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Donots – Arena Wien

Donots – Arena Wien

Nachdem am Donnerstag zum asozialen Gruppenschwitzen in den Dreiraum geladen worden war, ging es tags darauf, am 18.12.15, für die Donots in die große Halle der Arena Wien. Arena und Donots, das passt wie die Faust aufs Auge und trotzdem wurde es ein kurioser Abend mit einigen Zwischenfällen – so komisch, dass sie gut und gerne ins Buch How To Survive As A Rockband von Itchy Poopzkid gepasst hätten – aber alles der Reihe nach.

Mehr: enemy acoustic Session mit den Donots

In der Arena angekommen, holten wir uns erst mal ein Bier im Arena Beisl – Tradition muss sein. Beinahe hätten wir die Zeit übersehen und so verpassten wir die ersten Songs von Support-Act Tim Vantol. Schade, denn sein Auftritt hat uns ziemlich überzeugt und wir hätten dann doch gern mehr gesehen.

Dass es heute nicht ganz voll werden würde, war uns klar. Doch dank eines Vorhanges wurde die große Halle der Arena kurzerhand in eine größere Clubshow umgewandelt und so sah der Platz vor der Bühne bei Konzertbeginn doch recht gut gefüllt aus. Wenn man bedenkt, dass die Donots vor ein paar Jahren noch im Flex spielten und heuer an zwei Tagen in Folge in der Arena spielen können, dann ist das doch eine gewisse Bestätigung, dass der Weg der Band stimmt und vor allem auch die neuen Songs überzeugen.

Von vermissten Gitarristen

Neue Songs wurden dann auch viele gespielt. Mit Ich mach nicht mehr mit ging es los und sofort war Wien am Start und die Donots sowieso. Die Ibbenbürener sind einfach eine richtig gute Liveband. Ingo hatte das Publikum sofort im Griff und Guido spulte wieder mal einen gefühlten Halbmarathon auf der Bühne ab. Überrascht waren wir nur, als wir auf Alex Seite sahen und einen Gitarristen mit Haupthaar erkannten. Der Typ war nicht Alex! Es stellte sich heraus, dass Alex aus familiären Gründen leider nicht an der Show teilnehmen konnte und so wurde er kurzerhand ersetzt.

Donots @ Arena Wien 2015

(c) Alexander Blach

Das ist alles nur geklaut

Die Stimmung war gut, sehr gut sogar. Es wurde gesprungen, getanzt und die Songs (vor allem die neuen/deutschen) lautstark mitgesungen. Als nach den ersten Songs eine verloren gegangene Brieftasche auf der Bühne abgegeben wurde, dachte man sich noch nicht viel. Ingo hat brav den Namen des Besitzers ausgerufen, er meldete sich und bekam sein Portemonnaie wieder. Doch dann trudelten innerhalb von Sekunden rund zehn weitere Geldbörsen ein.

Ihr wollt mich doch verarschen! Wir sind gekommen um Songs zu spielen und nicht um Brieftaschen zu sammeln!

, kam sich Ingo dezent veräppelt vor. Es stellte sich heraus, dass ein Taschendieb sein Unwesen trieb und an dem Abend auf großen Beutezug ging. Wir sind ja immer noch der Meinung, dass Alex der Dieb war. Zu groß wäre der Zufall, dass er genau an diesem Abend nicht spielen könnte.

Donots Arena 4

(c) Alexander Blach

 

Geklaut wurden nicht nur Brieftaschen, sondern auch Songs. Denn die Donots waren in Feierlaune und so knallten sie an diesem Abend auch einige Coversongs raus. Neben dem altbekannten Were Not Gonna Take It, gab es auch einen Song der Ramones und Westerland von Die Ärzte, was uns als riesen Ärzte Fans besonders freute.

Fazit

Was für ein guter Abend! Die Mischung aus englischen und deutschen Songs macht die Show der Donots sehr viel abwechslungsreicher und kurzlebiger. Hinzu gab´s noch eine Unplugged Session inmitten der Leute und viel Humor in den Ansagen. Einzig und allein war es schade, dass keine alten Songs aus den Anfangsjahren gespielt wurden, aber das ist meckern auf sehr, sehr hohem Niveau. Die Donots sind und bleiben eine Macht und sind mit Abstand die sympathischste Band dieses gottverdammten Planeten. In Ewigkeit, Omen!

 

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