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Filme abseits des Mainstreams: Mindfuck

Filme abseits des Mainstreams: Mindfuck

Die Kinos sind derzeit übersättigt mit Remakes, Spin Offs und Sequels von längst beendeten Storys. Da ist es doch schön, wenn man zur Abwechslung mal beim DVD Abend mit Freunden oder Lebensabschnittspartnern mit einem Film auftaucht, der vielleicht keinen Marvel Superhelden enthält und auch keine halbaufgewärmte Geschichte nur um als Fortsetzung eines Klassikers zu gelten. Damit ihr selbst nicht ewig grübeln müsst, welcher Film wann passt, werden wir euch jeden Monat drei Filme eines gewissen Genres (teilweise auch erfundenen Genres) vorstellen. Nun hoffen wir es gibt keine Verwirrungen, denn dafür sollen diese drei Filme sorgen. Unser Thema in diesem Monat ist: Mindfuck. Wer also die Filmtwists von Inception, Shutter Island, Fight Club, The Sixth Sense und Konsorten schon in- und auswendig kennt, der ist hier richtig.

Enemy

Den allerersten Film, den wir euch präsentieren heißt genauso wie unser wunderbares Magazin: Enemy! Coincidence? I think not! In diesem Low-Budget Film des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve, der besondere Aufmerksamkeit mit Prisoners erhalten hat, brilliert Jake Gyllenhaal in einer Doppelrolle. Die Story basiert auf dem Roman Der Doppelgänger von José Saramago.

 

Das langweilige Leben des Geschichtsprofessors Adam Bell (Gyllenhaal) ändert sich schlagartig, als er in einem Film einen Nebendarsteller entdeckt, der genau gleich aussieht wie er. Als er zu der Agentur des Schauspielers fährt, wird er vom Portier prompt mit seinem Doppelgänger verwechselt und ihm wird ein Brief mit dessen Namen und Adresse überreicht. Bell ruft bei seinem Ebenbild namens Anthony Claire (ebenfalls Gyllenhaal) an und löst damit ungeahnte Ereignisse aus, die ihn mehr über sich selbst erkennen lassen, als ihm lieb ist.

Enemy löst bei den Zuschauern ein sehr bedrückendes Gefühl aus. Besonders der Farbfilter, durch welchen der Film in einem gelb-braunen Ton gehalten wird, trägt dazu bei, dass man sich irgendwie eingeengt fühlt. Auch die schauspielerische Leistung von Jake Gyllenhaal macht diesen Film zu einem besonderen Werk. Und wer besonders auf die Rolle der Spinnen achtet, der kann sich vielleicht nach dem ersten Ansehen die wahre Geschichte zusammenreimen.

 

Triangle

Besonders bei Horrorfilmen ist ein Mindfuck ein beliebtes Hilfsmittel. Meist funktioniert das leider nicht so wie geplant, doch in wenigen Fällen fragt man sich nach dem dritten Mal schauen, ob man auch wirklich alles verstanden hat. Eine dieser Ausnahmen ist der britisch-australische Film Triangle.

 

Die junge und alleinerziehende Mutter Jess (Melissa George) wird von Albträumen geplagt. Also beschließt sie mit ihrem Freund und vier weiteren Personen segeln zu gehen. Nach einem plötzlich auftauchenden Unwetter kentert das Segelboot, doch die Freunde finden Zuflucht auf einem Kreuzfahrtschiff. Als sie sich auf die Suche nach den Passagieren begeben, wird ihnen schnell klar, dass dieses Schiff alles andere als ein Luxusdampfer ist.

Was als gemütlicher Segeltörn von sechs Freunden beginnt, wird sehr schnell zu einer Gedankenvergewaltigung sondergleichen. Wer hier nicht von Anfang an aufpasst, wird am Ende nur mit einem verdutzten „Häh“ auf seinen Fernseher starren. Und trotzdem findet man immer wieder Motivation sich diesen Film mehrmals anzusehen. So als würde man sich ebenfalls in einer Zeitschleife befinden. Moment… war das ein Spoiler? Nein… man versteht die Geschichte trotzdem nicht so schnell.

 

The Machinist

Von diesem Film werden die meisten von euch aufgrund des Hauptdarstellers schon etwas gehört haben. Dieser Schauspieler ist nämlich seit fast 20 Jahren eine Garantie für einen sensationellen Film: Christian Batman Bale. Doch Bale ist in diesem Film kaum wiederzuerkennen. Für die Rolle des Trevor Reznik nahm der Schauspieler fast 30 Kilo ab. Und der Film wurde 2004 – gerade mal ein Jahr vor Batman Begins – veröffentlicht. Allzu gesund kann das nicht gewesen sein.

 

Der an Schlaflosigkeit leidende Maschinenarbeiter Trevor Reznik (Bale) wird von seinen Mitarbeitern gemieden. Eines Tages lernt er seinen angeblichen Kollegen Ivan kennen. Nach einem Arbeitsunfall der durch Reznik verursacht wurde, verliert ein weiterer Mitarbeiter seinen Arm. Reznik versucht seinen Vorgesetzten zu erklären, dass er von Ivan abgelenkt wurde. Doch seine Kollegen behaupten, dass es in der gesamten Firma niemanden namens Ivan gibt. Trevor versucht daraufhin Ivan zu konfrontieren.

Besonders wegen Christian Bales Darstellung des nahezu magersüchtigen Trevor Reznik wird The Machinist immer ein Film zum Wiederansehen sein. Auch durch die düstere und depressive Stimmung wirken die immer stärker werdenden Aggressionen sehr schön. Die Story lässt einen bis zum Schluss mitzittern und miträtseln. Ein absolut gelungener Film, der jedoch bis heute nicht die Anerkennung bekommen hat, die er eigentlich verdient hätte.

 

Wir hoffen, dass ihr genauso viel Spaß bei diesen Mindfuck Filmen abseits des Mainstreams habt wie wir und wir werden euch im nächsten Monat drei weitere Filme, die ihr vielleicht noch nicht kennt vorstellen. Bis dahin: Zerbrecht euch nicht das Hirn!

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