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Band des Monats März – 22Lights

Band des Monats März – 22Lights

22Lights (Facebook) aus Wien starten mit voller Power ins Jahr 2015. Gerade erst erschien ihr erstes Album Gold und aktuell sind sie in zwei österreichischen Bandwettbewerben dabei und auf Erfolgskurs. Grund genug für uns, das Quartett ein wenig auszuquetschen!

Hallo ihr Lieben! Euer Debütalbum Gold ist seit Anfang Februar erhältlich. Was habt ihr bisher für Feedback dafür bekommen?
Gabi: Durchwegs positives Feedback. Am meisten freuen mich Rückmeldungen wie: „Ich fand’s ja
anfangs schon cool, aber bei jedem Mal anhören gefällt’s mir noch besser!“
Patrick: Mich freut besonders, dass es Leuten mit unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben
gefällt. Sowohl eingefleischten Metallica Fans als auch Kate Nash Liebhabern…

Ihr hattet eine Crowdfunding Aktion, um das Pressen des Albums zu finanzieren. Wie erfolgreich wart ihr damit und könntet ihr euch vorstellen, das bei der nächsten Platte wieder zu machen?
Gabi: Leider hat das nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben, weil das Ganze organisatorische Gezeter dort zu lange gedauert hat und sich mit dem Release dann im Endeffekt überschnitten hat. Ich glaube ob wir’s noch mal machen bereden wir dann, wenn’s so weit ist.

Wie man in eurer Biografie nachlesen kann, hört ihr privat alle verschiedene Musikrichtungen. Müsst ihr da viel diskutieren, um bei euren eigenen Songs auf einen grünen Zweig zu kommen oder geht das doch reibungslos?
Gabi: In der Bio haben wir’s auf die grundlegenden Geschmäcker herunter gebrochen. Wir überschneiden uns dann aber doch sehr häufig und sind uns bei vielen Künstlern und Bands einig, dass sie tolle Musik machen. Und ich glaube wir finden alle, dass Vielfalt bereichert.
Patrick: Ich für meinen Teil habe meine musikalischen Wurzeln (Rock, Funk, Hendrix, Peppers, …) und fühl mich in denen zwar am meisten zu Hause, geh aber gern auf verschiedenste musikalische Reisen! Ich glaube, dass wir alle einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack haben.
Lukas: Außerdem sind wir alle musikalisch sehr offen, und wenn jemand eine Songidee den anderen vorstellt, versucht jeder von uns, so musikdienlich wie möglich dazuzuspielen. Die Frage, wie man die Musik mit seinem Part am besten unterstützt, steht für uns immer im Vordergrund.

Was verbindet ihr mit dem Wort „gold“? Wieso habt ihr euer Album so genannt?
Patrick: Mein Gemächt…
Gabi: (lacht) Wir hätten ja auch noch zwei andere Kandidaten gehabt: „Buy me“, hätten wir sehr witzig gefunden oder „Unavailable“, das wäre aber wahrscheinlich eher kontraproduktiv gewesen. Nein im Ernst, es war einfach passend. Kurz und bündig.
Lukas: Und da es unser Debütalbum ist, und wir nach langer harter Arbeit endlich unser erstes gemeinsames Baby rausgebracht haben, hat es für uns doch irgendwie einen besonderen Wert.

Apropos Gold und glänzend. Die diesjährigen Oscars wurden verliehen. Abgesehen von den nominierten Filmen, zu welchem Film/Genre würdet ihr gerne die Filmmusik schreiben?
Patrick: Zu jedem Quentin Tarantino– und Robert Rodriguez-Film.
Lukas: Whiplash (lacht) Nicht, weil er ein vollkommen falsches Bild vom Musikstudium, vom Schlagzeug spielen oder von Musik generell vermittelt. Ich find die Soundtracks der alten Blaxploitation-Filme aus den 70ern wie Shaft oder Truck Turner extrem gut, so einen hätt ich gern mal geschrieben. Ich hoffe Tarantino ruft mal an, der steht eh auf sowas. (lacht)
Gabi: Ich sag nur Disney…

Und noch eine Frage, die bei dem Stichwort „gold“ einfach sein muss: Wie habt ihr das Kleid gesehen – gold/weiß oder blau/schwarz?
Gabi: Es lebe die Werbung! (lacht)
Lukas: Blau/goldbraun, zählt das auch?

