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Band des Monats April – Tagtraeumer

Band des Monats April – Tagtraeumer

Der April macht, was er will! Einfach das zu tun, worauf man Lust hat, ist auch ein Motto unserer Band des Monats April Tagtraeumer (Facebook). Wir haben die Jungs zwei Tage vor Release ihrer ersten CD Alles Ok?!  in Wien getroffen und über die neue Platte und das Leben als Musiker geplaudert.

Am 27.03.2015 erscheint eure Debüt-Platte Alles Ok?!. Seid ihr nervös, beziehungsweise wie sind die Erwartungshaltungen? Immerhin gab es ja vorab schon drei Songs zu hören, die allesamt überzeugt haben. Von einem „richtigen“ Debütalbum kann man also kaum sprechen, oder?
Kevin: Es ist eine Mischung aus Euphorie und Angst. Deshalb Angst, da, wie du eben gesagt hast, die Leute schon ziemlich viel von der CD erwarten, da wir ja mit Sinn so einen Hit gelandet haben. Jetzt erwarten sich die Fans natürlich, dass auch die zehn anderen Songs vom Album so gut sind.
Thomas: Aber wir sind mit dem Album sehr zufrieden und in Kreisen munkelt man bereits, dass auf Alles Ok?! noch ein weiterer großer Hit versteckt ist.

Mehr: Tagtraeumer – Alles Ok?! – CD Review

Eure Songs klingen sehr authentisch und ehrlich. Sind die Texte alle aus dem echten Leben gegriffen, oder steckt da auch eine Menge Fiktion und Gedankenspielerei drin?
Thomas: Danke für das Kompliment. Im Prinzip besteht das Grundgerüst jedes Songs aus einer wahren Geschichte. Zum Beispiel die Nummer Nichts, ist zu 99% so passiert, wie sie erzählt wird. Bei anderen Songs wäre das ja gar nicht möglich, wenn du etwa an Sinn denkst. In dem Song stecken sehr viele Metaphern, welche praktisch gar nicht umzusetzen sind.

(c) Mario Baumgartner

© Mario Baumgartner

Im Lied Laufen rechnet ihr mit dem Werdegang des Lebens und sozialen Netzwerken ab. Die Erde dreht sich immer schneller und man kann gewisse Dinge gar nicht mehr wertschätzen. Wie geht’s euch gerade dabei? Immerhin tut sich bei Tagtraeumer ja so einiges.
Thomas: Klar tut sich bei uns viel, aber wir sind in der glücklichen Lage Freigeister zu sein und keinen klassischen 40 Stunden Job ausüben zu müssen.
Kevin: Zum Thema Facebook und Co.: Mich stört es, wenn ich sehe, dass Leute an bestimmte Orte fahren, nur um dort ein Selfie zu machen und zu zeigen, wie „cool“ sie sind. Da denk ich mir einfach nur: „Gratuliere!“

Durch die Fernsehsendung Herz von Österreich habt ihr einen rasanten Aufstieg erlebt. Seid ihr froh darüber, oder wäre euch manchmal lieber, wenn eure Karriere etwas langsamer „step by step“ voran gegangen wäre?
Thomas: Es ging und geht definitiv zu schnell, das müssen wir eindeutig zugeben. Wir haben nämlich keinen Manager und müssen daher alles auf eigene Faust regeln. Da kommt schon einiges zusammen wie Promo-Termine, Interviews, Proben, natürlich Konzerte spielen und so nebenbei haben wir dann auch noch das Album aufgenommen.
Kevin: Wir hatten, nachdem Sinn erschienen und so durch die Decke gegangen ist, echte Existenzängste. Weil niemand von uns abschätzen konnte, wie es weitergehen würde und ob wir den Erwartungen gerecht werden können. Umso größer ist die Freude, dass wir jetzt hier in Wien sitzen, ein Interview geben dürfen, und am Freitag unsere erste CD erscheint.

Wir werden euch jetzt fünf Songs vorspielen und ihr erzählt uns einfach, was euch zu dem Song/der Band einfällt und was euch damit verbindet, okay?
Thomas: Hey klingt cool, wir sind dabei.

5 Songs – 5 Storys

Days In Paradise – Phänomenal? Scheissegal!

Kevin: Ist das Phänomenal? Scheissegal! von Days In Paradise?
Thomas: FREISI!! Das Erste, was mir zu der Band einfällt, ist eindeutig der Freisi!

