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Four Year Strong – Four Year Strong

Four Year Strong – Four Year Strong

Four Year Strong sind für mich eine Art Helden. Darum war es mir auch ein großes Anliegen, deren neue s/t-LP Four Year Strong unter die Lupe zu nehmen. Vier Jahre nach In Some Way, Shape, Or Form war es auch an der Zeit, wieder ein Album auf den Markt zu bringen. Die Vorfreude war dementsprechend groß, immerhin konnte mich schon die 2014 veröffentlichte EP Go Down In History überzeugen und so war ich gespannt, was die bärtigen Jungs aus Worcester (nein, nicht der Ort, nach dem die Sauce benannt ist) diesmal abliefern würden.

Mehr: Four Year Strong – Go Down In History – EP

Die Erwartungen waren groß und wurden zu Beginn auch völlig erfüllt. Der Opener I Hold Myself In Contempt könnte nicht typischer nach Four Year Strong (Facebook) klingen. Die kraftvolle Zweistimmigkeit der Band mit treibenden Drums, verspielten und energetischen Riffs und einem catchy Refrain lassen mein Herz höher schlagen.

We All Float Down Here wurde bereits vorab via Youtube veröffentlicht und bestärkt meine Aussage, dass Four Year Strong mit zu den besten Bands ihres Genres gehören. Der Song animiert sofort zum Mitbrüllen und Mitklatschen und entwickelt sich zu einer astreinen Pop-Punk-Nummer mit Härtefaktor.

Four Year Strong - FYS - Cover

Doch irgendwie fehlt mir danach die gewisse Raffinesse der Platte. Im Vergleich zu den starken Vorgänger-Platten kommt Four Year Strong teilweise etwas eintönig daher. So bleiben Songs wie Eating My Words oder Wipe Yourself Off, Man. You Dead nicht lange im Gehörgang. Versteht mich nicht falsch, die Songs sind stark, gehen aber bei dem großen Repertoire an Knallersongs leider unter. Stolen Credit Card! holt mich dann schon wieder mehr ab. Vielleicht liegt es auch an der etwas düsteren Grundstimmung des Songs und dem leicht mitsingbaren Refrain.

Pop-Punk-Platten erinnern mich immer irgendwie an Sommer und das Freiheitsgefühl, warum weiß ich auch nicht. Jedenfalls kommen mir diese Gedanken auch bei Who Cares und Here’s To Swimming With Bow-Legged Women, die beide in ihrer Musik eine positive Grundstimmung mit sich bringen.

Ähnlich motivierend ist auch I’m A Big, Bright, Shining Star. Eine Nummer die auf großes Geschnörkel weitestgehend verzichtet und sich darauf konzentriert aufs Maul zu hauen – I like! Das Pendant dazu nennt sich The Sound Of Your Heart. Hier bekommt man in den Strophen reihenweise Riffs um die Ohren geknallt und dazu einen eingängigen Refrain.

Den Schlussakt setzen Four Year Strong mit einem bereits bekannten Song, nämlich Go Down In History. Der Namensgeber der Vorjahres-EP ist für mich persönlich einer der besten FYS-Songs aller Zeiten. Aber überzeugt euch am besten per Video selbst.

Fazit

Das selbst betitelte Album von Four Year Strong ist leider nicht der erhoffte Paukenschlag, auf den ich mich gefreut hatte. Klar, die Platte ist gut und hat kaum Schwachstellen, dennoch bin ich als Fan etwas enttäuscht. Beim Anhören macht das fünfte Studioalbum von Four Year Strong durchaus Spaß, aber im Nachhinein könnte ich kaum Songs nennen, die sich in meinem Gehörgang manifestiert haben. Reinhören lohnt sich trotzdem.

Four Year Strong – Four Year Strong

Für Fans von: Chunk! No, Captain Chunk! , The Story So Far, Neck Deep
Pure Noise Records (Soulfood)
VÖ: 12.06.2015
Gesehen um €12,99

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