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EAV – Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall…)

EAV – Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall…)

Der Silbermond steht am Zenit
Aus den Scheiben fährt der Fensterkitt
Die Nadeln fallen von Baum im Wald
Wenn des Wolfes Ruf erschallt!

Diese Textzeilen ebnen den Weg ins Hörvergnügen der neuen EAV-Platte Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall…), deren Werwolf-Kreatur am Cover durch Thomas Spitzers Zeichenkunst das Licht der Welt erblickte. Der gleichnamige Startersong fährt von der ersten Sekunde an ordentliche Geschütze auf und stellt sich gleich auf Kriegsfuß mit Bankpiren (blutsaugende Banker), den Zaren der Moderne und der Bussi-Bussi-Opernballgesellschaft.

Bankrott, der zweite von 20(!) neuen EAV (Homepage) Songs, schließt sich ähnlich kritisch der düsteren Stimmung an und rechnet in den 4 Minuten und 8 Sekunden erbarmungslos mit der abwärtsdrehenden Wirtschaftsspirale ab – Grüß Gott, Bankrott! Doch wer will schon immer den erhobenen Zeigefinger sehen? Also Fernseher aus, Zeitung weg und Pfeif Drauf! Schon allein der gesunden Psychohygiene zu liebe!

Wer auf alles pfeift, spendet auch der Kunst keinen müden Cent. So passiert es schnell einmal, dass sich ehemalige Megastars mit obdachlosen um die letzte “Tschick” streiten müssen. So ähnlich schallt es im Song Theater um die Kunst aus den Boxen.

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Der nächste Aufreger lässt nicht lange auf sich warten: Im 43 Sekunden Stanzl Scharia-Ho transponieren die Steier das lustige Salafistenleben ins Wiener Volkslied bevor mit Babuschka der stereotypische “russian-livestyle” durch den Vodka gezogen wird. Was ist los nennt sich die erste geplante Singleauskopplung des mittlerweile schon 15. Studioalbums der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Was ist los vertont laut eigener Aussage von Klaus Eberhartinger die Getriebenheit der Leute im Job und im Privaten.

Nachdem La Loba, die Mutter aller Wölfe, ein wenig Tempo aus dem Album nimmt und sich der Unscheinbare Bua vom Opfer zum (Atten)Täter gemausert hat, wird lautstark die (Kriegs-)Maschine eingeheizt, bis der Himmel brennt. Im darauf folgenden Stück Miss Fuckushima lässt der Burli der Nation wieder was von sich hören. Der mittlerweile schon längst im Erwachsenenalter angekommene Held der atomaren Welt entpuppt sich dabei als Ehebrecher (Burli – du olte Schwammerlsau), welcher den Reizen von Strahlegirl Fucksh Irmi nicht widerstehen konnte.

Weiter im schräg romantischen Kontext vertont Sado Lilly einen folgeschweren Falschanruf, welcher mit Ketten und Peitschenhieben von höchstem Sado-Adel betraft wird, bevor es zum finalen Showdown von Werwolf-Attacke! kommt.

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Lederhosen-Zombie greift den Trachtentrend unter die Arme und verschaukelt, in satirischer EAV-Kunst, die falsch gelebte Trachtenkultur, welche auf den unzähligen Oktoberfest-Events einer jeder 200-Seelen-Gemeinde zu Schau gestellt wird. Die dabei im Song auftauchende Textzeile:

Sie klopften sich die Schenkel und auf die nackten Knie
Und sangen hat irgendwer a Liad für mi?

, sorgte in den letzten Wochen für Furore, sahen sich doch einige Gefährten des Volks Rock’n’Rollers Andreas Gabalier vor dem Kopf gestoßen.

Aber wie ein Sprichwort schon sagt, gibt bekanntlich der Klügere nach und so wurde die Sache anhand zweier ehrlicher Statements der EAV-Frontmänner bereinigt. Und so gibt es auch nach dem Der oide Wolf sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet hat ein kurzes Fazit der Platte.

Fazit

Mit Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall…) melden sich die Spitzbuben der Nation nach fünf Jahren Stille wieder lautstark und gewohnt böse-satirisch zurück. Allein die Tatsache, dass sich Thomas Spitzer nach langer Bühnenabstinenz wieder live dem Publikum widmet, zeigt, mit wie viel persönlicher Überzeugung die Herren an dieses Werk gegangen sind. Hierzu lässt sich nur sagen, dass Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall…) seinem Platz im CD-Regal, als Vinyl im Ikea-Expedit-Regal oder als Download in der persönlichen Mediathek seinen Platz legitim verdient hat!

EAV – Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall…)

Für Fans von: Reinhard Fendrich, STS, Wolfgang Ambros
Ariola (Sony Music)
VÖ: 30.01.2015
Gesehen um €18,98

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