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Der enemy.at Guide für das Waves Festival 2015

Der enemy.at Guide für das Waves Festival 2015

In nicht einmal einer Woche beschallt das Waves Festival drei Tage lang die Wiener Innenstadt und den Ring mit Bands, die 2016 dann der richtig heiße Scheiß werden. Innovation wird groß geschrieben und bei der ganzen Fülle an neuen Namen verliert man leicht den Überblick. Deshalb haben wir uns das ganze Booking und den Timetable angesehen und versorgen euch hier mit einem kleinen Guide, wie ihr eure Zeit am Festival bestmöglich planen könnt.

Da das Waves dieses Jahr den fünften Geburtstag feiert, könnt ihr schon am Mittwoch die Woche teilen und im Festival Centre in der Alten Post das längste und anstrengendste Fortgehwochenende des Herbstes beginnen. Außerdem ist der Mittwoch der einzige Tag, an dem nur eine einzige Bühne bespielt wird und man sich nicht zerreißen muss, um alles zu sehen. Und überhaupt ist der Eintritt frei und eine Spende von 3€ geht an die Flüchtlingshilfe. Lange Rede, kurzer Sinn: See you there. Alle Infos hier.

Donnerstag, 1. Oktober

Der erste (echte) Festivaltag beginnt schon am späten Nachmittag. Falls ihr den Film Chucks noch nicht gesehen habt, dann solltet ihr um 17 Uhr im Stadtkino im Künstlerhaus sitzen. Ich habe ihn bei der von VICE präsentierten Vorpremiere genießen dürfen und es ist wirklich ein wunderbarer Film geworden, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Cornelia Travnicek, der ihr übrigens am gleichen Tag noch beim Lesen zuhören könnt. Stagetime: 21:45, ebenfalls im Stadtkino.

Musikalisch werde ich den Abend bei dem polnischen Elektronik-Duo Xxanaxx im Haus der Musik beginnen. Eine bessere Untermalung des obligatorischen hippen After-Work Spritzers kann ich mir nämlich kaum vorstellen.

Das Aushängeschild der israelischen Indieszene, Sun Tailor, sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Die Band rund um Frontmann Arnon Taor spielt ab halb acht im Künstlerhaus Basement.

Die erste Band aus Österreich, auf die ich mich richtig freue, sind dann Hearts Hearts, vielleicht noch besser bekannt unter ihrem alten Namen Ford Madox Ford. 20:30 im Künstlerhaus. Dort sein. Zuhören. Genießen. Glücklich sein.

Danach beginnt die wirkliche Zerreißprobe. Ant Antic sind eigentlich ein Pflichttermin, fast gleichzeitig spielen aber RDGLDGRN (gesprochen Red Gold Green) aus den USA, die auch ziemlich super klingen und auch auf meiner Must See Liste stehen.

Ab 23 Uhr möchte ich mich in drei Teile aufspalten. Mother’s Cake, Little Boots und Oddisee. Drei Bands, drei verschiedene Stile. Rock, Elektropop, Hip Hop. Alle drei großartig. Das erste große Dilemma. Vermutlich wird die spontane Stimmung entscheiden, wo es hingeht. Falsch machen kann man eigentlich nichts, egal, wen man sich schlussendlich ansieht.

Ausklingen lass ich den Abend dann bei Adi Ulmansky im Künstlerhaus Basement. Die israelische Rapperin und Produzentin war dieses Jahr bereits mit Bilderbuch auf Tour und darf nun Solo in Wien aufspielen.

Mehr: Bilderbuch im Interview

Auf dem Heimweg mit der von Houztekk gehosteten Rave Tram wird das Hirn noch von Nutrasweet beschallt, bevor endgültig der erste Festivaltag zu Ende geht.

Den ganzen Timetable für Donnerstag könnt ihr hier downloaden.

Freitag, 2. Oktober

Eine Pause wird auch am zweiten Tag nicht möglich sein. Nachdem der Fokus des Festivals dieses Jahr auf den Ländern Estland, Lettland und Litauen liegt, könnte man den musikalischen Teil am Freitag zum Beispiel eher ruhig beginnen – und zwar mit der estischen Folkmusikerin Mari Kalkun. 18:30 im Haus der Musik.

