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Midriff – Doubts & Fears

Midriff – Doubts & Fears

Singende Schlagzeuger oder Schlagzeugspielende Sänger sind in der Musikwelt selten gesehen. Das diese eigenwillige Besetzung auch erfolgreich funktioniert zeigen prominente Beispiele wie etwa Phil Collins, Die Ärzte Drummer Bela B. oder Atreyu Sänger-Drummer Brandon Saller.

Auch im Tiroler Unterland gibt Midriff-Drummer Paul Hetzinger sowohl den Takt als auch den Ton an. Begleitet von den fetten Riffs der Gebrüder Lentner mit Joschua an den schreienden sechs Saiten und Tieftonsklaven Jeremy am Bass erzeugt das Trio einen Sound, der den Hörer denken lässt, Kufstein liege an der US-amerikanischen Westküste.

Nach dem bombastischen Debüt-Longplayer Broken Dreams (die Review dazu lest ihr hier) wandert mit Doubts & Fears das zweite Midriff Studioalbum in die Regale der Plattenläden.

Midriff-doubts&fears-cover

Die dreizehn unter eigener Flagge produzierten und recordeten Songs der Platte versprechen laut bandeigener Presseaussendung sich in eine erwachsenere und düstere Richtung zu bewegen – eine Aussage, der man beim Lauschen der ersten Töne auch sofort zustimmen kann. Im Eröffnungsknaller Outcry massieren ein fettes Gitarrenbrett und rougher Gesang schon mal ordentlich das Trommelfell, welches auch in den folgenden Minuten kaum zur Ruhe kommen wird.

Wie im folgendem Playing On A Role, stampfen sich das energiegeladene Safehouse, die Sing-alongs Death Row und Less Then Expected, der Gitarrenbrettkracher Regular Monster und der Audioslave Ableger Soul To Burn durch den Gehörkanal ins durchgeschüttelte Gehirn. Musikalisch sanftere Töne verbergen sich ausgeklügelt Arrangierten Long Gone, in der Powerballade What’s Left sowie in der zerbrechlich intimen Piano-Rock Ballade In My Cage.

Neben diesen zwei großen Blöcken finden sich aber mit dem anfangs schleppend-sphärischen Blues’n’Roots Track Minds Health, dem im klassischen Doom Metal gekleideten Only A Pawn und der wortkargen jedoch komplexarrangierten quasi Jamsession I Can’t Say drei ausgeklügelt-innovative Tracks, welche sich mit ihrem speziellen Charakter Art leicht vom Rest Platte abheben.

FAZIT

Midriff (Homepage) bespielt mit Doubts & Fears alle Facetten des guten Hardrocks und lässt neben klassisch fetten Gitarrenriffs und polternden Drums, klanglich als auch technisch mit Innovationen aufhorchen. Zusammenfassend liefert das Trio eine reif durchdachte, ausgeklügelte und solide Platte ab, welche den Göttern des Rock Olymps ein Grinsen ins Gesicht zaubert!

Midriff – Doubts & Fears

Für Fans von: Heavens Basement, Stone Sour, Audioslave Metallica
office4music.com
VÖ: 29.05.2015
Gesehen um € 16,98

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