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Just Dance 2016 im Test

Just Dance 2016 im Test

Kunterbunt und stylisch – so begrüßt der achte Teil der Just Dance Reihe. Abere auch wenn die farbenfrohe Mischung aus Musik- und Modestilen immer wieder ein Genuss ist, zählen am Ende, wie allerseits bekannt, die inneren Werte. In diesem Fall umfassen diese neben Optik und Akustik auch den technischen Aspekt.

Hey, was geht App, wir tanzen die ganze Nacht

Just Dance 6

Den meisten dürfte das Spielprinzip der Just Dance Reihe bekannt sein: Ein Bildschirmtänzer tanzt eine Choreographie vor, die unter ihm mit mehr oder weniger klaren Anweisungen aus Strichmännchenzeichnungen und Pfeilen untermalt wird und nachgeahmt werden will.

Aufgezeichnet werden die Bewegungen je nach Konsole unterschiedlich: Motion Capture mit Kameras, bewegungsempfindliche Controller, oder die Steuerung über eine Smartphone App lassen keine Bedürfnisse ungestillt. Letztere Variante wurde erst mit dem aktuellen Spiel dem Repertoire hinzugefügt, und abgesehen von den geringen Veränderungen, die Just Dance 2016 im Vergleich zu seinen Vorgängern aufweist, ist dies wohl die gravierendste.

Ich seh, ich seh, was die Kamera nicht sieht

Ein Level wieder und wieder nicht zu schaffen zehrt schon sehr an den Nerven des ansonsten gelassenen und geduldigen Spielers. Sollte allerdings die Choreographie in einstudierter Perfektion absolviert werden, und man trotzdem ein schlechteres Ergebnis als der offensichtlich untalentierte Nebentänzer haben, muss etwas nicht mit rechten Dingen zugehen.

Bei Just Dance könnte das ausnahmsweise tatsächlich der Fall sein. Die Aufnahme und Bewertung der Bewegungen über die PlayStation-Kamera wirkt teilweise sehr fragwürdig, da der Spieler mitten im Lied plötzlich nicht mehr wahrgenommen wird, oder ein Schluck vom Getränk zwischendurch als ein perfekter Rückwärtssalto bewertet wird. Zum Glück gibt es die Alternative der Smartphone App. Hier wird zwar wie bei den bewegungsempfindlichen Controllern nur der rechte Arm aufgezeichnet, aber immerhin ist das Ergebnis fairer.

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Uptown Funk trifft Copacabana

Wer Just Dance 2016 mit der Erwartung beginnt, viele aktuelle Hits zu finden, wird enttäuscht werden. Auch wenn Ubisoft die Vielfalt an Songs aus den Vorgängerspielen weiterführt, sind von den 44 verfügbaren Songs nur acht aus 2015. Böse Zungen behaupten, die Anzahl von merkwürdigen Songcovers im Vergleich zu Chartstürmern läge an dem Geiz der Produzenten, Geld für Lizenzen auszugeben. Dafür findet man allerdings Schmankerl wie die Wilhelm Tell Ouvertüre (erkennbar nach dem ersten Takt) oder die Balkanvariante des Angry Birds Intros. Anime Fans werden sich über die Ievan Pollka mit Hatsune Miku als Haupttänzer freuen (das finnische Lied mit der Lauchstange).

Hier die vollständige Songliste.

Just Dance 2

Was gibt es Neues?

Neue Funktionen finden sich in Just Dance 2016 zwar einige, keine davon wirkt allerdings revolutionär:

  • Der klassische Dance Party Modus, in dem man miteinander um Diamanten, oder gegeneinander um Sterne spielen kann.
  • Der Modus Dance Quest, in dem drei Songs gegen einen Computergegner allein oder im Team absolviert werden müssen.
  • Die World Video Challenge, in der man anstatt live gegen Spieler aus der ganzen Welt anzutreten, in aufgenommenen Videos anderer gegen diese tanzen kann.  Weiters hat man, sofern eine Kamera vorhanden ist, auch die Möglichkeit, eigene Videos hochzuladen.
  • Sweat & Playlists sind das wonach sie klingen: Playlists, bei denen man durch schnelle Choreographien ins Schwitzen kommt.
  • Das Feature Showtime bietet für kreative Spieler, die sich gerne in Szene setzen, die Möglichkeit, ein eigenes Musikvideo zu einem Song aufzunehmen. Voraussetzung hier sind im Idealfall Kamera, Kenntnis der Lyrics und ein bisschen Körpergefühl für die Performance, die natürlich auch online mit der Just Dance Community geteilt werden kann.Just Dance 7

Unlimitiert Geld – unlimitiert Spaß – Just Dance Unlimited

Natürlich würde Just Dance 2016 nicht dem (semi-)aktuellen Trend nach downloadbaren Inhalten, oder DLCs, entsprechen, wenn es nicht Angebote für diejenigen hätte, die noch mehr Geld für diverse zusätzliche Features ausgeben möchten.

Ubisoft bietet für besonders motivierte Spieler ein spezielles Abonnement an, für knappe 7 Euro pro Monat erhält man Zugriff auf ein Archiv aus über 150 alten und neuen Songs, dem, laut Hersteller, immer mehr Songs hinzugefügt werden sollen. Just Dance Unlimited lautet der farbenfrohe Name des Services, das Spieler Songs streamen lässt.

Just Dance 3

Fazit

Just Dance 2016 hält sich im Großen und Ganzen an seine Vorgänger, was an sich kein Verbrechen ist, da das Erfolgskonzept der Reihe mit jeder weiteren Erscheinung trotzdem nicht an Effektivität verliert. Außerdem lassen sich, wenn man ehrlich ist, mit der Verbindung Pop Songs und Tanz nicht viele revolutionäre neue Spielprinzipien einführen. Trotzdem ist dieser Ableger der Reihe meiner Meinung nach schwächer als seine Vorgänger, die Songauswahl ist nicht besonders aktuell und die existierenden Spielmodi bieten weniger Herausforderungen als die bisherigen Teile. Als Partyspiel bietet es allerdings weiterhin viel Unterhaltung und Möglichkeiten, verrückt durchs Wohnzimmer zu shaken oder seinen Freunden „versehentlich“ eins überzubraten.

8punkte-cd-review_neuRelease Date: 22.10.2015
Plattform:  Wii, Wii U, Xbox 360, Xbox One, PS3, PS4
Genre: Tanz, Rhythmusspiel
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft France

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