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Trailer zu Hatred sorgt für Aufregung

Trailer zu Hatred sorgt für Aufregung

Derzeit geht ein Aufschrei durch die Gaming Community: Das polnische Entwicklerstudio Destructive Creations hat am Mittwoch, dem 15. Oktober 2014 den Trailer zu ihrem ersten Spiel veröffentlicht. Die Reaktionen spalten sich. Schließlich zeigt das Video In-Game Szenen von Hatred, die es in sich haben. Man spielt einen namenlosen Amokläufer, der – wie es der Titel bereits vermuten lässt – einfach gesagt einen Hass auf die Welt und die Menschen hat.

„Mein Name ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, was ich tun werde. Ich hasse diese verdammte Welt. Und die menschlichen Würmer, die sich durch ihren Leichnam fressen. Mein gesamtes Leben besteht aus kaltem, bitteren Hass. Und ich wollte immer gewaltsam sterben. Die Zeit der Rache ist gekommen und kein Leben verdient es, verschont zu werden. Ich nehme so viele mit ins Grab, wie ich kann. Es ist für mich an der Zeit zu töten. Und es ist an der Zeit für mich zu sterben. Mein Genozid-Kreuzzug beginnt hier.“

Mit diesen Worten kündigt der Antagonist seine Taten an. Kurz darauf sieht man den spielbaren Amokläufer aus einer isometrischen Perspektive in einer sehr tristen Umgebung, die im simplen Schwarz-Weiß Stil gehalten wird. Lediglich Feuer oder Blut werden farblich untermalt. Dann beginnt das Blutbad: Unschuldige Zivilisten werden auf brutalste Art und Weise hingerichtet, während diese um ihr Leben betteln. Wem jetzt schon flau im Magen wird, sollte den Trailer spätestens ab 0:56 abbrechen.

Das Ziel des Spiels ist soweit noch nicht ganz klar. Bisher wissen wir nur, dass man so viele Zivilisten töten soll, wie nur möglich. Was logischerweise viele Diskussionen zur Folge hat. Schließlich wird „Killerspielen“ gerne die Schuld in die Schuhe geschoben, wenn irgendwo ein Amoklauf stattfindet und der Ruf von brutalen Videospielen ist sowieso schon nicht ganz rosig. Nun soll ein Amoklauf auch noch spielbar sein? Noch dazu zu einem Zeitpunkt, wo wir im wahren Leben unschuldigen Menschen mehr oder weniger beim Sterben zusehen können, wenn wir nur die Nachrichten einschalten? Äußerst fragwürdig.

Jedoch macht Hatred nicht vieles neu. Ich erinnere hier gerne mal an Spiele wie die Postal-Reihe in der wir haufenweise unschuldige Menschen auf – jetzt kommts – satirische Art und Weise hingerichtet haben und anschließend auf ihren Leichen gepisst haben. War alles möglich. Oder Manhunt, wo es darum geht einen Film zu drehen, in dem Schlägertypen so brutal wie möglich abgeschlachtet werden. Man bekommt immer wieder Anweisungen des Regisseurs und läuft durch eine heruntergekommene Gegend und zerbröselt die Schädel Anderer mit einem Baseballschläger, oder hackt ihn gleich mit einer Machete ab. Diese Spiele sind Hits und ja, sie haben Spaß gemacht und machen es teilweise immer noch. Hatred hat nur eine schönere Grafik.

In-Game Sequenz aus Hatred

In-Game Sequenz aus Hatred

Als Vergleich wird auch sehr gerne eines der erfolgreichsten Spiele überhaupt genannt. Nämlich Grand Theft Auto (nur so nebenbei von den gleichen Machern wie Manhunt: Rockstar Games). Dieser Vergleich hinkt aber auf so vielen Ebenen. Schließlich ist das Morden von Zivilisten nicht das Ziel des Spiels. Des Weiteren wird man für solche Straftaten von der Polizei verfolgt. Wer also in GTA einen Amoklauf macht, wird sehr bald mit der virtuellen Justiz konfrontiert.

Betrachtet man den Trailer von Hatred nun aus der kommerziellen Sicht, ist das gar nicht so blöd. Es ist das erste Spiel von Destructive Creations und Indie-Spieleentwickler gibt es wie Sand am Meer. Somit haben die Herren (da sind keine Damen dabei) jetzt schon sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Und wie man weiß, gibt es keine schlechte Werbung. Um den ganzen Aufschrei jedoch ein wenig zu „entschärfen“, heißt es auf der offiziellen Seite des Spiels:

…just don’t try this at home and don’t take it too seriously, it’s just a game. 🙂

Naja dann…

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