Für Filmfans gibt es am Freitag die großartige Dokuserie Hip Hop in the Holy Land zu sehen, inklusive Q&A mit dem Moderator und Co-Regisseur Mike Skinner, auch bekannt unter seinem leider eingestellten Projekt The Streets. Ebendieser spielt dann ein paar Stunden später das Schlussset in der Alten Post, genauer gesagt von 00:45 – 02:15, was ziemlich sicher ziemlich brachial wird.

Das Badeschiff sollte man auch nicht auslassen am Freitag. Elephants From Neptune, eine weitere Band aus Estland, bringen auf jeden Fall die Füße in Bewegung. Gleich darauf spielt Marco Kleebauer, dem man schon am Vorabend bei Ant Antic auf der Bühne sehen konnte, mit seinem Soloprojekt Karma Art.

Danach kann man sich entweder den Vortrag von Jonas Engelmann über das Verhältnis von Popkultur und jüdischer Identität im Café Prückl anhören, oder man tanzt weiter. Zum Beispiel zu Sizarr im Haymarket. Ersterer liest ab 21:00, Letztere beginnen eine Viertelstunde später.

Ganz besonders freue ich mich auf den Auftritt der britischen Band Coasts. Diese dürfen ihre großartige Musik in einer der großartigsten Locations präsentieren, nämlich im Porgy & Bess. Viel Zeit bleibt aber leider auch hier nicht, denn direkt danach muss man schnellstmöglich in die Alte Post, um eine ganze Stunde Austra zu genießen. Die kanadische Künstlerin ist zweifellos eines meiner ganz persönlichen Highlights. Obwohl Honne auch gleichzeitig spielen. Zeitmanagement is a bitch.

Mehr: Sizarr im Interview

Den ganzen Timetable für Freitag könnt ihr hier downloaden.

Samstag, 3. Oktober

Nachdem der dritte Tag bekannterweise der härteste ist, weil müde und verkatert, beginnen wir mit dem Film What Difference Does It Make?, der im Rahmen der Red Bull Music Academy gedreht wurde und die Herausforderungen untersucht, die ein Leben in der Musikszene mit sich bringt. Filmstart ist um 18 Uhr im Café Prückl, was ziemlich super ist, weil man nebenbei das Gehirn mit Triple Espressi wieder rebooten kann.

Danach geht es sehr österreichisch im Künstlerhaus weiter. Im Basement spielen ab 20 Uhr Like Elephants und direkt danach Cardiochaos in der Passage. Den Hattrick voll machen dann Inner Tongue, ebenfalls wieder im Basement.

Am letzten Festivaltag spielt außerdem die lettische Band Dagamba ab halb 11 im Künstlerhaus – mit ihrem Mix aus Klassik, Rock, World und Popmusik und einer Besetzung mit zwei Cellis, einem Klavier und Percussion sind sie sicher eine besondere Empfehlung.

Back in den Partymode bringen uns dann die feierwütigen Engländer. Zuerst Kero Kero Bonito und direkt im Anschluss Ebony Bones. Beides weird. Beides tanzbar. Beides im Porgy & Bess.

Abschließend lassen wir unser Synapsen noch einmal elektronisch massieren. Zuerst von und mit Austrian Apparel und direkt danach endgültig von Kane West (nein, hier fehlt kein Y).

Den ganzen Timetable für Samstag könnt ihr hier downloaden.

Und dann war es das vom Waves Festival 2015. Nach einer abschließenden Fahrt in der Rave Tram inklusive FM4 DJ-Line haben wir uns alle einen Seriensonntag verdient.

Oh, wait.

Nein, haben wir nicht. Es sind zwar am Sonntag keine Festivalshows mehr, aber es gibt gratis Workshops und Präsentationen. Alle Infos dazu gibt es hier.

Hoffentlich erleichtert euch dieser kleine Guide ein wenig die Planung für das Waves Festival. Hier gibt es außerdem noch einmal unsere Spotify Playlist mit den Acts – viel Spaß und bis bald!

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