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3 Räusche, 3 Kater, 3 Heilmittel – ein Selbstversuch

3 Räusche, 3 Kater, 3 Heilmittel – ein Selbstversuch

Die Silvesternacht steht bevor und wie jedes Jahr frage ich mich: Wie stark wird mein Kater dieses Mal ausfallen? Wie schlimm werden meine Kopfschmerzen? Werde ich kotzen müssen? Werde ich mich überhaupt an irgendetwas erinnern können? Naja wir werden sehen… Was allerdings sicher ist: Diesmal bin ich dreimal so gut vorbereitet!

Alle Jahre wieder, in der Woche nach Weihnachten, stößt man in etlichen Medien auf Tipps und Tricks, Rezepte für Frühstücke und Getränke, die versprechen, dem anstehenden Kater am Neujahrstag vorzubeugen oder ihn sogar heilen zu können. Das alles ist bekannt und hat man schon in den unterschiedlichsten Ausführungen gehört. Deshalb – und weil das einzige medizinisch erwiesene Mittel gegen einen Kater Wasser ist – werde ich mich nicht auf solche Versprechungen einlassen, sondern euch an meinem Selbstversuch teilhaben lassen.

Dafür habe ich mich an drei Tagen, mit jeweils einem Tag Pause, derselben Menge an Alkohol und mit derselben Grundlage, betrunken und ein präventives und zwei akute Heilmittel ausprobiert.

Der Selbstversuch gegen den Kater

Grundvoraussetzungen:

Menge an Nahrung:

  • Frühstück: zwei Spiegeleier + zwei Scheiben Toast + Joghurt mit Honig
  • Abendessen: eine große Portion Pasta Bolognese mit Mozzarella (siehe Rezept)

Menge an Getränken: vier große Biere, zwei Weiße Spritzer, zwei Whiskey Sour

Menge an Zigaretten: zehn Selbstgedrehte.

Menge an Wasser: 1 l

Getränke konsumiert im Zeitraum von: 20:00-02:00

1. Kater: The Prairie Oyster (akut)

Prairie-oyster

Jaja die Prairie Oyster hat’s in sich. Dafür gibt man 2 cl Olivenöl in ein Glas und schwenkt es, sodass sich das Öl im Glas gut verteilt. Dann gibt man 3 cl Ketchup, 2 cl Zitronensaft, ein paar Tropfen Worcestersoße, Tabasco und Essig dazu. Salzen und pfeffern. Als Topping nimmt man einen frischen, rohen Eidotter und trinkt das Ganze in einem Zug aus.

Fazit

Man kennt das ja aus Filmen, in denen ein Sportler ein Glas mit rohen Eiern trinkt und man allein vom Zusehen einen Brechreiz bekommt – ungefähr so geht es mir mit der Prairie Oyster gerade auch. Ich habe mich aber überwunden und das Glas leer getrunken. Geschmacklich ist es dann gar nicht so arg gewesen, aber mein Kater hat sich bis jetzt nur unwesentlich verbessert.

Wirksamkeit gegen den Kater:

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2. Kater: Fenchelsamen-Ingwertee (präventiv)

Fenchelsamen-Ingwertee

Dafür nimmt man ein daumengroßes Stück Ingwer und kocht es mit jeweils einem Teelöffel Fenchelsamen und Anis für circa fünf Minuten. Währenddessen gibt man den Saft von einer Zitrone und einen Löffel Honig in eine Teekanne und gießt anschließend den Tee dazu. Ein Häferl habe ich vor dem Schlafengehen getrunken.

Fazit

Das war schon ganz gut. Im Vergleich zum ersten Katzenjammer geht es mir deutlich besser, und da ich den Rest des Tees noch in den Kühlschrank gestellt habe, trinke ich jetzt Eistee gegen den Brand. Ich muss dazu sagen, etwas schwer ist es mir schon gefallen, das Ganze vor dem Schlafengehen noch zuzubereiten, aber wie es scheint, hat es sich gelohnt.

Wirksamkeit gegen den Kater:

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3. Kater: Chiasamen-Bananenmilchshake (akut)

Chiasamen-Bananenmilchshake

Man nehme eine Banane, einen viertel Liter Milch, eine Handvoll Cashewnüsse, 100 g Heidelbeeren, einen Teelöffel Chiasamen, etwas Honig und mixt alles zu einem Shake. Tipp: Am besten schon am Vortag mixen, dein Kopf wird es dir danken.

Fazit

Wie ich schon erwähnt habe, sollte man das Ganze trinkfertig im Kühlschrank haben. Mein dritter und letzter Kater in diesem Selbstversuch ist wohl der Schlimmste und durch die laute Zubereitung des Shakes nicht besser geworden. Geschmacklich ist er – im Vergleich zu den anderen Katerkillern – wirklich gut und ich bin froh, etwas im Magen zu haben. Es geht mir jetzt zwar etwas besser, aber ein Wundermittel ist eben auch nicht. Deshalb ist auch die Pizza schon bestellt und die Tagesplanung lautet: Bett und Fernseher.

Wirksamkeit gegen den Kater:

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Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich außerdem auf ein paar andere Tipps gestoßen, wie z.B.:

  • Ist man so besoffen, dass sich alles dreht und man nicht einschlafen kann, soll man einen Fuß aus dem Bett hängen und auf dem Boden abstellen.
  • Auf Schmerzmittel aller Art sollte man verzichten, da sie die Leber zusätzlich belasten und so den Alkoholabbau verzögern.
  • Gegen Kopfschmerzen hilft Tigerbalsam auf den Schläfen.

Und natürlich die beste Möglichkeit einen Kater zu verhindern: nicht zu viel Saufen und blablabla.

Na dann Prost – und einen guten Rutsch!

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