Home   /   Kolumnen  /  Top!  /   enemy on holiday: Schweden – 10 Tipps, die Freude machen

enemy on holiday: Schweden – 10 Tipps, die Freude machen

enemy on holiday: Schweden – 10 Tipps, die Freude machen
Was früher Mallorca war, ist jetzt Schweden. Statt nach Paris, geht’s nach Stockholm. Oder auch

Keiner macht mehr Malle, alle fahren nach Schweden.

wie es Marteria in seinem Song Kids festhält. Und das obwohl bewiesenermaßen man für seinen Euro oben im Norden weniger bekommt als hierzulande. Nun gut, Coolsein muss auch bezahlt sein. Für die erste Folge von enemy on holiday darf ich also mein Reisetagebuch noch einmal öffnen und euch meine Lieblingsplätze in Stockholm und Südschweden zeigen. Für eure Reise durch das Land gibt’s nicht nur Tipps für Sehenswürdigkeiten, sondern auch Aktivitäten, die ihr unbedingt einmal in Schweden gemacht haben müsst! In Schweden ist es nämlich nicht immer nur dunkel und kalt!

Stockholm & Schweden – Tipps, die Freude machen

1) Einmal von Norden nach Süden durch Stockholm gehen

Die wichtigsten Plätze in Stockholm kann mal locker einfach einmal zu Fuß abgehen – einmal quer durch die Stadt! Wir haben für unsere Reise generell kaum irgendwelche öffentlichen Verkehrsmittel – oder auch nur irgendwelche Verkehrsmittel – genutzt, weil alles, was man sehen will, kompakt zusammenliegt. Vom Norden kann man über die Einkaufsstraße Drottninghalm nach Gamla Stan, die Altstadt Stockholms, wandern, die auf der eigenen Insel Stadsholmen liegt. Hier befinden sich die berühmten bunten Häuser (unbedingt anschauen!) oder das schwedische Schloss. Wer mag, kann sich noch nach Mosebacke wagen, auf die nächste Insel weiter südlich. Der Stadtteil Mosebacke liegt erhaben und von vielen Plätzchen kann man über die halbe Stadt blicken.

2) Vasamusett – das außergewöhnlichste Museum

Wenn ich an Stockholm denke, ist mein erster Tipp überhaupt: das Vasamuseum! In der langen Schlange zu warten, zahlt sich aus – oder wie wir einfach Glück haben und gar nicht anstehen! Sobald man im Hauptraum des Museums ist, bleibt einem der Atem weg: Hier steht die riesige Vasa, ein Kriegsschiff, das 1628 bei der ersten Fahrt direkt gleich einmal gesunken ist.

Das Wrack wurde aufgetaucht und im Museum wieder aufgebaut. Auf sechs Ebenen kann man das Schiff von allen Seiten betrachten: Man kann ganz unten stehen, wo auch viele riesige Anker untergebracht sind – ein wahnsinniger Anblick. Ganz oben steht man über den Masten und kann sich so richtig wundern, wie riesig so ein Kriegsschiff ist. Eindeutig DAS Must-See in Stockholm!

wasa1wasa2

3) Mit dem Auto durch Südschweden

Stockholm ist schön – die ganze Vielfalt Schwedens entdeckt man aber erst, wenn man sich außerhalb ein bisschen was anschaut. Schweden ist perfekt für Autoreisen und so war es schnell klar, dass wir uns ein Auto mieten und durch den Süden fahren würden. Ich als alter Schweden-Liebhaber wollte sowieso so viel wie möglich vom Land sehen – immerhin gibt es die wunderschönen, roten Bauernhäuser und die bunten Felder ja erst dort! Und als großer Lindgren-Fan, der immer schon mal nach Småland wollte… Schnappt euch ein Auto und los geht’s – in Südschweden ist einfach alles ganz besonders schön!

südschweden1südschweden2

4) Schlafen im Lilla Rådmannen

Bevor es überhaupt auf die Reise geht, steht ja immer die lange Hotelsuche an. Ich wusel‘ mich gerne durch diverse Suchplattformen um das praktischste, tollste und preiswerteste Hotel zu finden. Die Wahl zwischen „billig und unspektakulär“ und „teuer aber aufregend“ find‘ ich nämlich irgendwie blöd und ich hätte am liebsten schön, zentrumsnah, preiswert! In Stockholm hatten wir von allem etwas:

Das Lilla Rådmannen liegt bei der Einkaufsstraße Drottninghalm, von der nächsten Bushaltestelle geht man nicht weit. Der Preis pro Nacht im Doppelzimmer liegt irgendwo rund um die 150 Euro – pro Zimmer, nicht pro Person. Für ein solch liebevoll eingerichtetes Hotel mit inkludiertem Frühstück (unglaublich gut mit frisch gepresstem Orangensaft und allem, was man braucht!) ein Spottpreis. Die Zimmer sind unterschiedlich ausgestattet – mit ganz eigenem Design. Bunte Tapeten, mit Leinen und Jute bezogene Zierpolster, stilvolles Interieur. Einfach wow!

lillaradmannen1 lillaradmannen2

5) Unterwegs mit Pippilotta Viktualia und Michel

Wie schon erwähnt, schlägt mein Kinderherz für Astrid Lindgrens Geschichten. Michel wird jedes Jahr zu Weihnachten geschaut, die alten Pippi-Bücher meiner Mama im Bücherschrank konserviert. Die perfekte Vorbereitung auf Schweden und ihre Geschichten gibt’s im Buch Wo ist Bullerbü?.

