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Deutsch-österreichische Freundschaft: Konzerttipps für Jänner

Deutsch-österreichische Freundschaft: Konzerttipps für Jänner

Neues Jahr, neues Glück – der Weihnachtstrubel ist vorbei, man hat sein ganzes Geld für Geschenke und den ein oder anderen feucht-fröhlichen Abend in der dörflichen Stammkneipe mit alten Schulkollegen auf den Kopf gehauen und dabei steht Silvester erst noch vor der Tür. Doch so manche Eltern/Großeltern/Patenonkel- und Tanten kennen dieses Dilemma der jüngeren Generation und päppeln netterweise das leer geräumte Bankkonto mit einer kleinen Finanzspritze auf. Und wie könnte man dieses Geld besser investieren, als in eine Fahrt nach München zu einem guten Konzert!

Konzerttipps für Jänner

2.01.16

Gleich nach Jahreswechsel startet das Muffat Winterfest 2016. Auf drei Bühnen – Muffathalle, Ampere und Muffatcafé – wird direkt am ersten Samstag des neuen Jahres Musik aus allen möglichen Genres für nur wenig Geld geboten. Britrock von Monday Tramps, Indietronic von Xul Zolar oder Cosby mit ihren Synthpophymnen sind nur Auszüge aus dem prall gefüllten Programm. Teil zwei der Reihe findet am 5. Januar unter dem Titel „Lichtdicht Night“ statt, benannt nach dem mittlerweile in Berlin ansässigen Label, das unter anderem für Milky Chance zuständig ist. Auch an diesem Abend kann sich das Angebot auf jeden Fall sehen lassen: Kytes, Impala Ray, Pentatones oder The OWs lassen in erster Linie Folk- und Indiefans aufhorchen.

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Cosby

9.01.16

Die nächstbeste Konzertgelegenheit bietet das deutsche Duo Mono & Nikitaman im Backstage. Seit über zehn Jahren machen Monika Jaksch, ihres Zeichen geborene Linzerin, und Nick Tilstra aus Düsseldorf unter dem Künstlernamen gemeinsam Musik, die sich irgendwo zwischen Reggae und Hip-Hop ansiedelt. Nach drei Jahren Pause – wobei während dieser Auszeit auch gar nicht sicher war, ob überhaupt noch ein Album kommen wird – erschien im Oktober die neue Platte. Und da einfach mal der Druck raus war, wurde Im Rauch der Bengalen (nach eigener Aussage) zum bisher besten Werk der beiden.

14.01.16

Ein viertel Jahrhundert Backstage – das will natürlich gefeiert werden! Am 11. Januar ist der offizielle Geburtstag und deshalb wir das ganze daraufkommende Wochenende dafür genutzt musikalisch auf den Putz zu hauen. Zu den Gratulanten zählen unter anderem Sleepwalker’s Station (14.01.), beNUTS (14.01.), ZSK (16.01.) und Die Toten Chrackhuren im Kofferraum (16.01.). Davor, danach und dazwischen gibt es Party ohne Ende.

15.01.16

Wenn jetzt Sommer wär, wäre Ingo Pohlmann wohl nicht im Ampere zu sehen. Denn seine aktuelle Tour trägt den Titel „Jahr aus Jahr ein – ungplugged“ und passt so thematisch natürlich besser in den Januar. Wie er dazu kam, als Musiker unterwegs zu sein, liest sich wie ein Hollywoodskript: Der gelernte Maurer kellnerte in einer Bar, die regelmäßig eine Open-Mic-Nights veranstaltete. An so einem Abend wurde der Singer-Songwriter von H-Blockx-Sänger Henning Wehland entdeckt, mit dessen Unterstützung er 2006 sein Debütalbum auf den Markt brachte. Auf der kommenden Tour wird der Blondschopf mit der sanften Stimme allerdings nur Orte in Deutschland mit seiner Anwesenheit und Musik beehren.

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Pohlmann (c) Sven Sindt

17.01.16

Chewbacca und Hagrid – das sind wohl die beiden Namen, die einem in den Sinn kommen, wenn man Ben Caplan zum ersten Mal sieht. Der haarige und bärtige Kanadier ist mit seiner Band The Casual Smokers zu Besuch im Ampere und präsentiert sein zweites Album Birds With Broken Wings. Das Wiener B72 steht erst Anfang Februar auf dem Tourplan des 29-jährigen Folksängers.

