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Unsere Top-Alben 2014

Unsere Top-Alben 2014

Schnipp, schnipp, schnapp – und das Jahr 2014 ist auch schon wieder vorbei! Ihr bestätigt uns bestimmt, dass sich heuer viel getan hat – und das vor allem auch in der Welt der Musik. Österreich hat den Songcontestsieg eingeheimst, Robbie Williams ist Papa geworden und zum Schluss hat man uns mit dem Ableben der beiden Größen Joe Cocker und Udo Jürgens auch noch die Sterberate in der Musikbranche in die Höhe getrieben. Nichtsdestotrotz hat das Jahr auch Glanzseiten geboten und wir haben noch einmal einen Blick auf die letzten zwölf Monate geworfen und unsere Top-Alben des Jahres zusammengefasst. Also: Dürfen wir präsentieren? Unsere Favoriten 2014!

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Anna Obermeier mag…

BANKS – Goddess

Nicht nur mörderische Popkracher hat 2014 vollbracht, nein, sondern auch jenen Trend der düsteren, jungen Damen, die fast lüstern ins Mikrofon lechzen. Die Rede ist hier nicht von Lorde, nein, sondern natürlich von Banks! Gottesgleiche Musik dringt mit 14 Songs durch die Ohren, ohne sich entscheiden zu können, welchen man am liebsten mag. Goddess – der Titel ist Programm! CD in die Anlage, Licht ab und das Blut zu dämmrig-roten Beats zucken lassen. Wer sich in diese Stimme und Ohrwürmer nicht verliebt – naja, da weiß ich auch keine Medizin mehr!

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Daniel Kubera mag…

OLYMPIQUE – Crystal Palace

Crystal Palace von Olympique ist mein persönliches Album des Jahres. Die Jungs aus Österreich haben damit mehr als ein solides Erstlingswerk geschaffen. Neben eigenem Sound mit Wiedererkennungswert – und das ist schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr – machen Olympique einfach alles richtig. Durch das komplette Bandkonzept zieht sich ein roter Faden: von den Songs über die Videos bis hin zur Liveperformance. Es passt einfach alles. Die drei Herrschaften sollte man 2015 auf jeden Fall in Auge und Ohr behalten. Endlich wieder ehrlicher Rock aus Österreich. There’s a reason they came!

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Aylin Izci mag…

ED SHEERAN – X

Mein Album des Jahres zu wählen war heuer wirklich eine Qual für mich! Ich mein, Acts wie Foo Fighters und Jennifer Rostock oder The Beth Edges und Olympique veröffentlichten 2014 neue LPs – wie soll man sich da entscheiden?
Und auch wenn ich normal nicht zur MTV-Fraktion gehöre, muss ich Ed Sheerans X zu meinem persönlichen Gewinner küren. Das zweite Album des Singer-Songwriters besticht durch Abwechslungsreichtum: Wunderschöne bis kitschige Balladen treffen auf fetzige Popsongs treffen auf Rapsongs, die zeigen, dass Ed Sheeran es sicher faustdick hinter den Ohren hat! Ich höre die Platte jedenfalls nach wie vor rauf und runter, besonders I See Fire zum Schlafengehen. Und noch ist kein Ende in Sicht!

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Yavuz Odabas mag…

CHUCK RAGAN – Till Midnight (International)
Das meist angehörte Album 2014 war bei mir Till Midnight von Chuck Ragan. Mit seiner rauen und emotionsgeladenen Stimme reißt er sowohl seine treuen Fans aus Zeiten der Hot Water Music Karriere sowie neue Fans in seinen Bann. Till Midnight ist verglichen zu seinen vorherigen Soloprojekten noch „folkrockiger“ und gibt der eingebremsten Folkwelle einen neuen Schwung. Um euch selbst von seiner kraftvollen Stimme zu überzeugen, haben wir ihn für eine Acoustic Session gewinnen können. Hier das Ergebnis.

OLYMPIQUE – Crystal Palace (National)
Die Existenz der Band Olympique ist unserer Redaktion lange bekannt. Unserer Redakteurin Anna sind sie bereits bei den Local Heroes aufgefallen, als sie noch mit einem anderen Namen die Bühne rockten. Denn die markante Stimme des Frontsängers ist so einprägsam, sodass man eigentlich keine Chance hat, sie zu vergessen. Überdies ist auch ihr Debütalbum Crystal Palace als Gesamtwerk in jeder Hinsicht überwältigend und wartet lediglich auch außerhalb der nationalen Grenzen wahrgenommen zu werden.

