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Dying Light im Test

Dying Light im Test

Schon damals lehrte uns Zombieland die wichtigsten Regeln des Worst Case Szenarios „Z“. Doch die wahrscheinlich Wichtigste war Nummer eins: Fitness. Wer schneller und stärker als die bissigen Untoten ist, erhöht seine Überlebenschancen.

So auch in Warner Bros. Inc.´s Dying Light (Homepage). Ein Parkour Survival Horror des polnischen Entwicklers Techland, in welchem sich der Spieler mit athletischen Bewegungen über die Dächer einer Virus befallenen Stadt bewegt. Seit dem 27. Januar 2015 dürfen nun alle PC und Next-Gen-Konsolen Besitzer sich mit einer breiten Masse an Zombies prügeln.

Bereits am 6. September 2011 veröffentlichte Techland ihre erste Zombie-Szenario Dead Island und zeigte der Welt, dass auch die sonnigen Seiten der Erde von den Untoten nicht verschont bleiben. So auch in ihrem neuesten eigenständigen Spiel Dying Light.

Doch wir bewegen uns von den tropischen Inseln weg und starten einen neuen Survival Urlaub in Harran. Dies ist eine fiktive türkisch angesiedelte Stadt, welche sich mit dem Ausbruch eines Virus in eine Quarantänezone verwandelt hat.

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Bilder, die das Innenleben unsere Grafikkarten und Konsolen höher auf Hochtouren bringen. ©Warner Bros. Entertainment 2015

Als Undercover Agent Kyle Crane der für die Hilfsorganisation GRE tätig ist, wird der Spieler entsandt den einstigen Politiker Kadir Suleiman ausfindig zu machen. Dieser befindet sich im Besitz sensibler Informationen die eine noch größere Katastrophe herbeiführen könnten.

Das klingt erst mal ziemlich klischeehaft. Doch es gibt mehr zu tun, als sich mit Zombies zu prügeln und den Ex Politiker ausfindig zu machen. Zudem entstehen in der abgeriegelten Stadt zwei große Fraktionen, welche nun um die Hilfspakete der GRE kämpfen. Diese werden wie der Spieler selbst per Flugzeugabwurf über Harran in die Quarantänezone gebracht.

Schon beim Runtergleiten mit dem Fallschirm fällt der hohe Detailgrad der teilweise in Trümmer liegenden Stadt auf. Rauchende Wolkenkratzer und dicht besiedelte Slums prägen das sonnige Bild Harrans. Viele Industriegebiete bieten dem Spieler die Möglichkeit seine Parkourskills auf großer Fläche zu perfektionieren.

Natürlich klettern wir ja auch lieber auf den Dächern herum, als auf den von Zombie verseuchten Straßen zu spazieren. Gerade oben auf den höchsten Ebenen der Stadt lässt sich der ein oder andere malerische Sonnenuntergang erblicken. Äußerlich gibt es hier ein dickes Plus, doch Dying Light besitzt weit mehr Features als nur eine schöne Grafik.

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Bereits zum Beginn des Spiels wird klar, dass es im Gegensatz zu Dead Island keine Auswahl Optionen des Charakters gibt. Der Spieler schlüpft ohne große Umschweife in die Rolle von Kyle Crane. Erst mal mit dem Fallschirm am Boden angekommen, erwartet uns bereits ein eher schmerzliches Willkommen der dort ansässigen Überlebenden. Während eine Fraktion uns versucht auszurauben, werden wir glücklicherweise von der anderen gerettet. Diese bringt uns auch schon bald bei, wie der Spieler seine Überlebenschancen steigert. Schlicht und einfach gesagt: Parkour.

Und somit kommen wir nun zu einem großen Eckpfeiler von Dying Light. Die Kunst sich so schnell wie möglich von A nach B zu bewegen. Das erfordert ein hohes Maß an Geschick und Kraft. Zu unserem Glück reicht da natürlich ein Tastendruck auf dem Controller oder der Tastatur aus. Je weiter wir uns im Spiel entwickeln desto flüssiger und besser werden unsere Bewegungen. Zu anfangs weichen wir den Virusbefallenen lediglich aus, doch später im Spiel springen wir ihnen auf die Köpfe wie Mario auf Schildkröten.

Dank des Open World-Faktors sind uns hier keine Grenzen gesetzt. Unter all den Bewegungsoptionen wie über den Boden sliden, dem Abrollen und diversen anderen erlernbaren Fähigkeiten wirkt das Pakour Element wie ein eigenständiges Spiel. So kann es auch mal passieren, dass wir mehr damit beschäftigt sind sinnlos in der Gegend herumzuklettern.

