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Assassin’s Creed Rogue (PC) im Test

Assassin’s Creed Rogue (PC) im Test

Während man beim Release von Assassin’s Creed Unity versteckt in einem Heuhaufen hinterm Mond leben musste, um ihn nicht mitzubekommen, hat sich Assassin’s Creed Rogue (Homepage) am 13.11.2014 eher unauffällig von hinten in unsere Stores geschlichen. Seit dem 10.03.2015 kommen nun auch PC-Zocker in den Genuss des Games.

Anders als der Publisher Ubisoft und das hauseigene Entwicklerteam Ubisoft Sofia wollen wir dem Spiel nicht so schnell den Wind aus den Segeln nehmen, schmeissen unseren PC an und setzen uns voller Abenteuerlust ans virtuelle Steuer!

Come to the dark side!

Als namenloser Charakter schlüpfen wir wie immer über die Maschine Animus in die Erinnerungen an ein früheres Leben. Die Reise verschlägt uns ins Nordamerika des 18. Jahrhunderts, wo wir als motivierter Rekrut Shay Patrick Cormac unsere Assassinen-Ausbildung fürs Erste abschließen.

Nachdem eine Mission eine unvorhersehbare Katastrophe auslöst, orientiert Shay seine Prinzipien neu. Er stiehlt das Artefakt, dass er zuerst für seinen Assassinen-Orden gestohlen hatte und kehrt ihnen den Rücken, um fortan als Templer jagt auf seine ehemaligen Brüder und Schwestern zu machen.

© Ubisoft

Das Walfang-Minispiel wurde überarbeitet © Ubisoft

What´s new, Pussycat?

Wie uns schon das Spielecover verrät, gibt es wieder Abenteuer zu Land, zu Wasser und zuhauf! Zu bereisen gibt es drei große Maps: Nordatlantik, River Valley und das noch nicht verwüstete New York.

Wir, als Captain der Morrigan, bereisen mit unserer Crew die launischen Weiten des Ozeans. Neben der Verbesserung der KI der gegnerischen Schiffe gibt es auch zwei neue Waffen, die einem mehr Freiheit im Spiel verschaffen: Zum einen kann man jetzt eine Spur brennendes Öl hinterlassen, um die Gegner an der Verfolgung zu hindern, zum anderen gibt es jetzt das Puckle-Gewehr, mit dem man Dauerfeuern kann. Sogar die Waljagt wurde noch einmal überarbeitet und nun durch im Wasser treibende Eisbrocken und einer limitierten Anzahl an Harpunen erschwert.

© Screenshot

Auch in Rogue liefert man sich Schlachen auf hoher See © Screenshot

Mit dem mindblowing Plotttwist kommen natürlich auch neue Spielelemente dazu! Sobald wir uns der „dunklen“ Seite zugewandt haben, entwickelt sich das Gameplay stellenweise zu einem Katz- und Mausspiel. Befinden wir uns in der Nähe unserer ehemaligen Ordensgesellen, stellt sich ein unheimliches Flüstern ein.

Aber wir als Ex-Assassine lassen uns natürlich dadurch nicht einschüchtern: die Eagle Vision wird durch einen Kompass erweitert, der uns anzeigt, wie sehr wir Gefahr laufen den uns Auflauernden ins Messer zu rennen und wo sie sich verstecken. Pfff… Seien wir uns doch mal ehrlich: den Trick aus dem Heuwagen anzugreifen.. damit überraschen sie uns doch nicht!

© Screenshot

Das neue Frühwarnsystem der Eagle Vision © Screenshot

Buggy Bug Bug!

Es hat nicht lange gedauert, da haben wir schon einen Bug entdeckt. In einer der Städte, ziemlich am Anfang der Story, blieb Shay auf der Flucht im Eck einer Mauer hängen und wollte sich auch nicht mehr von ihr trennen. Als wir das Spiel einmal von einem anderen Laptop starteten, fielen tote Tauben vom Himmel. Nachdem Shay eine seiner ehemaligen Mitstreiterinnen, die ihm an die Gurgel wollte, zur Strecke gebracht hat, stand sie nach einiger Zeit wieder auf und blieb an Ort und Stelle stehen. Bis hier hin klingen die Bugs doch mehr unterhaltsam als behindernd.

© Ubisoft

Zombie-Girl in der Bruderschaft? © Screenshot

Der Spaß endete aber sofort, als wir das Spiel am besagten zweiten Laptop testeten. So flüssig und schön es auf dem einen Laptop lief, so unglaublich frustrierend war es den massiven Framedrop auf dem anderen Laptop erleben zu müssen. Die Bugs kamen auf beiden Laptops vor, auf dem, auf dem das Spiel flüssiger lief aber nicht so häufig.

Fazit

Damit der Schaden an den Segeln des Spiels reduziert wird, holen wir sie mal lieber ein, bevor der Sturm losgeht. Eindeutig für Assassin’s Creed Rogue spricht das neu entwickelte Gameplay, die Welt durch die Augen eines Templers zu sehen! Sollte man das Glück haben im Besitz einer Grafikkarte zu sein, die das Spiel flüssig laufen lässt, kann man sich an den kleinen Bugs erfreuen. Außerdem hat Ubisoft kleine Easter-Eggs eingebaut, z.B. beim Abspielen von gefundenen Audio-Dateien außerhalb der Animus sieht man auf dem Screen etwas verschwommen neben anderen Dingen ein Magazin mit Far Cry auf der Titelseite.

© Screenshot

Verfrühte Ostereier: Far Cry ist auf der Titelseite eines Magazins! © Screenshot

Gehört man zu den unglücklichen Assasssin’s Creed-Fans, bei denen die Grafikkarte nicht so dicke mit dem Spiel werden möchte, dann bleibt einem nur, sich den enttäuschten Fanposts in diversen Foren anzuschließen. Wir haben sowohl die eine, als auch die andere Seite erleben dürfen. Beide Grafikkarten stammten aus dem Haus NVIDIA. Auf dem älteren Modell GTX660M lief das Spiel flüssig, auf dem neueren GTX860M dropte die Framerate und die Bugs traten vermehrt auf.

Die technischen Probleme, die das Spiel mit sich bringt, sind wohl mitunter ein Grund, weshalb das Spiel von Anfang an kaum beworben wurde. Trotzdem sagen wir JA! Zu dem frischen Wind, mit dem das Game das Franchise durchbläst. Die Bugs, die das Spielvergnügen für so viele Fans trüben, können wir in der Bewertung aber leider nicht außen vor lassen. Deswegen gibt es von uns für Assassin’s Creed Rogue fünf von zehn Gamerpunkten!

Assassin’s Creed Rogue (PC)

Releasedate: 10.03.2015
Plattform: PC
Genre: Action-Adventure, Stealth
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Sofia
Ungefähre Spieldauer: 40 Stunden
Für Fans von: Assassins Creed
USK: 18
Preis: Gesehen um 43,38€

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