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MUCC – C-Club Berlin

MUCC – C-Club Berlin

Hitze, heiß, Celsiusgrade am Siedepunkt: Doch es lag am 24. Mai 2015 nicht nur an den Temperaturen im C-Club in Berlin, sondern vor allem MUCC (Homepage) war für die kochende Atmosphäre in der Halle verantwortlich.

Über vier Jahre ließen sich die japanischen Herren Zeit, bis sie uns erneut einen Besuch abstatteten. Dieses Mal stand die Tour unter dem ausdruckstarken Titel F#CK THE PAST F#CK THE FUTURE.

Doch Tatsuro (voc.), YUKKE (bass), Miya (git.) und SATOchi (drums) legten den Fans gegenüber alles andere als eine gleichgültige Attitüde an den Tag. „It’s so hot!“ rief der Sänger von MUCC dem Publikum zu, nachdem sie ihren ersten, dystopisch anmutenden Song THE END OF THE WORLD als Willkommensgruß der jubelnden Menge entgegen geschmettert hatten.

Tasuro, Sänger von MUCC, überwltigte mit Präsenz und Stimme. ©Katharina Dohle

Tasuro, Sänger von MUCC, überwältigte mit Präsenz und Stimme. ©Katharina Dohle

Doch das Ende sollte das noch lange nicht sein, es fing erst so richtig an! Die Energie und Kraft, für die MUCC in ihrer Musik bekannt ist, schnellte durch die von Transpiration gesättigte Luft ins Fanherz eines jeden.

Tatsuros voluminöse, warme Stimme harmonierte melodisch zu harten Gitarrenklängen und versiert gezupften Basslines. Vor allem in Songs wie Ms. Fear, AGEHA und Hallelujah fanden die Vocals den nötigen Raum, um ihre überwältigende Kraft vollends zu entfalten.

MUCC ist nicht nur bekannt für ihre harten udn dystopischen Songs, sondern auch für harmonische Medlodien, die Tatsuro mit seiner warmen Klangfarbe ausgereift ergänzt. ©Katharina Dohle

MUCC ist nicht nur bekannt für ihre harten und dystopischen Songs, sondern auch für harmonische Melodien, die Tatsuro mit seiner warmen Klangfarbe ausgereift ergänzt. ©Katharina Dohle

Trotz der abartigen Hitze heizte die Band ihre Fans weiter an und tobten allem Schweiß zum Trotz körperlich wie musikalisch auf der Bühne, als wären sie ein melodiöser Sturm, der kein Bein und Arm ruhig zurück lassen wollte.

Entziehen konnte man sich dem nicht – lediglich in kleinen Pausen zwischen den Liedern kamen beide Seiten zu Atem. Mit dem Satz „Ich bin ein Berliner“ trat Tatsuro in Kennedys Fußstapfen und bestimmt auch in jedes Fanherz – doch lange ließen sich die Japaner nicht Zeit, und spielten sich zu einem fulminanten Finale ihres Konzerts in Berlin.

Das beste kommt bekanntlich zum Schluss - so halfen MUCC einem jungen Mann die Dame seines Herzens zu erobern. ©Katharina Dohle

Das beste kommt bekanntlich zum Schluss – so halfen MUCC einem jungen Mann die Dame seines Herzens zu erobern und lieferten auch noch den passenden Song dazu. ©Katharina Dohle

Doch natürlich durfte ein Encore nicht fehlen – denn immerhin forderte die Fanmenge das auch lauthals. Doch anstatt  das MUCC den Fans das gaben, was sie wollten, wurde ein Mädchen namentlich auf die Bühne gebeten – alle waren etwas verwundert, doch die Ahnung keimte in jedem auf.

Dann trat ein junger Mann dazu und fragte die Frage aller Fragen (zumindest in den Augen aller romantisch-bodenständigen geblieben Frauen) „Willst du mich heiraten?“ Das ganze Publikum freute und feierte sich mit dem Paar nach dem erwarteten „Ja!“ der jungen Frau.

Und als wäre das nicht schon Romantik und herzerwärmend genug, schlugen MUCC die ersten Klänge von Marry You an – was wünscht man sich mehr an Atmosphäre!

MUCC ist einfach immer für Überraschungen gut, das bewiesen sie auch mit einer spontanen Japanisch-Deutsch Lehrstunde für alle Fans, bevor diese dann mit den letzten Liedern für den Abend in die kühle Nacht entlassen wurden.

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