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Daniel Stix mag…

THIRTEEN DAYS – Goodbye To Yesterday

Für mich nicht nur das Album des Jahres, sondern das vielleicht beste Rock Album Österreichs aller Zeiten. Rebellion, Liebe, Revolution – Thirteen Days vereinen in dreizehn Songs alles wofür Rock´n´Roll steht und präsentieren sich facettenreich wie das Licht, das aus dem schönsten Diamanten strahlt. Goodbye To Yesterday ist besser als das erste kühle Bier des Sommers, die berühmte „Zigarette danach“ und Omas selbstgemachter Apfelstrudel. Dafür steh´ ich mit meinem Namen. Support Austrian Music! (Komplette Review findet ihr hier!)

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Doris Arnusch

MY CHEMICAL ROMANCE – May Death Never Stop You

Mein kleiner Emo in mir hat bitterlich geweint, als ich die Nachricht der Trennung einer meiner Lieblingsbands gehört habe. Das Best-Off Album, das ein Jahr später erschien, war geradezu eine Wohltat für meim Herz – zwölf Jahre Bandgeschichte auf einem Album vereint ließen mich noch einmal so richtig in Erinnerungen an meine
Teenagerzeiten (die zugegeben noch nicht so lange her sind) schwelgen.

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Vanessa Spanbauer mag…

LOLAWOLF – Calm Down

Zugegeben, dieses Jahr haben mich EPs fast mehr gereizt als richtige Alben. Auf der Suche nach den spannendsten Newcomern ist mir jedoch ein Trio untergekommen, das mich mit ihrem Debütwerk komplett gefangen hat. Lolawolf – bestehend aus Zoë Kravitz und zwei Mitglieder der in New York beheimateten Band Reputante – war als Spaß-Projekt geplant. Der Erstling „Calm Down“ prophezeit ihnen allerdings eine große Zukunft. Mit ihrem Elektronik-RnB-Pop samt Hip-Hop Einfluss überzeugen sie Kritiker, Megastars wie Drake & A$AP Rocky und bescheren mir mein Lieblingsalbum 2014. Frisch, in-your-face und ein brandheißer Tipp!

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Bernhard Luis Pasching

ELEMENT OF CRIME – Lieblingsfarben und Tiere

Auf Alben der Berliner Kultband freut man sich wie auf den Weihnachtsmann. Und genau wie bei dem Kerl mit Rauschebart ist man anfangs oft ein wenig enttäuscht.. . Komplett unaufgeregt präsentiert uns Sven Regener das 13. Studioalbum seiner Band Element of Crime. Schnörkellos, unaufdringlich, fast ein wenig langweilig, allerdings mit dem Anspruch bewusst gehört zu werden. Doch wenn man dies tut, wird man belohnt mit einer Unzahl an fragil durchdachten, lyrischen Texten, die ihresgleichen suchen. Perfekt auch für raue Winternachmittage, mit einem tröstenden Häferl Punsch in der Hand.

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Jürgen Oberhauser mag…

MASKED INTRUDER – M.I.

Masked Intruder verpackt in 30 Spielminuten auf M.I. harte Downstrokes jenseits der 200 BPM kombiniert mit überraschend ausgeklügelten Songwriting und lässt das Herz eines jeden Poppunkers höher schlagen.

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Mario Baumgartner

JACK WHITE – Lazaretto (International)

Spätestens nach der beeindruckenden Liveperformance letzten November im Wiener Gasometer zählt Jack White für mich zu einem der charismatischsten Vertreter des modernen Nashville Rockblues. Der Mann ist Vollblutmusiker und lässt dies auf „Lazaretto“ deutlich spüren: You drink water, I drink gasoline. One of us is happy, one of us is mean.

 

WANDA – Amore (national)
Ein erstklassiges Debutalbum der Wiener Band Wanda wird auch nach mehrmaligen Durchhören nicht fad, Bolognia ist mein Lieblingssong, der kratzig dialektische Refrain brennt sich ein und glüht lange nach: Amore, meine Stadt.

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Lennart Horst mag…

ANGELS & AIRWAVES – The Dreamwalker

Die gerade erst erschienene CD von Angels & Airwaves finde ich unglaublich gut. Sie haben sich neu erfunden (was nur bei wenigen Bands gutgeht), sind aber ihren Stilelementen doch treu geblieben und haben ein klasse Album abgeliefert.

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Robert Ziffer-Teschenbruck mag…

ASTPAI – Burden Calls

Astpai haben sich schon vor über einem Jahrzehnt in mein Herz gespielt, und das tun sie noch immer, Konzert für Konzert, Platte für Platte. Mit Burden Calls schreiben die vier Neustadtpunks meinen Soundtrack für 2014. Fuck „Des Oide is guad!“ und „Des neiche kann garnix!“, denn Astpai liefern ihre Platten von Jahr zu Jahr mit mehr Ohrwürmer aus. Burden Calls ist für mich der Grund, wieso Punkrock Kiddies auch mal, wohl oder übel, österreichische Platten kaufen müssen.

Titelbild (C) Mario Baumgartner
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