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The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D im Test

The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D im Test

Zusammen haben Entwickler Grezzo und Publisher Nintendo am 13.02.2015 The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D (Homepage) veröffentlicht. Somit liegt es mal wieder an uns, in 72 Stunden die Welt zu retten.

Wir haben uns mit dem Release des N64-Remake natürlich für euch die Frage gestellt, ob die Erwartungen an die aufgefrischte Version des Klassikers erfüllt werden – oder ob man in diesem Fall den Mond in aller Ruhe abstürzen lassen kann, um sich wichtigeren Dingen zu widmen.

Wenn der Mond in meine Videospielwelt kracht

An der Story hat sich seit dem Original vom 27.04.2000 nicht viel geändert: Auch dieses mal werden wir als sogenannter Held der Zeit, Link, wieder zu Beginn des Spiels von dem verrückten Bösewicht Horror Kid überfallen und in einen Deku, eine Art Baumwesen, verwandelt. Kurz darauf lernen wir allerdings den verdächtig wirkenden Maskenverkäufer kennen, der uns dabei hilft, uns zurückzuverwandeln.

Nicht gerade jemand, den man in der Nachbarschaft haben möchte: Der Mond über Termina. ©Nintendo

 

Dabei bleibt uns eine Maske erhalten, mit deren Hilfe wir uns jederzeit wieder in unsere holzige Gestalt begeben können, wenn dies erforderlich ist. Ende gut, alles gut also? Weit gefehlt: Wir finden bald heraus, dass Horror Kid mittels Magie den Mond zum Absturz bringen will und uns nur 72 Stunden bleiben, um dies zu verhindern.

Zurück in die Vergangenheit

72 Stunden ist natürlich nicht viel Zeit, aber dafür haben wir unsere Ocarina, ein flötenhaftes Instrument, mit der wir unter anderem die Zeit immer wieder zum Anfang dieses 3-Tages-Zyklus zurückdrehen können.

Das ist auch bitter nötig, denn es gilt in bekannter Zelda-Manier wieder Tempel zu erforschen, Ausrüstung zu sammeln und Rätsel zu lösen, um im finalen Showdown als Sieger auszusteigen.

 © Nintendo

Verschieberätsel gehören auch diesmal wieder zum guten Ton. ©Nintendo

Die vorhin erwähnte Verwandlung ist für die gesamte Quest essenziell: Unterwegs finden wir noch zwei weitere Masken, die es uns gestatten, die Form von anderen Lebewesen sowie deren Eigenschaften anzunehmen.

Von Fischen, Bäumen und Yetis

Somit stellen wir uns den Herausforderungen entweder als Deku-Baumwesen, als Zora-Fischmensch oder als steinefressenden Gorone, der sich mit Stampfattacken und Faustschlägen den Weg freiräumt.

Jede dieser durch die Masken gegebenen Formen hat ganz spezielle eigene Eigenschaften und Talente. Es gibt spezielle Blumen, mit denen Zoras und Goronen nichts anfangen können, als Deku allerdings können wir uns eingraben und hoch in die Luft schießen lassen, um so Abgründe zu überwinden.

Goronen sind zwar friedliche Wesen, aber ziemperlich wollen wir trotzdem nicht sein. ©Nintendo

Goronen sind zwar friedliche Wesen, aber zimperlich wollen wir trotzdem nicht sein. ©Nintendo

Könnt ihr euch noch an den berühmt-berüchtigten Wassertempel aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time erinnern? Als fischähnlicher Zora wäre dieser kein Problem gewesen – wir bewegen uns flink und wendig durchs Wasser und lassen uns von Strömungen treiben.

Somit bleibt noch der Gorone. Als solcher sind wir superstark und zerschlagen auch Felsen problemlos. Viel interessanter ist allerdings die Fähigkeit, sich einzurollen, und superschnell durch die Gegend zu rollern. Wer braucht da noch ein Pferd?

Die Welt retten – und sonst?

Auch passionierte Weltenretter müssen mal runterkommen. Zum Glück gibt es auch abseits der Haupthandlung genug zu tun: So kann man fischen, einen Deku-Flugwettbewerb bestreiten oder auch einfach die alltäglichen Probleme der Bewohner lösen.

