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Band des Monats November – The Buffalo Bells

Band des Monats November – The Buffalo Bells

In zwei Jahren hat die Amstettner Countryband The Buffalo Bells (Facebook) es geschafft, sich nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und Tschechien einen Namen zu machen und haben zusätzlich auch noch den Austrian Country Music Newcomer Award 2015 gewonnen. Und das alles ohne einen Longplayer, denn die Band hat bisher erst eine EP Through Desert To Nowhere (Soundcloud) aufgenommen. Wie sie das geschafft haben, könnt ihr hier nachlesen.

The Buffalo Bells – Das Interview

Wenn Freunde beschließen eine Band zu gründen, geht das in Österreich normalerweise eher in Richtung Rock oder Metal. Wie kam die Idee eine Countryband zu formieren?
Ja das stimmt vor allem in unserem näheren Umfeld gibt es viele Bands aus den Genres Punk, Metal und Rock. Es lohnt sich übrigens die Amstettner Musikszene im Auge zu behalten! Hier sind echt einige Hammer Bands am Start. Aber zurück zur Frage, da vor allem Roman schon mit Musik von Elvis, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis usw. aufgewachsen ist und seither eine untrennbare Verbundenheit und Liebe für deren Musik hegt, lag für ihn der Schluss nahe selbst eine Band zu gründen bzw. lies es sich nicht vermeiden. Zum Thema Genre, tun wir uns allgemein eher schwer unsere genaue Zugehörigkeit zu definieren. Roman hat irgendwann begonnen seinen Gesang mit„dürftigem“ Gitarrenspiel zu begleiten und daraus sind die ersten Songs entstanden. Dabei hat er eigentlich gar nicht versucht einem bestimmten Genre zu entsprechen. Die Songs klingen einfach so wie sie klingen. Seit die Band durch Jakob, Ulrich, Peter und Sophie, die alle ihre Einflüsse aus teils unterschiedlichsten Musikrichtungen einbringen, komplettiert ist, entstehen Songs die so klingen, wie sie aktuell auf unserer EP zu hören sind. Das ist die mehr oder weniger aufregende Geschichte wie der Buffalo Sound entstanden ist. Vereinfachend haben wir uns allgemein für die Bezeichnung Rock’n’Country entschieden, da man sich unter diesem Begriff zumindest einigermaßen vorstellen kann was auf einen zukommt.

Ihr habt einen Raketenstart hingelegt. Ausverkaufte Shows, fast 3000 Fans auf Facebook, und Gigs im Ausland. Was ist das Geheimnis eures Erfolges?
Wir legen großen Wert auf die Nähe zum Publikum und darauf, so oft wie möglich auf der Bühne zu stehen. Für uns sind Gage und besondere Konditionen nicht unbedingt vorrangig, wir wollten einfach: spielen, spielen, spielen. Unsere Leidenschaft zur Musik und das Erlebnis live vor den unterschiedlichsten Menschen zu performen stehen bei uns im Vordergrund. Booking und viele Shows quer durch Österreich und die umliegenden Länder braucht natürlich auch extrem viel Engagement. Dieses aufzuwenden gehört für uns einfach dazu und wird durch die coolen Shows im Ausland und zu Hause belohnt. Natürlich sind wir mittlerweile auch menschlich zusammengewachsen. Sophie und Peter sind ohnehin Geschwister, aber insgesamt gesehen sind wir schon so etwas wie eine kleine Familie. Gerade wenn man gemeinsam auf Tour ist, ist man Tag und Nacht beisammen, da kann man einfach nicht anders als miteinander auszukommen. Ein gutes Bandklima ist das A und O, was bei uns auch der Fall ist.

 

Nun habt ihr auch noch den Austrian Country Music Newcomer Award 2015 eingeheimst. Wie kam es dazu?
Wir hatten die Ehre am European Country Festival 2015 in Kössen vor 3000 Leuten zu spielen, worauf viele Leute auf uns aufmerksam wurden. Durch ein Voting, an dem sich jede/r beteiligen konnte wurden wir komplett überrascht gleich in drei Kategorien für den ACMF-Award nominiert: beste Newcomer-Band 2015, beste österreichische Band 2015 und beste österreichische Sängerin 2015. Vergangenes Wochenende erfolgte dann die Awardverleihung im Rahmen einer Gala. In 25 Minuten Spielzeit mussten wir unser Bestes geben und eine Fachjury von unserem Können überzeugen. Schließlich bekamen wir den Austrian Country Music Newcomer Award 2015 verliehen und sind somit frischgebackene Musikpreisträger. An dieser Stelle wollen wir uns auch bei allen Fans bedanken, die für uns gevotet haben und uns seit Beginn unterstützen.

