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Wizo – Arena Wien

Wizo – Arena Wien

Was war das denn für ein geiler Abend. Die alten Herren von Wizo haben am 01.12.2014 souverän mit dem Bagger den alten Schlachthof der bis auf den letzten Platz gefüllten Wiener Arena platt gemacht und zahlreiche Bankkaufleute für einen Abend wieder zu Punkern gemacht.

Punkt 20:30 Uhr war es, als Wizo (Facebook) die Bühne betraten und das Publikum quasi mit dem ersten Satz schon in ihren Bann zogen. Ich bin schwul, ich bin jüdisch … der Rest ist Geschichte. Wien tanzte, pogte, schwang anarchisch die Fäuste und warf zum Leid der Fotografen (unser armer Alex) Bierbecher.

(c) Alexander Blach

© Alexander Blach

Das Publikum, welches Großteils aus Endzwanzigern und Mittdreißigern bestand, war richtig heiß auf diese Show. Der Punk durfte Punk sein und der Staatsdiener konnte wieder Punk sein. Nur jüngere Leute waren kaum zu sehen. Irgendwie scheint es, als könnten Wizo die Jugend von heute nicht mehr wirklich erreichen. Macht nix, denn die Atmosphäre, die an diesem Abend herrschte, hätte ohnehin nicht besser sein können.

Dies lag zum einen an dem großartigen Publikum, zum anderen aber natürlichen an Wizo, die neben unbändiger Spiellaune ein Mörder Set hinknallten! Dies gestaltete sich nach dem Coke-Zero Prinzip: „Wenn Du Willst, Kannst Du Alles Haben.“

Denn gut ein Drittel der Show wurde mit Songs des legendären Uuaarrgh! Albums gefüllt (Raum Der ZeitHey ThomasKopfschuss, und mehr), ein Drittel bestand aus alten Klassikern (zum Beispiel: Kein GeredeNanaQuadrat Im Kreis) und das andere Drittel wurde dem neuen Album Punk Gibt’s Nicht Umsonst (Teil 3) gewidmet. Also für jeden das Richtige dabei.

(c) Alexander Blach

© Alexander Blach

Mehr: Wizo – Punk Gibt’s Nicht Umsonst – CD Review

Überraschend was, dass auch bei den neuen Songs die Stimmung nie abflauen zu drohte. Ganz im Gegenteil, denn Wien zeigte sich äußerst textsicher und freute sich auf die Seegurke und die neue Anti Nazi-Hymne Ganz Klar Gegen Nazis. Letzterer Song motivierte das Publikum sogar zu minutenlangem Anti Nazi-Parolen-Gebrülle, welches nach einiger Zeit freundlich von Sänger Axel Kurth unterbrochen werden musste, da Wizo ihr Set gerne weiterspielen wollten.

Alles in allem also ein perfekter Konzertabend mit viel Nostalgie, Spaß und heiser geschrienen Kehlen. Wizo haben es immer noch drauf und hoffentlich müssen wir nicht wieder so lange warten, bis die alten Herren wieder nach Wien kommen. Und ach ja … deine Freundin ist NICHT Manuel Neuer, sondern Wizo.

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