18.01.16

Oh Canada – davon können auch Three Days Grace ein Liedchen singen, auch wenn die Hymne musikalisch nicht ganz ihrem Stil entspricht. Denn der geht schon eher in die Alternative-Rock-Richtung. Die drei Gründungsmitglieder Adam Gontier (Gesang), Brad Stock (Bass) und Neil Sanderson standen zu Beginn ihrer Karriere noch als Groundswell auf der Bühne, wurden dann aber schnell vom verschlafenen Norwood nach Toronto gezogen. Vor zwei Jahren verließ der Frontmann wegen gesundheitlicher Probleme die Band und machte so Platz für Matt Walst am Mikrofon, der auf der aktuellen Platte Human in seiner neuen Rolle nicht enttäuscht. Zu sehen und hören in der Theaterfabrik.

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Three Days Grace (c) Roland Wilhelm

19.01.16

Wenn auch in vielen Medien als Progressive Metalband abgestempelt, bezeichnen sich Threshold auf ihrer Homepage selbst als klassische Hardrock Band. Das ist natürlich auch vor dem Hintergrund des beinahe 30-jährigen Bestehens der britischen Gruppe zu sehen – und zehn Alben später darf sich der Sound natürlich auch entsprechend weiterentwickelt haben. Davon kann man sich selbst im Münchner Backstage überzeugen. Als „Traurige Elfe aus dem Hügelland“ wird Lilly Among Clouds auf der BR-Puls Homepage bezeichnet. Wenn man sich beispielsweise den Track Blood & History anhört, kann man diese Betitelung durchaus nachvollziehen. Die Würzburgerin schreibt große Popballaden, die zeitgleich schwer und gefühlsschwanger sind, aber von einer gewissen Leichtigkeit getragen werden. Im September erschien die Debüt-EP und man darf gespannt sein, was die Singer-Songwriterin sonst noch so im Unter Deck zum Besten geben wird.

20.01.16

Egal ob Fritz oder Paul, die Kalkbrenners haben sich definitiv die oberen Plätze in der deutschen und internationalen Elektro- und DJ-Szene gesichert. Der ältere und haarlosere von den beiden (Paul) geht 2016 wieder auf Tour, der Startschuss für diese musikalische Reise, die seinem siebten Album 7 gewidmet ist, fällt am 20. Januar im Münchner Zenith. Österreichische Fans müssen sich einen Monat länger gedulden, denn die Konzerte im Wien und Bregenz sind erst für Ende Februar geplant.

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Paul Kalkbrenner

21.01.16

Der 21. Januar ist wieder einer dieser Abende, an dem man im Vorhinein gut abwägen sollte, wo man diesen verbringt. Zum einen besteht die Möglichkeit, im Backstage der EMP Persistence Tour beizuwohnen. Zu den hochkarätigen Hardcore-Gästen zählen diesmal Ignite, Terror, H2O, Iron Reagan, Twitching Tongues, Wisdom Chains und Risk it!. Damit das Publikum an diesem Donnerstag nicht allzu spät ins Bett kommt, geht es schon um 18 Uhr los. Am anderen Ende der Stadt singt Singer-Songwriter Frank Turner in der Tonhalle Positive Songs for Negative People, so der aktuelle Albumtitel. Seine musikalischen Wurzeln als ehemaliger Sänger der Punkband Million Dead lassen sich hier und da auch bei seinen Folksongs durchhören.

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Frank Turner live in der Arena Wien 2013

22.01.2016

Wenn eine Band auf „Gods and Kings“-Tour gehen darf, dann mit Sicherheit Manowar. Die New Yorker Musiker werden als Begründer des True Metal bezeichnet und haben schon in den 80er-Jahren die Szene nachhaltig geprägt. Zu ihrer langen Liste an Erfolgen zählen unter anderem Arbeiten mit Orson Welles, der Rekord als lauteste Band der Welt und die Tatsache, dass sie als erste Metalband einen Song in 18 verschiedenen Sprachen aufgenommen haben. Bis nach Österreich kommen Manowar auf ihrer Welttournee diesmal allerdings nicht, darum sollten sich Fans die Show im Zenith nicht entgehen lassen.

