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James Hersey – Clarity

James Hersey – Clarity

Wer nach wie vor glaubt Österreich sei in Sachen musikalische Exportschlager bei Falco stehen geblieben täuscht sich gewaltig. Vor allem in jüngster Zeit zeigen Bands und Musiker wie Bilderbuch, Effi oder Left Boy, dass man durchaus über die heimischen Grenzen hinaus Erfolge feiern kann. Zu dieser Gruppe darf sich zweifelsohne auch der experimentierfreudige Ausnahmekünstler James Hersey (Homepage) zählen.

Während er seine selbst produzierte EP Twelve noch als gratis Download zur Verfügung stellte, veröffentlicht er sein Debütalbum Clarity nun am 27. Februar 2015 bei dem deutschen Independentlabel Lichtdicht Records. Das Warten hat sich dabei offensichtlich gelohnt, denn das Releasedatum für die Platte musste gleich zweimal nach hinten verschoben werden. Auch wenn der Stil besser zu sonnigeren Tagen passt, wärmt James Hersey so wenigstens die Herzen seiner Zuhörer, wenn momentan beim Blick aus dem Fenster der Sommer weiter weg denn je erscheint.

James-Hersey-Clarity-cover

Ziemlich herzig geht es auch in seinen Songs zu, denn wie der „Electro-Pop-Singer-Songwriter“ uns im Interview verriet, ist die Liebe seine größte Inspirationsquelle. Und das spiegelt sich unweigerlich in seinen Texten wider.

Musikalisch lässt er sich dabei wie gewohnt nur schwer in eine bestimmte Schublade stecken und bleibt seinem Crossover-Sound treu, verbindet Synthiemelodien mit verzerrten Gitarren und poppigen Beats. Mit Don’t Say Maybe leitet direkt ein alter Bekannter die CD ein, da der Track schon auf der EP zu hören war. Ähnlich gemütlich-verträumt geht es mit Dreamcatcher und Coming Over weiter, wobei Letzterer bereits als Filous Remix und Akustikversion im Netz zu hören ist – die Klickzahlen beider Videos sprechen dabei für sich selbst.

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In Sachen Remix ist auch auf Clarity etwas geboten – nämlich jener der neuen Single What I’ve Done, die am 13. Februar 2015 erschien. Ob das die beste Wahl war, sowohl in Sachen Remix als auch bezüglich der Singleauskopplung, sei dahingestellt, denn es gäbe durchaus eingängigere Songs auf dem Album.

So beispielsweise If You Love Me, der etwas mehr Tempo besitzt und beinahe an Popriesen wie Coldplay erinnert. Ein wenig aus der Rolle fällt auch Follow, der im Vergleich zum Beginn des Albums mit mehr Biss auftritt und eine interessante Seite des Musikers zeigt.

Fazit

Mit seinem ersten Album hat das Wiener Multitalent auf jeden Fall ein Händchen für verschiedenste Kompositionen unter Beweis gestellt und die Latte für alles, was danach noch kommen mag, bereits sehr hoch gelegt. Aber dass James Hersey einer erfolgreichen Zukunft im Grunde nichts im Wege steht, steht außer Frage – allein ein Blick auf seinen Konzertkalender verspricht nur Gutes. Nach einigen Shows in Österreich und Deutschland im Zuge seiner „Clarity-Tour“ geht es für ihn als Support für Milky Chance einmal quer durch Amerika.

James Hersey – Clarity

Für Fans von: Chet Faker, Milky Chance
Lichtdicht Records
VÖ: 27.02.2015

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