Neulich war ich als einziges Huhn mit lauter Hähnen unterwegs und habe festgestellt: Männergespräche sind nichts für empfindliche Frauenohren. Hast du auch solche Momente, wenn du mit den Jungs unterwegs bist, Gabriela?
Gabi: Nein, solche Momente gibt’s nicht mehr, mich kann so gut wie nichts mehr schocken. Ich bin seit vielen Jahren meistens allein unter Männern und ich find’s eigentlich echt interessant, wie anders ein männliches Hirn tickt und denkt, und versuch es für mich als Frau zu nutzen! (lacht) Bei 22Lights gibt’s da sowieso keinen Unterschied mehr, ob ich weiblich bin oder nicht. Wir sind mittlerweile ein bisschen wie Geschwister und gemeinsam Meister des Blödsinn-redens. Und falls es mir doch mal zu viel wird, sing ich einfach laut vor mich hin.

Und wie geht’s euch Jungs umgekehrt? Wie kommt ihr mir Gabrielas „typisch weiblichen“ Eigenschaften klar?
Lukas: Die Gabi bemüht sich eh, so männlich wie möglich zu sein. (lacht)
Patrick: Wir treffen uns einmal im Monat zum Raufen…

Momentan seid ihr voll in Bandcontest-Stimmung und gleich bei zwei Wettbewerben dabei. Bei beiden konntet ihr bereits in den ersten Vorentscheiden die Jury überzeugen und in die nächste Runde einziehen. Was sind eurer Ansicht nach Vor- und Nachteile eines Contests?
Lukas: Die Vorteile: Man kann sich mit ein bisschen Glück schon eine kleine Fanbase aufbauen, wichtige Kontakte knüpfen und austesten, wie man live beim Publikum ankommt, vor allem im Direktvergleich zu den anderen teilnehmenden Bands, und daraus wichtige Erkenntnisse gewinnen. Man darf es halt nicht als Wettbewerb sehen. Musik ist kein Wettbewerb.
Patrick: Es lernen uns einfach viele neue Leute kennen. Wenn auch als Rivalen ihrer Lieblinge, sie lernen uns kennen.

Wo wir gerade bei Contests sind: Nicht mehr allzu lang und der Eurovision Song Contest findet in Wien statt. Freut ihr euch auf das Event oder seid ihr keine Fans?
Patrick: Jegliche Form von Lebenszeichen der österreichischen Musikwelt ist von Vorteil und freut mich!
Lukas: Ich freue mich, dass einige Bekannte von mir durch den Contest beziehungsweise die Vorausscheidungen sehr viel in die Medien gekommen sind und Aufmerksamkeit bekommen haben. Der Contest an sich interessiert mich allerdings nicht.

Habt ihr euch das Instrumentespielen beziehungsweise Singen eigentlich selbst beigebracht oder hattet ihr mal Unterricht?
Gabi: Ich hab schon viel Unterricht genommen, also Musikschule, Chor und Studium, aber auch sehr viel selbst erarbeitet. Sowohl beim Singen als auch am Klavier.
Patrick: Wir haben alle Jazz studiert. Vor dem Studium hab ich mir, was die Gitarre betrifft, das Meiste allerdings selbst angeeignet, und da bin ich sehr froh darüber. Ich hatte auch ab vier Jahren Klavierunterricht und als Teenager Schlagzeugunterricht.
Lukas: Ich hatte zehn Jahre Unterricht in einer Musikschule und hab vier Jahre lang Schlagzeug studiert. Das ist sehr viel dafür, dass ich nur auf irgendwelche Trommeln hau, ich weiß, aber war eben anscheinend notwendig. (lacht)

Jeder hat nun einen Satz zur Verfügung, um euch und eure Musik zu beschreiben. Los!
Gabi: Laut und leise, ganz viele emotionale und schräge Momente und eine große Portion wir selbst sein dürfen.
Patrick: Energie, die Farbe blau, originell, schön, „moi wos ondas“!
Lukas: Unsere Musik ist bunt, tanzbar, dynamisch, emotional, ehrlich, eigenartig, und vor allem entsteht sie nicht aus einem Einheitsbrei-Popsong-Kompositionsrezept.

Zu guter Letzt: Was sind eure Wünsche und Ziele für das Jahr 2015?
Lukas:
Möglichst viele Leute zu erreichen mit unserer Musik und immer den Spaß und die Leidenschaft zu behalten.
Patrick: Vor so vielen Leuten wie möglich spielen!
Gabi: Es soll einfach weitergehen.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen euch für die Zukunft nur das Beste!

 

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