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Millencolin – True Brew

Millencolin – True Brew

Sieben Jahre liegt das letzte Lebenszeichen von Millencolin (Homepage) bereits zurück. Dass dies eine sehr lange Zeit ist, merkt man daran, wenn man sich ansieht, was damals passierte: Österreich war Gastgeber der Fußball EM, Barack Obama wurde zum 44. US-Präsidenten gewählt und ein gewisser Schnuffel war mit dem Kuschel-Song auf Platz 1 der österreichischen Single Charts – WTF?!

Mehr: Millencolin live in der Arena Wien

Aber zurück ins Jahr 2015, denn was zählt ist das hier und jetzt und da punkten Millencolin mit ihrem mittlerweile achten Studioalbum True Brew bei Fans und Kritikern. Das liegt vor allem auch daran, dass man nach dem etwas ruhigeren Vorgänger Machine 15 nun wieder zurück zum Punkrock geht und sich nicht scheut, nach 23 Jahren Bandgeschichte auch mal wieder lautere Töne anzuschlagen.

Millencolin - True Brew - Cover

Dass der alternative Touch des Vorgängers keinen Platz auf True Brew findet zeigt bereits der Opener Egocentric Man. Kompromissloser Punkrock trifft hier auf einen Hauch von Country, eine Mischung, die es in sich hat. Weniger „rau“, dafür mit dieser gewissen „Tony Hawk Pro Skater-Attitüde“ kommt Chameleon um die Ecke und erinnert stark an den musikalischen Ursprung der Schweden.

In Autopilote Mode werden die Cowboys des Openers gegen knüppelharte Piraten getauscht. Zumindest stelle ich mir so punkige Seeräuber vor – ich sollte aufhören, nach „lustigen“ Assoziationen zu suchen. How ever, Bring Me Home und Sense & Sensibility treffen dann wieder vollkommen mein Hörerherz und veranlassen mich zum Air – Schlagzeugspielen und lassen mich in Erinnerungen an die guten alten Tage schwelgen.

Dass True Brew bereits beim ersten Anhören sehr vertraut klingt liegt wohl daran, dass Millencolin bei der Produktion vom Aufnehmen, übers Songwriting, bis hin zum Artwork alles selbst in die Hand genommen haben. So stand der typische Millencolin-Sound nie in Gefahr und Fans der ersten Stunde werden garantiert nicht enttäuscht sein.

Fazit

True Brew von Millencolin ist eine musikalische Leberkässemmel: Nichts Neues, aber man weiß zu schätzen, was man daran hat, und kann sich blind darauf verlassen. Manchmal ist es eben doch gut, wenn man sich auf seine Stärken verlässt und einfach das tut, was man kann. Auf die nächsten 23 Jahre!

Millencolin – True Brew

Für Fans von: Alkaline Trio, No Use For A Name, Lagwagon
Epitaph Europe (Indigo)
VÖ: 24.05.2015
Gesehen um €12,99

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