauen.

Unter tosendem Applaus wurden Bless The Fall (Facebook) später verabschiedet, die an diesem Abend mit Sicherheit den einen oder anderen Fan dazugewonnen haben. Puh, was für ein Ritt! Noch einmal schnell die Getränkereserven auffüllen und eine Zigarette auf der Veranda der Arena genießen, bevor endlich Silverstein (Homepage) die Bühne betreten.

Doch hoppla, was ist denn hier los? Zeigte sich die Arena bei Bless The Fall noch richtig voll, waren nun einige Plätze leer geblieben. Es hatte den Anschein, dass so mancher Besucher nur wegen den Vorbands in die Arena kam.

Sei es drum, dachten sich wohl auch Silverstein und legten gleich mal mit ihrem Hit Your Sword vs. My Dagger so richtig los. Die freien Stellen im Publikum brachten aber den Vorteil, dass diese für Mosh Pits genutzt werden konnten und so Gäste, die sich lieber das Konzert in Ruhe ansehen wollten, nicht gestört wurden. Die Setlist gestaltete sich als gelungenes Silverstein Best Of. Von Sacrifice über Broken Stars bis hin zu The Artist, an diesem Abend kamen wirklich alle Silverstein Fans auf ihre Kosten. Am lautesten mitgesungen wurde dennoch bei aktuellen Nummern wie Massachusetts oder Stand Amid The Roar, von denen überraschend wenige gespielt wurden.

Sänger Shane Told überzeugte wie immer auf voller Linie. Es gibt wohl kaum einen Sänger dieses Genres, der es schafft, stimmlich ein komplettes Konzert auf diesem Niveau durchzuhalten. Zwischen den Songs gab es Lobeshymnen auf Österreich, es wurden Publikumsgeschenke gegessen (Tic Tac) und die Bitte, Konzerte zu besuchen, um so großartige Locations wie die Arena am Leben zu erhalten. Amen!

Obwohl die Besucher etwas klatschfaul waren, kam zum Ende des Konzertes doch noch mal Stimmung auf, als die Songs Smashed Into Pieces und My Heroine gespielt wurden. Nach knapp 55 Minuten waren Silverstein auch schon am Ende ihres Sets angekommen und verschenkten fleißig minutenlang Setlisten, Pleks und Sticks. Sie haben mal wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, welch fulminante Liveband sie sind und entließen hunderte durchgeschwitzte und glückliche Besucher in die laue Wiener Nacht.

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