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Thirteen Days – Goodbye To Yesterday

Thirteen Days – Goodbye To Yesterday

Die lange Zeit des Wartens ist vorbei! Die Kärntner Alternative Rocker Thirteen Days veröffentlichten am 19.09.2014 ihr mittlerweile drittes Studioalbum Goodbye To Yesterday, mit dem sie endgültig ihre Vergangenheit hinter sich lassen wollen.

Vieles hat sich bei Thirteen Days (Homepage) getan. Die Bandbesetzung ähnelte einem Karussell, doch nun scheint man die ideale Formation und vor allem den perfekten Sound von Thirteen Days gefunden zu haben. Man konnte also gespannt sein, wie sich die ehemalige Pop Punk Band aus Klagenfurt im Jahr 2014 anhören würde. Zumal Goodbye To Yesterday von niemand Geringerem als Chris Dugan (u.a. Green Day) gemixed wurde.

Mehr: Thirteen Days – Der Herbst wird heiß!

Dass Goodbye To Yesterday das beste Werk Thirteen Days´ werden sollte, unterstreicht bereits die erste Nummer, die sich Always nennt. Ein Track, der sofort ins Ohr geht und den Körper mit positiver Energie durchströmt. Wer hier nicht mitsingt, leidet an Musik-Legasthenie! Die zweite Nummer Mountain, welche auch als neue Single Auskopplung präsentiert wurde, zeigt ganz klar die Wurzeln von Thirteen Days. Hier wird ein starkes Power Pop Brett hingeknallt. Im Gegensatz zum restlichen Album präsentiert sich Mountain aber am wenigsten eingängig.

thirteen days - goodbye to yesterday- cover

Danach wird’s härter mit The Beach. Der Puls rast in die Höhe und tritt eine Welle, welche einem Tsunami gleicht, los. An diesem Punkt möchte ich die gesangliche Performance von Frontman Roman Mischitz hervorheben. Das einzig noch vorhandene Gründungsmitglied von Thirteen Days hat sich während der letzten Jahre brav gemausert und steht gesanglich Ingo Knollmann von den Donots um nichts nach.

Mit Brand New Day haben Thirteen Days ebenfalls alles richtig gemacht. Eingängige Gitarren, getragen von treffenden Textzeilen, die man am liebsten mit einem Flugzeug in den Himmel schreiben möchte. Brand New Day ist einer der poppigeren Songs auf Goodbye To Yesterday, dem es Dank des optimal in Szene gesetzten Schlagzeugs in keiner Phase an Power fehlt.

Across The Universe ist die erste Singleauskopplung des Albums, und dies völlig zu Recht. Kein Song könnte „Thirteen Days Neu“ so gut beschreiben wie jener. Dass dies eine Nummer für die Ewigkeit werden wird, zeigte sich schon vergangene Woche bei der CD-Release Show im Wiener b72. Als die Fans bei einer Akustikversion des Songs lauter sangen als die Band selbst.

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Die Liebe zu Green Day können Thirteen Days spätestens seit dem Song Caroline nicht mehr verheimlichen. Das Bezirzen jener (fiktiven?) Caroline klingt stark nach dem Klassiker Hitchin´ A Ride. Aber natürlich können es Thirteen Days auch ruhiger, wie sie in Matter Of Time eindrucksvoll unter Beweis stellen. Bei der Inszenierung der Ballade hat man sich wirklich was überlegt. Matter Of Time klingt so ausgecheckt und steckt voller Überraschungen. In filigraner Handarbeit präsentiert sich der Song dennoch so druckvoll, dass er glatt als Ballade von Metallica durchgehen würde.

Cause this is just another fuckin´ punkrock song

Wer Thirteen Days kennt, der weiß, dass diese Band mit Patrick Freisinger auch noch einen zweiten genialen Sänger zu bieten hat. Dies darf der sympathische Steirer beim Soundtrack Of Your Heart zeigen. Was vom Titel her erstmal nach einem Demi Lovato Song klingt, entpuppt sich als vor Testosteron strotzender Punkrock Song. Getrieben von knallharten Punkbeats schreit sich Freisi die Seele aus dem Leib und spendet uns neuen Mut – Vier Akkorde Gedenk-Solo inklusive. Mein persönlicher Anspieltipp!

Es braucht kein mehrmaliges Anhören, um die Songs auf Goodbye To Yesterday auswendig mitsingen zu können, wie auch die Nummer I Want You To Know zeigt. Schön langsam sprengt die Review hier ihren Rahmen, aber es wäre schade, auch nur einen Song des neuen Albums nicht zu nennen, so auch Misery, den die Band schon einige Male live gespielt hat. Eine stimmige Nummer, die sich vielmehr als Hymne entpuppt. Auch hier gilt das Motto, wer sich zu diesem Song nicht bewegen kann, hat ein gehöriges Problem!

Die letzten drei Songs zeigen dann noch einmal alle Facetten von Thirteen Days. Da wäre zuerst die poppig angehauchte Punkseite, die sich in Coming Home reflektiert und dafür zuständig ist, gute Laune zu versprühen. When It´s Over ist die zweite ruhige Nummer des Albums, die gehörig auf die Tränendrüse drückt. Nummer in den Player werfen und dabei der Abendsonne entgegenfahren – Gänsehaut pur! Das puristische Arrangement des Songs tut sein Übriges, um den Hörer in eine andere Welt entfliehen zu lassen.

Mit Goodbye To Yesterday, der letzten und wie könnte es anders sein, dreizehnten Nummer, verabschieden Thirteen Days ihr altes Banddasein. Fette Bass-Line, Gitarrensolos noch und nöcher und rotzfreche Vocals verdeutlichen, dass Thirteen Days mit ihrem Teenie-Image abgeschlossen haben und endgültig als Österreichs Vorzeige-Rockformation anerkannt werden wollen.

Fazit

Es gibt sehr, sehr wenige Alben der Punk-Rockgeschichte, die man getrost durchhören kann, ohne auch nur einmal den Gedanken des Weiterschaltens vergeuden zu müssen. Enema Of The State von Blink 182 oder Pocket Rock von den Donots sind solche Alben, Goodbye To Yesterday von Thirteen Days gehört ab sofort dazu. Das ist vielleicht das beste Rock Album, das jemals aus Österreich kam!

Thirteen Days – Goodbye To Yesterday

Für Fans von: Donots, Green Day, Blink 182
Sissi
VÖ: 19.09.2014
Gesehen um €16,99

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