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Crimson Peak – Filmkritik

Crimson Peak – Filmkritik

Nach einem Ausflug in Science Fiction Gefilde mit seinem letzten Film Pacific Rim, kehrt Guillermo del Toro – vor allem bekannt durch Pans Labyrinth und Hell Boy – zurück zu seinen Wurzeln und erzählt mit Crimson Peak eine klassische Gruselgeschichte, der aber zu einem großen Teil eine Romanze zu Grunde liegt. Nicht umsonst betonte der Regisseur in mehreren Interviews, dass es sich bei seinem neuesten Film nicht um einen Horrorfilm, sondern vielmehr um eine „gothic romance“ handeln soll.

Der Inhalt des neuesten Werkes von del Toro ist schnell erklärt: die junge Edith lernt den charmanten Engländer Thomas Sharpe kennen, die beiden verlieben sich und ziehen gemeinsam mit dessen Schwester Lucille in deren abgelegenes Anwesen. Die Liebesidylle wehrt allerdings nicht lange, da Edith dort mehrmals von Geistern heimgesucht wird und auch die neue Schwägerin nicht unbedingt das Beste für sie will. So verwandelt sich das Leben der Protagonistin mehr und mehr zu einem Alptraum und sie versucht dem Spuk in ihrem neuen Heim auf die Spur zu kommen.

Wie schon eingangs erwähnt ist Guillermo del Toro mit Crimson Peak wieder in seine Wohlfühlzone zurückgekehrt, die sich bekanntlich eher im düster-schaurigen Spektrum befindet und mit allerhand Geistern und anderen unheimlichen Kreaturen gespickt ist. Hinzu kommt noch ein prominenter Cast, angeführt von Tom Hiddleston, Mia Wasikowska und Jessica Chastain, die allesamt in ihren Rollen überzeugen können. Daher könnte man meinen, dass der Film nur gut sein kann und eine Rückkehr zu alter Stärke für den detailverliebten Gruselregisseur bedeuten würde. Dem ist jedoch nicht ganz so und wie schon die meisten seiner vorherigen Filme, wird auch dieser die Meinungen des Publikums spalten.

Auf der Habenseite stehen der bereits erwähnte ausgezeichnete Cast, die gewohnt düstere Atmosphäre und eine enorme Detailverliebtheit im Bezug auf Schauplätze und Kostüme. Auch die Regiearbeit kann sich sehen lassen und weist ganz eindeutig die Handschrift Guillermo del Toros auf. Dem gegenüber lässt jedoch die Handlung an mehreren Stellen zu wünschen übrig und schafft es nur selten zu überraschen. Zudem wirkt Crimson Peak in die Länge gezogen und spart nicht mit unnützen Szenen, die kaum zum weiteren Verlauf beitragen. Auch der Grusel hält sich in Grenzen und begnügt sich mit ein paar Geistern, die hin und wieder zu sehen sind, ohne aber tatsächlich Eindruck zu hinterlassen.

Fazit

Zusammenfassend kann man den Film als gut gemeinten Beitrag zur diesjährigen Halloweensaison sehen, der aber nicht ganz an die besten Werke del Toros heranreicht und in absehbarer Zeit eher in Vergessenheit geraten wird. Wer also den Stil des Mexikaners mag und von seinen bisherigen Filmen begeistert war, wird auch mit Crimson Peak etwas anfangen können, der Rest wird aber leicht enttäuscht den Kinosaal verlassen und sich weiterhin mit Pans Labyrinth als dessen Vorzeigewerk begnügen müssen.

Crimson Peak

Kinostart: 15.Oktober 2015
Genre: Fantasy, Horror
Regisseur: Guillermo del Toro
Cast: Tom Hiddleston, Mia Wasikowska, Jessica Chastain
Land: USA
Dauer: 119 Minuten
Filmverleih: Universal
Für Fans von: Pans Labyrinth, The Devil’s Backbone

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