Quer durch Småland sind wir gereist und haben unter anderem in Mariannelund und Lönneberga Halt gemacht. Beide kennt ihr ganz bestimmt. Der Drehort vom Michel befindet sich ebenso ganz nah: in Gibberys steht der wunderschöne Hof „Katthult“ – rot und mit schwedischer Flagge. Klassisch. Kaum ein Besucher ist da und die drei, vier Leute spazieren durch den Hof, an dessen Scheunen und Plätzchen Hinweisschilder angebracht wurden, welche Szene hier gedreht wurde. Der Hof ist übrigens in Privatbesitz 😉

Ganz klar war natürlich auch, dass wir Astrid Lindgrens Heimatort Vimmerby besuchen würden. Ein kleines, liebes Städtchen, wo nicht viel passiert. Rund um ihr Elternhaus, in dem noch immer Teile ihrer Familie leben, gibt es viele kleine Orte mit Hinweisen und Infos über Astrid Lindgren. Ein Baum, der für Pippis Limoadenbaum Vorlage bot oder viele kleine Verstecke. In der Stadt gibt es außerdem eine Straße, die heute noch aussieht wie vor geschätzten achtzig Jahren.

michel2

6) Am Ende der Welt auf Öland

Dass Südschweden nicht wahnsinnig dicht besiedelt ist, haben wir schon am ersten Tag der Rundreise bemerkt. Es ist kaum was los auf den Straßen. Aber auf Öland war dann alles anders. Hier ist nämlich mit wenigen Ausnahmen überhaupt gar niemand! Man macht mal hier eine Rast (allein), spaziert da über Felsen direkt über dem Meer (allein). Es war wirklich wie das Ende der Welt. Und das so nah!

Bevor es auf die Insel geht, sollte man sich am Festland Proviant einkaufen (Brombeersaft! Auf Öland gibt’s keine Märkte!), denn kleine Picknicks kann man hier überall machen! Man darf sogar. In Schweden gilt ja jenes Recht, das besagt, dass du dich wo mit deiner Picknickdecke oder deinem Zelt niederlassen darfst, sofern du nichts kaputt machst… 😉 öland3 öland1

7) Eine Nacht in der Jugendherberge

jugendherberge

Airbnb, Couch Surfing – alles so in und trendy – aber wer Urlaub in Schweden macht, darf es nicht verpassen, in einem der vielen vandrarhem zu schlafen.

Der erste Herbergenhalt brachte uns nach Skotsby auf Öland. Wir sind schon lange über die schwedische Insel gefahren und haben einige nette Pensionen entdeckt, die aber wegen des Feiertages zu hatten oder schon voll belegt waren. Die Jugendherberge in Skotsby war dagegen regelrecht leer. In kleinen roten Bauernhäuschen in Mini-Bungalowgröße werden hier die Gäste untergebracht. Das Zimmer war sauber und obwohl noch zwei Betten frei waren, waren wir alleine. Ein Kanelbullen-Frühstück am Feld gegenüber hat den perfekten nächsten Tag eingeleitet.

Die nächste Nacht verbrachten wir dann im Vandrarhem in Vimmerby. Auch hier haben wir ein wunderschönes, rotes Bauernhaus gefunden. Ein riesiger Vorgarten mit Schotter, eine nette Terrasse, angenehme Zimmer und ein Ausblick auf einen schwedischen Bauernhof. Auch hier waren wir allein – es zahlt sich also aus!

8) Einem Elch in freier Wildbahn begegnen

Na gut, dieses Erlebnis lässt sich schwer einfach so realisieren. Noch bei der Hinreise haben wir gescherzt, ob wir wohl einem Elch auf unserer Fahrt begegnen würden. Wir waren uns sicher, dass es nicht passieren wird – mit Ausnahme des süßen Elchbabys in Skansen. Und dann führt uns die Reise so über die schwedische Autobahn (die übrigens vergleichbar mit heimischen Landstraßen ist – nur noch weniger Verkehr) – und plötzlich steht da einfach ein riesiger, wunderschöner Elch vor unserer Nase. Ha! Ja, wir waren selbst ziemlich baff und ich hab‘ die Kamera gerade noch so schnappen können für einen Schnappschuss… 😉

elch1

Home   /   Kolumnen  /  Top!  /   enemy on holiday: Schweden – 10 Tipps, die Freude machen

Tags

Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
Related Article