23.01.2016

Auch eine der ganz großen ihres Genres – wenn auch mit einer weitaus kürzeren Geschichte – stellt die australische Metalcoreband Parkway Drive dar. Nach unzähligen Dates in Nordamerika geht es ab Januar weiter quer durch Europa, unter anderem mit einem Zwischenstopp im Münchner Zenith (1. Februar im Wiener Gasometer). Dabei sollten die hochkarätigen Special Guests keinesfalls ungenannt bleiben: Den Warm-up-Part übernehmen nämlich keine geringeren als Archtitects und Thy Art Is Murder. Somit sollte einem großartigen Hardcoreabend nichts im Wege stehen.

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Parkway Drive | © Andreas Graf

25.01.2016

Normalerweise tritt William „Billy“ McCarthy gemeinsam mit Eric Sanderson und Rob Allen im Trio auf – so zu hören und sehen unter dem Namen Augustines. Nun wandelt der amerikanische Frontmann allerdings auf Solopfaden und präsentiert ganz alleine „Journals, maps, stories and songs – An evening with William McCarthy of Augustines“. Zu erzählen, berichten, und besingen dürfte der Musiker an diesem Abend im Feierwerk genug haben und auch wenn er abseits von Tourneen auch gerne privat in der Welt herumreist, wird er Österreich diesmal nicht besuchen. Zu erzählen weiß auch Thees Uhlmann einiges – nachzulesen in seinem Debütroman Der Tod, Sophia und ich. Um an dieser Stelle keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Geschichte ist fiktional. Singen wird der Tomte-Frontmann und Solokünstler im Ampere zwar nicht, lesen kann er aber bestimmt auch ganz wunderbar.

26.01.2016

Bei The Darkness hab ich sofort das Bild des Sängers vor Augen, der mir mit langen, lockigen Wuschelhaaren und engen Glitteroutfits mit Ausschnitten bis über den Bauchnabel mit viel zu hoher Stimme „I believe in a thing called Love“ entgegensingt. Was sich hinsichtlich Outfit und Performance seit ihrem Hit im Jahr 2003 geändert hat, kann man am 26. Januar live im Freiheiz erleben.

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The Darkness live Wiesen 2013

29.01.2016

Im Oktober erschien The Colour before the Sun, das mittlerweile achte Studioalbum von Coheed and Cambria. Erstmals handelt es sich dabei um kein Konzeptalbum, da die Hörer üblicherweise in die Welt von „The Amory Wars“ eintauchen konnten, einer Science-Fiction-Geschichte aus der Feder des Sängers Claudio Sanchez. Wer auf der Europatour als Support dabei sein wird, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, klar ist allerdings, dass auch Coheed and Cambria im Januar keine Show in Österreich spielen werden (in München zu sehen in der Theaterfabrik). Selber Abend, anderes Genre: Money Boy wird mit seiner GloUpDineroGang mal wieder im Backstage einfallen. Diesmal kommt er uns „Auf die harte Tour“ und dass dabei das Niveau nicht an oberster Stelle steht, dürfte ohnehin klar sein.

Money Boy Pressefoto

Money Boy

30.01.2015

Ob wir mindestens in Tausend Jahren immer noch Lieder von Frittenbude singen werden, ist sehr fraglich. Gewiss ist allerdings, dass uns das bayerische Trio schon mehr als nur diesen einen Partyhit beschert hat, von denen man sich einfach nicht satt hören kann. Neben Shows in Salzburg, Innsbruck, Graz und Wien darf man sich auch in München (Tonhalle) über eine Livevorstellung des aktuellen Albums Küken des Orion freuen.

31.01.2016

Last but not least bescheren uns Blackout Problems noch einen besonderen letzten Januar-Abend. Im Strom feiert das Münchner Trio die Premiere ihres langerwarteten zweiten Albums Gods, das offiziell erst am 5. Februar erscheinen wird. Nach den beiden Video-Vorboten One und Follow Me darf man auf jeden Fall gespannt sein, wie sich der Rest der Platte der Alternative-Rockband anhören wird.

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Blackout Problems (c) Ilkay Karakurt

 

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