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Beefcake: Aller Anfang ist schwer

Beefcake: Aller Anfang ist schwer
Beefcake Früher war ich nie wirklich begeistert von Sport, dafür umso mehr von all den Schmankerln und Gaumenfreuden, die unser Planet so zu bieten hat. Ich war (und bin es immer noch) ein Allesfresser und leider Gottes auch ein Fass ohne Boden. Zu viel Futter gibts bei mir nicht und Reste findet man nur selten in meinem Kühlschrank. Dazu kam noch, dass ich viel zu wenig Wasser trank und kaum Obst oder Gemüse verzehrte. Das alles führte dazu, dass ich ziemlich dick wurde und auch immer unzufriedener mit mir selbst. Ich wollte immer schlank sein und so aussehen, wie die ganzen Models in den Zeitschriften (gesellschaftlicher Druck buhu), meine Verfressenheit und Mama’s gute Küche waren da keine große Hilfe.

Auch meine sportlichen Aktivitäten waren anfangs eher sporadisch und ich hab mich doch eher nur selber belogen. Ihr kennt das ja, man nimmt sich vor, zu Hause jeden Tag ein paar Übungen zu machen, um sich dann noch eine Stunde am Hometrainer abquälen zu können. Aber mal ganz ehrlich: wer von euch macht das dann wirklich? Ich habs jedenfalls nicht durchgezogen und verfiel wieder in meinen üblichen Trott.

Nach meiner Matura 2012 zog ich von zu Hause in meine eigene Wohnung in Linz und wie das halt so ist, hab ich fast jeden Tag Pasta gekocht. So ging’s gut ein Jahr dahin, auch mein Fleischkonsum war eindeutig zu viel. Das Jahr darauf, im September 2013, hat mich dann mein Bruder mit ins Fitnessstudio geschleppt, um mir ein paar Übungen zu zeigen: Kreuzheben, Kniebeugen, Bankdrücken, etc. So viel geschwitzt hab‘ ich in meinem ganzen Leben noch nicht und mein Muskelkater war kaum auszuhalten. Er war so schlimm, dass ich mich irgendwie kopfüber hängen musste, um mein Top und den Sport-BH ausziehen zu können. Ich konnte meine Arme nicht mehr ordentlich heben – sie waren wie Gummi. Da habe ich dann zum ersten Mal gemerkt, wie wenig in Form ich bin und wie gut so ein Muskelkater eigentlich tut. Da spürt man halt noch, dass man was getan hat.

Also beschloss ich, noch einmal mit meinem Bruder mitzugehen und mich dann gleich beim Studio einschreiben zu lassen. € 20,00 im Monat sind doch verkraftbar, vor allem, wenn man eh regelmäßig hingeht. Tja, das war halt am Anfang leider nicht ganz so. Viel zu oft blieb ich im Bett und überzeugte mich selber, dass ich „eh später noch gehen werde“. Nope, hab ich nicht gemacht. Nach zwei oder drei Monaten hat mich dann der Rappel gepackt und seitdem gehe ich wirklich drei bis vier Mal die Woche trainieren. Zu Hause schwing ich mich dann noch zwei mal in der Woche für eine Stunde auf den Hometrainer.

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Ich hab auch meine Ernährung komplett umgestellt. Ich esse viel mehr Obst und Gemüse, Fleisch kommt bei mir 1-2 mal pro Woche auf den Tisch und Süßes habe ich (zum Großteil) komplett aus meiner Ernährung gestrichen (fällt jetzt im Sommer natürlich besonders schwer). Ich probier‘ so ziemlich jedes Rezept aus, das ich mir unter die Nägel reissen kann. Da hab ich auch schon einiges an Griffen ins Klo erlebt, Chaos in meiner Küche gestiftet und meine Mutter zur Weißglut gebracht. Aber ich muss auch sagen, seit ich ausgezogen bin und das verflixte Pasta-Schweinekotelett-Jahr überlebt habe, habe ich meine Kochkünste perfektioniert und schon vielen Menschen mit meinen Gerichten Freude bereiten können.

Außerdem hab ich mittlerweile auch schon einiges an Gewicht verloren (ich hab keine Waage daheim, aber nach gut zwei Jahren bin ich von Kleidergröße 46 auf 40 geschrumpft). Mein Ziel hab‘ ich dennoch immer noch nicht erreicht und viel zu oft gibt es Tage, an denen ich sehr unzufrieden mit mir selber bin. Das gehört allerdings dazu und das will ich in meiner Kolumne allen, denen es gleich ergeht, klar machen. Meine Kolumne (die übrigens unter dem Namen Beefcake stehen wird) soll Spaß beim Lesen machen, Freude bereiten, Mut, Tipps und außergewöhnliche Rezepte bieten. Jeder hat mal einen Durchhänger und manchmal macht man halt mehr Unordnung in der Küche als einen kulinarischen Hochgenuss.

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Doris Arnusch
Reps for Jesus!
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