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Wir entscheiden, wo es lang geht. ©Warner Bros. Entertainment 2015

Natürlich wird unser Agent Crane nicht jedes Mal vor den bissigen Zombies wegrennen. Mit verrosteten Rohren und genagelten Brettern tun wir uns schwer die Infizierten ins Nirvana zu schicken. Da muss Abhilfe her, in Form eines Feuer spuckenden Hammers, oder eines elektrischen Kampfmessers. Wie auch in Dead Island liegt hier der Fokus auf selbst gebastelte Nahkampf Waffen, da Schusswaffen Rah gesät sind. Mit stumpfen Waffen ist der Spieler sogar in der Lage den Zombies sämtliche Knochen zu brechen.

Mit Gadgets wie den Feuerwerkskörpern lassen sich die meisten Gegner ablenken und mit einem selbst gemachten Molotowcocktail schließen sich die Infizierten dem Feuerwerk an. Äxte, Baseballschläger und Messer eignen sich auch hervorragend der Plage Herr zu werden, doch mit den richtigen Upgrades und Modifikationen wird es umso leichter. Diese lassen sich durch Blaupausen bauen. Zusätzlich erhöhen Upgrades ebenfalls den Schaden sowie die Handhabung und die Haltbarkeit der Waffen.

Unser Tötungs-Werkzeug ist natürlich nicht für die Ewigkeit gedacht und wird während des Gebrauchs abgenutzt. So lässt sich unser Nagelbaseballschläger zwar zwei- oder dreimal reparieren, doch danach ist die Waffe endgültig kaputt. Das zwingt uns aber dazu, viele verschiedene Waffen auszuprobieren und uns unserem alten Kram zu entledigen. Wer sein letztes Messer aufbraucht, hat ja immer noch die Option wegzurennen.

Dies ist auch das Stichwort, wenn sich der Tag zu Ende neigt. Nicht umsonst wird das Spiel Dying Light betitelt. Sobald die Dunkelheit heranbricht geht es für die Nachtjäger auf die Jagt. Diese sind Schneller und tödlicher als die meisten Infizierten und können den ein oder anderen unachtsamen Spieler in Stücke zerfetzen.

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Bei Nacht entwickelt sich das Spiel zu einem wahrhaftig lebendigen Horror. ©Warner Bros. Entertainment 2015

Für solche Bestien sind bessere Waffen von Nöten, oder man holt sich Verstärkung aus seinem Freundeskreis. Auch hier hat Techland wie bereits in ihrer ersten Apokalypse einen Koop Modus eingefügt. So können wir mit unseren Freunden oder anderen Spielern weltweit zusammen auf Zombiejagd gehen. Ebenfalls können Quests abgeschlossenen werden, welche auch für den Mitspieler als erledigt gilt bei der nächsten Singeleplayer Session. Bei Nacht ist es sogar möglich gegen andere Gamer zu kämpfen. Es gibt einen weitaus gefährlicheren Infizierten, den nur ein Spieler steuern kann. Dieser kann jedem Überlebenden die Nacht zum Albtraum gestalten.

Wer erfreut sich nicht darüber panische Spieler beim Rennen durch die Nacht zu beobachten. Nicht umsonst sagte Mutti immer, dass wir doch reinkommen sollten, wenn es dunkel wurde. Natürlich schlugen wir alle Warnungen in den Wind und absolvierten die skurrilsten Quests. Von der Säuberung der Kanalisation oder dem einfangen von Zombies. Tagsüber lernten wir interessante Charaktere kennen und absolvierten Parkour Herausforderungen. Langeweile kam selten auf. Dazu bietet Dying Light eine zu große Palette an Aktivitäten.

Fazit

Dying Light ist ein wirklich Facetten-Reiches Spiel, dass mehr als nur stupides Zombie Gemetzel bietet. Durch viele Features wie dem Craftingsystem, Skillsystem, Parkour und vielem mehr besticht Techlands Schöpfung in jedem Winkel. Uns wird hiermit ein so großer Inhalt geboten, dass es schier unmöglich ist, jedes Feature hier aufzulisten. Wer sich Waffen im Stile MacGyvers zusammenbauen will, um dann wie Ezio über Dächer zu Klettern liegt mit Dying Light genau richtig. Gepaart mit einem bereits in Dead Island erprobten Kampfsystem, hatten wir eine Menge Spaß uns durch die Apokalypse zu prügeln. Die Story hingegen lässt uns das eine oder andere Mal an den Entscheidungen unseres Hauptprotagonisten Kyle Crane zweifeln.

Doch das wird durch die kleineren Geschichten neben der Hauptquest und den Koop Sessions mit Freunden wieder wett gemacht. Ohnehin lässt sich nur schwer schlechte Kritik an Dying Light finden. Deswegen erhält Dying Light von uns neun von zehn Punkten.

Gamename

Releasedate: 27.01.2015
Plattform: PC, Xbox One, Xbox 360, PS 3, PS 4
Genre: Action/Survival Horror
Publisher: Warner Bros. Inc.
Entwickler: Techland
Ungefähre Spieldauer: 50 Stunden +
Für Fans von: Dead Island
USK: ab 18 Jahren

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