Welche Unterschiede habt ihr bei euren Gigs gemerkt? Wie ist das Publikum in Deutschland, wie in Tschechien, wie in eurer Heimatstadt Amstetten?
Erstmal großes Lob an unsere Fans der ersten Stunde aus unserer Heimatstadt, die uns von Anfang an so toll supporten. Da wir mittlerweile auch schon nicht mehr nur auf nationalem Boden unser Unwesen treiben, sondern auch das Glück hatten, in anderen Ländern viele verschiedene Menschen und Musikerkollegen kennenzulernen, standen wir auch schon vor vielen unterschiedlichen Zuschauern auf der Bühne, die uns glücklicherweise bisher alle mit offenen Armen empfangen haben. Und übrigens über jedes Klischee hinaus: das deutsche Publikum ist beispielsweise entgegen manchen Vorurteilen weder steif noch distanziert. Wir haben die Deutschen bei unseren Besuchen eher als offen und feierwütig erlebt! Die gingen sozusagen ab wie „Schmidts Katze“. Die Tschechen sind sowieso ein Traumpublikum. Von Anfang an top motiviert dabei, und vor allem auch aufgeschlossen für Bands von denen sie noch nie gehört haben. Mittlerweile haben wir auch im Ausland kleine Heimspiel-Zentren wo wir immer mit offenen Armen empfangen werden und gerne immer wieder kommen.

(c) Daniel Aigner

(c) Daniel Aigner

 

Wo habt ihr bisher am liebsten gespielt, bzw. welcher Auftritt war euer bester?
Grundsätzlich spielen wir überall gern wo man uns die Gelegenheit gibt, am liebsten natürlich auf Bühnen mit guter Anlage vor großem Publikum (haha). Unser bester Auftritt war vermutlich die Tourabschluss – Liveaufnahme einer noch nicht veröffentlichten CD im Greif in Lünen bei Dortmund. Die Stimmung am Ende der Tour war nicht zuletzt wegen unserer treuen Fans in Lünen der Hammer. Da müssen wir allerdings noch die dreieinhalb Stunden Material zuschneiden und mastern. Auch das European Country Festival in Kössen war der absolute Hammer.

Das Klischee sagt ja, dass in Countrymusik nur Autos, leicht bekleidete Mädchen und Gott besungen werden. Was haltet ihr von diesem Klischee?
Von Klischees halten wir grundsätzlich eher wenig. Es mag schon sein, dass es nach wie vor Countrymusiker mit einer gewissen Affinität für solche Dinge gibt (haha), aber wir bezeichnen uns selbst nicht als klassische Countryband und sind dadurch auch nicht an genrespezifische Merkmale gebunden. Wir versuchen möglichst unseren eigenen Weg zu gehen und neue Richtungen einzuschlagen. Was dabei herauskommt wird sich zeigen.

Was sind eure Pläne für die Zukunft und wann kommt der erste Longplayer?
Wie bereits erwähnt zum einen die Live-CD und zum anderen planen wir für 2016 ein richtig fettes  Album. Dazu kommen dann noch einige Singles bzw. Musikvideos in nächster Zeit. Natürlich darf das Live spielen 2016 auch nicht zu kurz kommen. Geplant sind neben zahlreichen nationalen Konzerten noch eine Deutschlandtournee, wo wir unter anderem eingeladen sind in einem bayrischen Gefängnis zu spielen, sowie Festivals in Österreich, Deutschland der Schweiz und weitere Shows im europäischen Raum. (Tschechien, Belgien, Holland, Russland)

Ihr spielt sogar in einem Gefängnis? Somit kommt ihr eurem Idol Johnny Cash einen kleinen Schritt näher. Vielen Dank für das Interview.

Live sind The Buffalo Bells am 1. Dezember im Café Carina in Wien und am 5. Dezember im Bart in Timelkam zu bewundern.

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