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Slipknot – .5: The Gray Chapter

Slipknot – .5: The Gray Chapter

Seit dem ersten Teaser von .5: The Gray Chapter wurde im Internet von Fans und „Insidern“ spekuliert und viele Gerüchte gingen herum. Wer würde Drummer Joey Jordison ersetzen? Und wer tritt in die Fußstapfen des Paul Grey? Bringens Slipknot überhaupt noch so wie damals? Fragen über Fragen kamen auf und wenigstens zu einer kann ich euch eine – wenn auch nur persönliche – Antwort geben: Slipknot haben es selbst nach sechs Jahren Pause immer noch drauf!

Okay, zugegeben, ich hab mir die Scheibe zuerst auch einige Male anhören müssen, bis ich wirklich Gefallen daran gefunden hab. Aber wer kann nach einem Mal schon eine fixe Meinung haben? Eben – niemand.

Aber kommen wir zum wichtigen Teil dieser Review: Womit kann .5: The Gray Chapter punkten und was ist dann eher ein Griff ins Klo?

".5: The Gray Chapter"-Cover

Der Einstiegssong XIX hat mich anfangs ja nicht so überzeugt, hab ihn aber von Mal zu Mal immer interessanter gefunden. Der Track eröffnet die Platte mit einem nach Dudelsack klingenden Keyboard, einem Glockenspiel und einer Akustikgitarre irgendwo im Hintergrund – nichts Besonderes denkt ihr jetzt wahrscheinlich. Also was macht XIX so interessant? Ganz einfach: Der Song wird nach und nach aufgebaut und immer mehr instrumentale aber auch stimmliche Zunahme macht sich breit.

Der zweite Song Sarcastrophe setzt dort an, wo XIX aufgehört hat. Zuerst bekommt man nur leichte Percussion- und klare Gitarrenklänge serviert. Aber dann BOOOOOM – knallt uns Corey Taylor einfach einen heftigen Growlingpart vor den Latz. Er brüllt sich wahrlich die Seele aus dem Leibe. Wahnsinn!

Aber mein persönlicher Favorit ist immer noch Goodbye. Meiner Meinung nach definitiv das Meisterstück auf .5: The Gray Chapter! Man wird mit unheimlichen Tönen versorgt, im Hintergrund hört man Glocken und Pauken – ich bilde mir sogar ein einen leisen chorähnlichen Gesang gehört zu haben. Die erste Hälfte des Songs könnte als Ballade durchgehen, wäre da nicht noch die zweite Hälfte, die man schlicht und ergreifend als „traditionellen Metal“ bezeichnen könnte. Sweet Baby Jesus, der Track bereitet Gänsehaut!

Custer ist dahingegen wieder ein Song, der mir nicht wirklich gefallen hat. Der Song startet schnell und rein musikalisch ist er ja auch nicht schlecht. Mir persönlich hat da einfach der Gesang nicht so gut gefallen, liegt vielleicht auch daran, dass im Hintergrund – und das eigentlich ziemlich laut, wenn man bedenkt, dass das nur nebensächlich sein sollte – immer dieses komische Geräusch zu hören war. Klingt fast so, als würde man eine hysterische Ziege abschlachten – kein Scheiß!

Fazit

.5: The Gray Chapter ist Slipknot gut gelungen, selbst nach sechs Jahren Sendepause. Zwar gibt es einige Patzer, die mir nicht so gefallen haben, aber darüber kann man getrost hinwegsehen. Ein Muss für jeden Slipknot-Fan (falls euch die ganzen Spekulationen, die so im Internet herumgewandert sind, verunsichert haben sollten).

Slipknot – .5: The Gray Chapter

Für Fans von: KornStone Sour
Roadrunner Records (Warner)
VÖ: 17.10.2014
Gesehen um €19,99

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Doris Arnusch
Reps for Jesus!
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