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Band des Monats Dezember – Kompass Nord

Band des Monats Dezember – Kompass Nord

Sie sind jung, sie sind laut und nun auch stolze Albumbesitzer. Kompass Nord aus Kärnten und der Steiermark sind die Überflieger des Jahres und deshalb völlig zurecht unsere Band des Monats Dezember. Seit dem 20. November steht ihr Debütalbum Horizont in den Läden und aus den Funk- und Fernsehstationen des Landes sind sie ohnehin nicht mehr wegzudenken. Vor ihrem Konzert mit Tagtraeumer im ausverkauften p.p.c. in Graz trafen wir Kompass Nord bei einem gemütlichen Bier zum Interview und plauderten über ihr erstes Bandjahr.

Kompass Nord – Das Interview

Seit 20.11.2015 kann man euer Debütalbum Horizont kaufen. Wie wild war die Partynacht am Releaseday?
Patrick:
Ich war bereits um 20 Uhr im Bett, also du kannst dir ausmachen, wie schlimm die Feier war. Wir haben uns zum Frühstücken getroffen, uns danach selbst die CD im Laden geholt und danach wurde mit dem Feiern begonnen. So ganz können wir es immer noch nicht glauben, dass unser erstes Album nun endlich in den Läden steht.

Kann ich mir gut vorstellen! Euch gibt es nun ca. ein Jahr lang und in diesem Jahr ist sehr viel passiert bei euch. Die ersten Konzerte und Festivals wurden gespielt, ein Album wurde produziert und vieles mehr. Wie kräftezehrend war das letzte Jahr?
Daniel:
Um das zu verbildlichen, muss man sich nur unser Foto im Album-Artwork ansehen und uns jetzt ansehen. Auf dem Foto schauen wir alle nicht älter als zwölf Jahre alt aus und nun haben alle einen Bart und sehen total kaputt und verbraucht aus. (lacht) Nein, aber mal im Ernst. Es war schon sehr anstrengend. Denn mit dem Album aufnehmen allein ist es ja noch nicht getan. Dazu kommen dann das Proben, Konzerte spielen, Promo Termine und und und.
Patrick: Es gab, glaub ich, keinen einzigen Tag, an dem wir mal komplett abschalten konnten.

Mehr: Kompass Nord – Horizont – CD Review

Kompass Nord - Horizont - Cover

Dafür haltet ihr jetzt eure eigene CD in Händen, die – und das fällt auf – sehr aufwendig gestaltet wurde. Ist es da nicht schade, dass die meisten Leute die Songs nur streamen oder digital kaufen?
Patrick:
Danke, das Lob geben wir gerne weiter an unseren Grafiker Georg, der echt eine super Arbeit geleistet hat und all unsere Wünsche und Vorstellungen perfekt umgesetzt hat. Für mich war das sehr wichtig, da ich ein Typ bin, der gerne eine CD in der Hand hält und sich auch das Booklet durchliest und ich glaube auch, dass die Fans das würdigen und wertschätzen werden.
Julian: Dass die Leute die Songs streamen, stört uns überhaupt nicht. Wir freuen uns über jeden, der sich unser Album anhört, und sind echt dankbar dafür. Aber klar, es ist natürlich schöner, wenn unsere Fans sich die CD kaufen.

Zwei von euch leben in Klagenfurt, der Rest in der Steiermark. Wie läuft bei euch der typische Bandalltag ab, beziehungsweise: Tauchen da Probleme auf?
Daniel:
Das Proben dauert natürlich locker mal bis zu zwei Stunden länger als bei anderen Bands, da man die Zeit im Auto verbringt. Aber die anderen Dinge lassen sich dank Telefon und Internet, das doch schon einige Jahre existiert, doch recht gut erledigen.
Patrick: Es ist schon kompliziert, aber wenn man sich die Termine gut einteilt, dann klappt das! Es gibt ja auch Termine, wo nicht alle anwesend sein müssen, wie bei Radiointerviews oder dergleichen. Da wechseln wir uns ab. Also ein wirkliches Problem war die Distanz bislang eigentlich noch nie.
Julian: Und ganz so schlimm ist das mit dem Proben nicht, da wir sowohl in Klagenfurt, als auch in der Steiermark einen Proberaum haben.

