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Viktor & the Blood im Interview

Viktor & the Blood im Interview

Wir haben die Schweden Viktor & the Blood (Homepage) zum Interview getroffen. Sie haben uns dabei unter anderem verraten, was sie ohne Band machen würden und was man in Schweden besser sein lässt.

Viktor & the Blood ist aus anderen Bands zusammengewürfelt. Wie kam es dazu?
Viktor: Es ist eigentlich total zufällig passiert. Ich habe gerade an einem Solo-Album gearbeitet und Jonas und ich waren Mitbewohner. Dann hat er plötzlich begonnen, mich mit seiner Gitarre zu begleiten. Samuel kennen wir schon lange. Als wir ihn in einer Bar getroffen haben, haben wir beschlossen, einfach mal zum Spaß zu jammen. Und dann wurde daraus mehr…

Werdet ihr wieder in andere Bandformationen zurückgehen oder bleibt ihr jetzt Viktor & the Blood?
Viktor:
Wenn man im Musikbusiness erfolgreich sein will, sollte man all seine kreative Energie in ein Projekt stecken. Ich denke, wenn man mehrere Dinge gleichzeitig macht, leidet die Musik darunter. Also eines nach dem Anderen.

Gab es die Idee noch einen vierten Mann ins Boot zu holen?
Viktor:
Nein, eigentlich nicht. Wir sind als Band passiert und wir sehen das als eine intime Beziehung, in die niemand mehr reinpasst.

Ihr klingt rockiger als in euren vorigen Projekten. Wie würdet ihr selbst euren Sound beschreiben?
Viktor: Genau so, mehr Rock’n’Roll einfach. Es ist kein Hardrock, aber es ist harter Rock. Wir könnten nie eine Metal-Band sein, aber es sollte schon an der Grenze zu Hardrock sein. Die Songs selbst sind Popsongs, aber wir wollen sie mit harten Drums und schnellen Gitarren-Riffs auffrischen. Es geht also mehr darum wie wir sie verpacken.

Ihr habt für das Album eine Tour abgesagt. Wie war der Entstehungsprozess?
Viktor: Es war ein ganzes Stück Arbeit. Unser Produzent, der sehr harte Bands wie Rammstein produziert hat, hat uns sehr gefordert. Bei Indie ist der Sound oft Nebensache und es geht ums Gefühl, aber er wollte alles perfekt haben.
Jonas: Das war auch der Grund, weshalb wir uns für ihn entschieden hatten.

Viktor & the Blood interview

© Yavuz Odabas

Euer Album heißt Apocalypse Right Now. Seid ihr Francis Ford Coppola-Fans?
Viktor: Nein, wir haben einfach zwei Worte gestohlen und noch eines hinzugefügt. Ich sehe Albumnamen wie Bandnamen. Die Bedeutung ist egal, es geht um den Klang und die Poesie der Worte. Wir sind nicht religiös und glauben nicht an die Apokalypse, aber wir finden, dass unser Album irgendwie nach Apokalypse klingt.

Seid ihr generell Film-Fans?
Samuel: Ich würde mir gerne einige ansehen, die gerade im Kino laufen, aber ich habe leider viel zu wenig Zeit.
Viktor: Wir arbeiten die ganze Zeit. Dadurch, dass wir im Tourbus schon wieder an Demos arbeiten, kommen wir nicht dazu.

Stimmt, ihr arbeitet schon an neuem Material – Warum so schnell?
Viktor: Es ist nicht geplant es jetzt zu veröffentlichen, aber vielleicht nächsten Februar. Wir wollen jedes Jahr ein Album herausbringen, wie die Bands mit denen wir aufgewachsen sind. Viele Bands zurzeit sind faul geworden, und wenn sie wiederkommen, sind sie fett und alt. Wir haben viel Energie.
Jonas: Natürlich ist es harte Arbeit, aber wir haben ja auch keinen normalen nine-to-five-Job. Wir sind auf Tour, und wenn wir zuhause sind, nehmen wir auf. Ein normaler Beruf wäre sicher eine Herausforderung für uns.

Was würdet ihr machen, wenn ihr keine Musiker wärt?
Viktor: Wahrscheinlich etwas ganz anderes. Ich könnte mir nie vorstellen mit der Musik Schluss zu machen und dann bei einer Plattenfirma zu arbeiten. Das muss etwas Ruhiges ohne Musik sein – Bibliothekar vielleicht.
Jonas: Irgendwas in der Natur – Gärtner wäre nett.
Samuel: Ich wäre gerne Koch. Auch ein stressiger Job – allerdings habe ich dieses romantische Bild eines Kochs im Kopf, der immer gut isst und guten Wein dabei trinkt. (lacht)

Viktor & the Blood

© Yavuz Odabas

Letztes Jahr haben euch die Sounds auf Tour mitgenommen – Wie war es?
Jonas:
Wir waren nie enge Freunde, kannten sie aber schon seit rund zehn Jahren. Es war irrsinnig lustig.
Viktor: Auf Tour sind wir dann aber sehr gute Freunde geworden. Es ist immer lustig mit anderen Bands unterwegs zu sein. Es ist fast wie ein Camp – man begegnet einander, wird fast zu besten Freunden und irgendwann ist alles wieder vorbei. Wir würden sofort wieder mit ihnen mitkommen.

Ihr werft euch auf der Bühne gerne in Schale – Ist euch Mode wichtig?
Viktor:
Mode alleine ist mir egal, das ist bedeutungslos. Ich denke Mode in Kombination mit etwas anderem ist sehr interessant. Mode in Kombination mit Musik, mit Film und mit Kunst – sie kann enorm unterstützen.

Eure erste Single heißt ja Blood Kicks Out on A Saturday Night – Wie sehen normale Samstage bei euch aus?
Viktor:
Wenn wir quer in Europa unterwegs sind, sehen wir die Menschen jede Nacht ausgehen. In Schweden geht man nur an Samstagen feiern, deshalb ist das ein ziemlich schwedischer Song. Man spart sich unter der Woche alles an und lässt dann alles raus.
Jonas: Samstage in Schweden sind deshalb sehr chaotisch. Jeder hat über die Woche so viel angesammelt, dass dann alle komplett betrunken sind. Falls ihr also nach Schweden kommt, besser unter der Woche weggehen und besser gar nicht im Winter. (lacht)

Vielen Dank für das Interview!

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Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
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