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Ein Starkoch und andere bunte Vögel beim Rock in Vienna

Ein Starkoch und andere bunte Vögel beim Rock in Vienna

Von 4. bis 6. Juni fand zum ersten Mal das Rock in Vienna Festival (Homepage) auf der Wiener Donauinsel statt. Laut Veranstaltern war das Event ein voller Erfolg und soll im nächsten Jahr wieder stattfinden. Abgesehen von den völlig absurden Preisen und dem Mangel an wirklich Neuem, ziehen auch wir ein positives Resümee. Die Organisation war sehr lobenswert und Bands wie Metallica und Muse garantierten grandiose Live-Shows.

So ein Festival lebt aber nicht nur von den Bands, sondern auch von dessen Besuchern und dem ganzen Drumherum. Wir haben uns deswegen beim Rock in Vienna abseits der Bühnen etwas umgeschaut und Fotos gemacht. Dabei trafen wir auf Starkoch Bernie Rieder und andere bunte Vögel.

Rock In Vienna 2015

Camping

Noch nie haben wir so einen idyllischen Campingplatz bei einem Festival gesehen. Mann konnte sogar die Vögel zwitschern und die Grillen zirpen hören, so ruhig war es hier. Das Konzept „Stadtfestival“ dürfte also voll aufgegangen sein, der Großteil der Besucher fuhr nach den Headlinern um 23 Uhr wieder nach Hause. Ein paar lustige Camper trafen wir aber trotzdem. So zum Beispiel diese Gruppe an schönen Menschen, die der Festivaltradition des Trichtertrinkens frönten. Für dieses Foto haben sie extra einen gestartet, denn „ein gestelltes Foto gibt’s bei uns nicht.“ Prost!

Diese drei jungen Herren aus Madrid haben die weite Reise in die österreichische Hauptstadt nur für Metallica angetreten. Wären da nicht Kiss, hätten die Chicos definitiv den Titel für das Outfit des Tages verdient. Die Kombi ziehen sie das gesamte Festival über nicht einmal aus, erklärten sie uns. Mahlzeit!

Rock-In-Vienna-2015

Fun Zone

Bei der Fun Zone von „Masters of Dirt Entertainment“ herrschte ganz schön tote Hose. Das muss aber nicht am Angebot liegen, sondern eher daran, dass die Besucher tatsächlich wie oben erwähnt hauptsächlich wegen der Bands hier waren. Oder auch daran, dass der durchschnittliche Rock in Vienna Festivalbesucher einfach zu alt dafür war. Einige hatten ihren Spaß in der Moshbox. Das kann man sich wie bei einem Cagefight vorstellen, nur, dass hier anstatt geschlagen, auf einem Trampolin Metallmusik getanzt wird. Adrenalinjunkies konnten einen Bungeejump wagen oder sich tätowieren lassen. Das Übliche halt.

Rock in Vienna 2015

Kulinarik

Hart aber wahr: Wer sich nicht schon von den Preisen den Appetit verderben ließ, der hatte die Auswahl zwischen dem üblichen Festivalfraß. Wir haben ein Langos um 5 Euro probiert, das war ziemlich gut. Bei der Käsebrezel um 4 Euro kann man sowieso nicht viel falsch machen. Das persönliche Highlight: Donuts mit Vanillesoße! Und Schwedenbomben, die gratis ausgeteilt wurden. Ein Bier kostete übrigens unglaubliche 5 Euro ( + 1 Euro Becherpfand).

Rock In Vienna 2015

Rock In Vienna 2015

Beim „Rock Food“ Stand trafen wir Haubenkoch Bernie Rieder (Homepage). Die Chilibratwürste mit Rostzwiebel waren seine Favoriten hier. Abseits der Arbeit sei er aber gar nicht heikel oder kritisch. Doch die Fish and Chips (um 6,90 Euro) würde er nicht empfehlen: „Die Erdäpfel waren grausig und zach.“ Na aber Hauptsache ist, dass das Bier schmeckt und davon hat der Kochbuchautor schon einiges gekostet. Was denn seiner Meinung nach das perfekte Festivalessen sei? „Spofahl.“ Wie bitte? „A Spofahl.“ Du meinst „a Spofaki“? „Sage ich ja!“ Ihr Burgenländer. „Ihr Oberösterreicher.“

Rock in Vienna 2015

© Philipp Hutter

Rieder war jedenfalls wegen Faith No More da, von denen ist er ein großer Fan. Wie sein Titel wäre für eine Story über das Rock in Vienna? „Ein Festival für alte Leute. Testament und Bodycount habe ich in den 90er Jahren schon gehört und da hat es mir schon nicht mehr gefallen und da war es schon alt.“ Bernie, damit sprichst du einigen aus der Seele.

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