Dies ist besonders interessant bei Majora’s Mask, da wir hier durch den immer gleichen 3-Tages-Zyklus die Bewohner sehr gut kennenlernen, ihren Tagesablauf erforschen und somit ihre Probleme lösen.

 ©Nintendo

Mit der Hymne der Zeit drehen wir regelmäßig die Zeit zurück. ©Nintendo

Wir haben im Laufe unserer Reise ein Liebespaar zusammengebracht, eine Farm vor Geistern gerettet, verlorene Küken eingesammelt und das alles nur durch geschicktes Terminplanen und Kombinationsfähigkeit.

Sanfte Änderungen und radikales Gleichbleiben

Bei Remakes sehen wir uns natürlich immer mit der Frage konfrontiert: Gibt es was neues? Was ist gleichgeblieben? Was wurde angepasst?

Im Fall von The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D ist das gewissermaßen Ansichtssache. Der Großteil des Spiels ist genauso, wie er uns in Erinnerung geblieben ist. Die größte Änderung findet sich aber wohl bei den Bosskämpfen. Diese funktionieren nach dem gleichen Prinzip, stellen aber meist mehr Möglichkeiten als früher zur Verfügung, die Bosse anzugreifen.

 ©Nintendo

Es begann mit Horror Kid und es endet mit …? ©Nintendo

Insbesondere Gyorg, der Boss des Wassertempels, galt früher als schlecht designter Boss, da er mit der Art und Weise, wie die Kamera in The Legend of Zelda: Majora’s Mask auf dem Nintendo 64 funktionierte, oftmals schwer angreifbar war. Ohne groß spoilern zu wollen kann man sagen, dass dies nun deutlich entschärft ist.

Ansonsten wurden nur Kleinigkeiten geändert. So gibt es nun mehr Speicherpunkte sowie eine Art Terminkalender, die mehr Überblick in die Nebenaufgaben bringt.

Täglich grüßt die Grafikpracht

Grafisch gesehen ist The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D ein absoluter Hingucker geworden. Wir sind von verschneiten Berggipfeln, saftigen Wiesen über trockene Wüsten durch bunte und abwechslungsreiche Landschaften gelaufen und haben am Meer sowohl über als auch unter Wasser unsere Umwelt bewundert.

 ©Nintendo

Als Deku schweben wir hier durch stimmige bunte Sumpflandschaften. ©Nintendo

Leider wird das alles durch sporadische Ruckler unterbrochen, die zwar nie lange andauern, und nur in großen, offenen Gebieten auftreten, aber es wird doch das ansonsten hervorragende technische Gerüst etwas dadurch getrübt.

Soundtechnisch hat uns nichts besonders überrascht, die Lieder sind nach wie vor stimmig und haben oftmals absoluten Ohrwurmcharakter. Es ist somit alles beim Originalsoundtrack geblieben, was auch gut ist, da dieser einen großen Teil zur Stimmung des Spiels beiträgt.

Fazit

Wir können The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D uneingeschränkt an alle Neugierigen sowie Liebhaber des Originals empfehlen. Einzig Leute, die das Original nicht mochten, werden hier auch nicht glücklich werden.

Alle anderen finden ein manchmal gruseliges, manchmal lustiges, zeitweise düsteres aber immer großartiges Abenteuer, das kaum Kritikpunkte übrig lässt.

Einige der Nebenaufgaben können etwas lästig werden, und der vorhandene Zeitdruck ist Geschmackssache. Es war damals eine sehr riskante Entscheidung der Entwickler und auch 2015 wird der mitlaufende Timer wohl noch die Fangemeinde spalten. Wir mochten ihn jedenfalls und können euch The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D nur ans Herz legen. Von uns daher 9 von 10 Punkten.

The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D

Releasedate: 13.02.2015
Plattform: Nintendo 3DS, 2DS
Genre: Action-Adventure
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo, Grezzo
Ungefähre Spieldauer: 10 Stunden
Für Fans von: The Legend of Zelda
PEGI: ab 12 Jahren
Preis: gesehen um 41,99 Euro

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