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Deichkind – TipsArena Linz

Deichkind – TipsArena Linz

Ein Geschwisterausflug der besonderen Art führte uns über die Kalkalpen in die Linz Oberösterreichs. Mit Unmengen an Partyknicklichtern, Müllsäcken und Klebeband pilgerten wir in die TipsArena zu der mit Spannung erwarteten Deichkind Show.

Eingehüllt in feinstem PVC, dekoriert mit grell leuchtenden Knicklichtaccessoires im Dreiecklook, mischten wir uns wie Penner ohne Grenzen unters Publikum. Obwohl wir uns ein paar fragenden Blicken frisch gestylter Hipster-Cliquen aussetzen mussten, vermutlich war es der Neid auf unsere Leuchtdreiecke, war die Stimmung gut. Der DJ oder besser gesagt VJ macht der wartenden Masse mit Tracks von Steve Aoki, Skrillex und Ferris MC ordentlich Feuer unterm Arsch, bevor die Leinwand endlich fiel und die Show losging.

Deichkind startete mit So’ne Musik in die folgende dreistündige Niveau-Achterbahnfahrt. Das anfangs mäßig interessierte Publikum formte mit den Händen Dreieck, blitze mit dem Smartphone, vor allem zur Freude der Social-Network-Gemeinde zu Hause vor dem Bildschirm, feuchtfröhlich durch die Gegend, naschte Gratis-Süßigkeiten von Fremden (Naschfuchs) und schipperte das Hoverkraft durch die gut besuchte TipsArena.

Auf der schlichten schwarz-weiß gehaltenen Bühne sorgten Kryptic Joe, Ferris MC und MC Porky auf Drehstühlen, Scootern, Trampolinen, und vielem mehr für höchst professionellste Choreografien im Stil des Cirque de Soleil und feierten Leider Geil in die Linzer Nacht hinein. Auch den Kontakt mit dem verschwitzten Publikum scheuten die Deichkinder nicht und so bildeten die Hamburger passend zu Nichts Mit Menschen eine Polonaise quer durch die tobende Menge.

Im weiteren Geschehen gab es neben der genialen Luftbahn Performance wieder ein paar Klassiker aus den früheren Zeiten der Hamburger (Komm Schon, Bon Voyage), bevor die Band mit ihren überdimensionalem Fass (Roll Das Fass Rein) das Publikum überrollte. Um den nun aufgetretenen Durst des Publikums zu stillen, wurde es zu Prost mit edlem Gebräu aus der Deichkind-Zitze versorgt, bevor es ans abschließende Limit getrieben wurde.

Den Fulminaten Abschied vom Linzer Publikum gab es mit viel Krawall und Remmi Demmi (Yippie Yeah) und Unmengen an Federn. Und nachdem der letzte Schluck Gerstensaft getrunken, der letzte Tropfen Schweiß geschwitzt und das letzte Knicklicht erloschen war, wurde es Zeit für die Penner ohne Grenzen den Heimweg anzutreten.

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