Kompass Nord Titelbild

Patrick, du hattest ja bereits mit Days In Paradise eine sehr erfolgreiche Band mit deutschen Texten. Hattest du Bedenken, dass man Kompass Nord an Days In Paradise messen wird? Ist deine DIP-Vergangenheit mehr Fluch oder Segen?
Patrick:
Dadurch, dass die Zeit mit Days In Paradise doch schon eine Weile her ist, gibt es da kaum Vergleiche. Die Fans von früher sprechen zwar schon mit mir über die alten Zeiten und sagen mir, wie sie Kompass Nord jetzt finden, aber da deutsche Musik derzeit so gepusht wird, werden wir eher mit aktuellen Bands als mit Days In Paradise verglichen. Es ist aber definitiv mehr Segen als Fluch, da durch die DIP Zeiten wichtige Kontakte im Business vorhanden sind und es im Allgemeinen sicher etwas einfacher für uns ist.

Ihr veranstaltet immer wieder Live-Chats auf Facebook, steht regelmäßig mit euren Fans in Kontakt und lässt sie im kommenden Video zu Wahre Freunde sogar aktiv teilhaben. Wie wichtig ist euch der Fankontakt?
Daniel:
Das ist uns natürlich enorm wichtig. Als Musiker hast du den Anspruch etwas Gutes abzuliefern, aber im Endeffekt ist es das Wichtigste, ob es den Leuten gefällt und wie sie zu uns stehen. Und wir sind total froh, dass wir in so kurzer Zeit schon über 3000 Facebook-Likes haben und immer mehr Fans zu den Konzerten kommen und alles immer größer wird. Klar ist das auch immer ein Stück Arbeit, aber das ist „schöne“ Arbeit, die auch sehr viel Spaß macht und die Leute zahlen uns das vielfach zurück.
Patrick: Es ist auch toll, dass wir durch Facebook und Co. immer direktes Feedback von den Fans bekommen. Auch bei den Konzerten bekommen wir die ganzen positiven Reaktionen zu spüren. Wir wollen und werden immer eine Band bleiben, die für die Fans da ist, und sei es, dass wir einfach selbst am Merchstand stehen und mit den Leuten quatschen. Das ist uns wichtig und dafür leg ich meine Hand ins Feuer.
Daniel: So ist es! Die Fans sollen mit einem guten Gefühl von einem Konzert heimgehen können. Wenn das der Fall ist, dann haben wir unsere Aufgabe gut gemacht.

Mehr: Band des Monats April: Tagtraeumer

Stichwort: Konzert. Derzeit befindet ihr euch auf kleiner Club-Tour durch Österreich mit Tagtraeumer und Solarjet. Gibt es schon konkrete Pläne für 2016? Worauf können sich die Leute freuen?
Patrick:
Ja die gibt es! Wir gehen definitiv Anfang 2016 noch mal auf Club-Tour durch Österreich und werden vor allem in Orten spielen, die jetzt leider nicht im Programm sind. Außerdem sind die ersten Deutschland-Shows in Planung und auch der Festival Kalender füllt sich schön langsam. Also man darf gespannt sein, außerdem basteln wir fleißig an neuen Songs und es sind auch schon richtig viele Ideen da.

Und warum darf man sich ein Kompass Nord Konzert auf keinen Fall entgehen lassen?
Julian:
Weil wir so hübsch sind!
Patrick: Weil die Songs live richtig Energie freisetzen und wir eine Pop Band sind, die live aber eigentlich eine Rockband ist.

Vielen lieben Dank für das Interview! Wir wünschen euch weiterhin alles Gute und freuen uns schon auf eure kommenden Shows!

Photos: (c) JOLLY SCHWARZ Photography
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