Stimmt es, dass Days In Paradise ein Grund war, warum Tagtraeumer auf Deutsch singen?
Thomas:
Es war sicher ein kleiner Stupser in die richtige Richtung. Als ich damals begonnen habe zu singen, war ich mal auf einem Days In Paradise Konzert und das hat mich schon geprägt. Ich hab mir dann alle CDs gekauft. Mittlerweile verbindet uns mit dem Freisi (Anm.: Nun Sänger von Kompass Nord) eine gute Freundschaft.
Alexander: Ich hab ihm vor Kurzem seinen Bass abgekauft. Mehr fällt mir leider nicht ein, aber ich hoff das zählt auch? (lacht)

© Mario Baumgartner

© Mario Baumgartner

Blink 182 – Whats My Age Again?

Kevin: Der 13-jährige Kevin liegt den ganzen Tag in seinem Bett und hört Blink!

Darauf wollt ich hinaus! Für die „Generation Nirvana“ seid ihr ein wenig zu jung, aber Blink 182 waren sicher ein großes Thema für euch?
Thomas: Total! Du kaufst dir als Junge eine Gitarre und das Erste, was du machst: Du spielst Blink-Songs. Weil die Nummern geil sind und total einfach zu spielen. Und zu Songs von Blink 182 hab ich glaube ich alles Erdenkliche getan, was du dir vorstellen kannst. (Alle lachen)
Kevin: Jeder Junge will so sein wie Blink einmal waren. Die waren schon ziemlich cool und sehr prägend für mich!

Mehr: Tom DeLonge verlässt Blink 182

Casper – Jambalaya

Tobias: Marteria?
Thomas: Nein, das ist Casper! Mit dem haben wir mal zusammengespielt!

War der Auftritt mit Casper eines eurer ganz großen Highlights?
Thomas:
Definitiv! Wobei, das eigentliche Highlight war der Nussschnaps danach! (lacht)
Kevin: Das war schon cool! Wir waren da als kleine Tagtraeumer im Backstage und plötzlich geht die Tür auf und Casper und Kraftklub kommen herein.
Thomas: Und ich hab mir nur gedacht: „Was machst jetzt?“ Dann hab ich deppert geschaut und wir haben zusammen was getrunken und ein komisches Selfie gemacht! (Alle lachen) Nein, also ehrlich das war ein ganz großer Moment. Casper ist für mich eine Art Inspiration und ich steh einfach so auf seine Texte!

Wanda – Bologna

Alle: BOLOGNA!!!
Kevin: Das geilste Gitarrensolo der letzten zehn Jahre!

Wanda werden zurzeit in Deutschland total gehyped. Ist das auch das nächste Ziel der Tagtraeumer?
Thomas: Ich glaube, dass man das nicht vergleichen kann. So etwas wie Wanda gibt es in Deutschland nicht und darum fahren alle total darauf ab. Wir machen Musik, die es in abgewandelter Form schon gibt. Ich würde uns da als Mischung aus Revolverheld, Cro und Clueso beschreiben. Drei Acts aus Deutschland, die bereits große Erfolge feiern.
Kevin: Du meinst also, dass es für uns schwieriger wird, herauszustechen oder?
Thomas: In gewisser Weise schon, ja. Aber ich bin dennoch überzeugt, dass es uns gelingen kann.
Kevin: Was ich noch sagen wollte: „Wir lieben Wanda!“

Tagtraeumer – Sinn

Kevin: Geile Scheibe!
Thomas: Gehört, geprüft, für gut befunden! Nein, Spaß beiseite. Sinn ist definitiv das wichtigste Lied für uns und macht immer noch riesig Spaß, es live zu spielen. Und den Leuten gefällt’s – und das ist das Wichtigste!

Was wolltet ihr immer schon einmal sagen?
Thomas:
Dave Grohl!
Kevin: Für Leiwand, gegen Oasch!
Tobias: Ich weiß es nicht! (Alle lachen)
Alexander: Ich würd gern meine Familie grüßen. Mama und Papa, ich hab euch lieb!

Vielen Dank für das Interview und nachträglich herzliche Gratulation zum Amadeus Award in der Kategorie: Beste Band!

Die fünf Songs könnt ihr euch gerne hier in unserer Tagtraeumer-Interview-Playlist anhören:

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