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Codename S.T.E.A.M. im Test

Codename S.T.E.A.M. im Test

Codename S.T.E.A.M. (Homepage) von Entwickler Intelligent Systems und Publisher Nintendo macht uns seit 15.05.15 auf dem Nintendo 3DS Dampf unterm Allerwertesten. Es gilt unter der Führung von Abraham Lincoln außerirdische Invasoren von unserem schönen, heißwasserbetriebenen Planeten zu verdrängen, logisch, oder?

Können wir die Erde retten? Ist Codename S.T.E.A.M. euer Geld wert? Werden wir im Laufe des Tests aufhören schlechte Dampf-Witze zu reißen? All das erfahrt ihr hier.

Abraham Lincoln, Aliens und B-Movie-Feeling

Wir befinden uns in einer alternativen Steampunk-Version von London. Der Verkehr nimmt überhand, weswegen als Feier des Tages eine neue Brücke eröffnet werden soll. Zur Sicherheit stehen mehrere Soldaten mit ihrer dampfbetriebenen Ausrüstung bereit, um die Szenerie zu überschauen.

Unmengen an Dampf für ein Hallelujah – mit diesem Trupp retten wir die Welt. ©Nintendo

Unmengen an Dampf für ein Hallelujah – mit diesem Trupp retten wir die Welt. ©Nintendo

Plötzlich bebt die Erde und wir müssen uns direkt als Protagonist Henry Fleming mit den unliebsamen Aliens auseinandersetzen. Im weiteren Verlauf treffen wir auf einen Bekannten, mit dem zusammen wir von Präsident Abraham Lincoln höchstpersönlich zur namensgebenden Spezialeinheit S.T.E.A.M. (Strike team eliminating the alien menace) ernannt werden.

Von hier an wächst unsere Spezialeinheit stetig, wodurch unsere Möglichkeiten in der Schlacht durch unterschiedliche Fähigkeiten der Mitglieder zahlreicher werden. So ziehen wir also in großartiger Comicgrafik in den Kampf gegen die feindlichen Fremdlinge aus fernen Galaxien.

Dampfbasierte Strategierunden

Diese Schlachten sehen folgendermaßen aus: Wir werden auf einem Ende des Levels platziert, müssen an das andere Ende und haben eine Horde Aliens zwischen uns und dem Ausgang. Hier arbeiten wir uns über quadratische Felder vor, wobei jede unserer Aktionen Dampf verbraucht, welchen wir auch zum Angriff brauchen.

Quadratisch, praktisch, gut. Auf Vierecken gehts Richtung Sieg. ©Nintendo

Quadratisch, praktisch, gut. Auf Vierecken gehts Richtung Sieg. ©Nintendo

Als besonderes taktisches Instrument kommt hier der sogenannte Overwatch-Modus ins Spiel. Jedesmal, wenn einer unserer Soldaten sein Dampfreservoir nicht vollständig verbraucht hat, fungiert er während der gegnerischen Runde als eine Art stationäres Geschütz, und verschießt seine restliche Munition ohne unsere Beihilfe bei Blickkontakt.

Somit lohnt es sich, nicht zu weit zu laufen, um in der gegnerischen Runde nicht als wehrloses Kanonenfutter dazustehen.

Hier ist allerdings Obacht geboten, da natürlich auch unsere unwirschen E.T.-Pendants diese Möglichkeit zu ihrer Verfügung haben, und wir so nicht nur einmal blindlings in eine Falle gelaufen sind.

Verdampft und zugenäht

Cooles Setting? Check! Durchdachtes Kampfsystem? Check! Stylische Optik? Check!

Was stört uns also an Codename S.T.E.A.M.?

Als wir zu spielen begonnen haben, waren wir noch hin und weg von der Comic-Grafik und dem coolen Setting. Leider geht aber auch das vorbei, und es wurde uns immer bewusster, dass so gut wie keine Charakterentwicklung oder interessante Storywendungen stattfinden.

Es ist offensichtlich, dass man sich hier viel zu sehr auf die coole Steampunk-Umgebung und den B-Movie-Flair der Abe-vs-Aliens Thematik verlassen hat, ohne dabei an die Geschichte zu denken, die man damit erzählen will.

Vom Gameplay her gibt es weniger Mängel, aber leider bleibt auch hier nicht alles kritikfrei.

Man ist ständig am Überlegen, ob man noch ein paar Felder vorrücken will, und dabei riskiert, wehrlos zu sein, oder ob man auf Nummer sicher geht. Dies macht die Gefechte spannend und unterhält super.

Tod von oben! Höhenunterschiede bringen Abwechslung in die Gefechte. ©Nintendo

Tod von oben! Höhenunterschiede bringen Abwechslung in die Gefechte. ©Nintendo

Leider ist es allerdings oft nicht möglich, einzuschätzen, wie weit Gegner ziehen können, oder was sich hinter Wänden befindet. So geht der taktische Anspruch leider sporadisch gegenüber einem Trial-and-Error-Prinzip flöten. Dies ist dankenswerterweise aber sehr selten der Fall.

Fazit

Kann man Codename S.T.E.A.M. also empfehlen? Kurze Antwort: Jein.

Erwartet euch hier bitte kein storytechnisches Meisterwerk a la Fire Emblem, und erst recht keine emotionale Verbindung mit eurem Team. Hier könnten genausogut Schaufensterpuppen kämpfen, und es wäre nichts an Persönlichkeit verloren gegangen.

Die Kämpfe funktionieren super, werden auf die Dauer allerdings etwas eintönig, da man hauptsächlich auf die Aktionen „Laufen“ und „Schießen“ beschränkt ist.

Was man hier allerdings findet ist ein sehr kurzweiliges Taktik-Rollenspiel mit Shooter-Elementen, welches kurze Schlachten bietet, und sich somit perfekt für Busfahrten etc. eignet.

Meisterwerk ist Codename S.T.E.A.M. entgegen meiner Hoffnungen keines geworden, und ich würde es auch nicht zum Vollpreis empfehlen, aber als amüsantes Spiel zum Zeit-totschlagen eignet es sich allemal. Dafür gibt es von uns 6 von 10 Gamerpunkten.

Codename S.T.E.A.M.

Releasedate: 15.05.2015
Plattform: Nintendo 3DS
Genre: Rundenstrategie, Shooter
Publisher: Nintendo
Entwickler: Intelligent Systems
Ungefähre Spieldauer: 8 Stunden
Spieler: 1-2
Für Fans von: Advance Wars, Valkyria Chronicles, Fire Emblem
PEGI: ab 12 Jahren
Preis: gesehen um 34,08 Euro

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