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Nova Rock Festival 2015 – Tag 1

Nova Rock Festival 2015 – Tag 1

Nach anstrengendem Anreisetag und einer ziemlich kurzen Nacht ging der erste Tag des Nova Rock 2015 gleich ziemlich hart her. Denn noch nie hatte ich ein so dicht gedrängtes und intensives Programm auf einem Festival vor mir wie dieses Jahr. Zwar hörte ich von einigen Seiten, dass sie das Line-up heuer nicht so spektakulär fänden, für mich aber war es das beste Nova Rock Line-up ever!

Mit etwas Verspätung öffneten sich kurz vor 12:30 die Pforten des Konzertgeländes. Also schnell ab zur Red Stage, auf der Mother’s Cake das Nova Rock Festival eröffnen durften. Immerhin durfte ich mir die Local Heroes Sieger von 2010 ja nicht entgehen lassen! Das dachten sich auch einige mehr, denn trotz Tropenhitze und früher Uhrzeit war schon einiges los beim heimischen Opener.

Nach Feine Sahne Fischfilet und einem kurzen Intermezzo an den viel zu teuren Essständen zog es mich wieder an die Red Stage, denn da war nun Pop Punk angesagt! Den Anfang machten All Time Low, die mich live noch nie richtig überzeugen konnten – so auch diesmal nicht. Wie auch immer, wenigstens der Mädchenmenge hat’s gefallen. Yellowcard, die im Anschluss an der Reihe waren, hatten da schon deutlich mehr Feuer unterm Arsch.

Apropos Feuer unterm Arsch: Was Parkway Drive auf der Blue Stage zelebrierten, war ein einziger Abriss vom Feinsten! Mit unglaublicher Spielfreude und einer perfekten Setlist brachten die Australier das Publikum auf Höchsttemperaturen, die das Gelände vor der Blue Stage in eine einzige Staubwolke hüllten.

Parkway Drive  | © Andreas Graf

Parkway Drive
© Andreas Graf

Mein persönliches Highlight an Tag 1 folgte, nämlich Lagwagon am Red Bull Brandwagen. Die intime Stimmung ohne Wavebreaker und ohne Videowall ließ den Gig der Skate-Punk Legenden fast schon wie eine kleine Club-Show wirken. Publikum und Band waren sofort im Einklang und feierten gemeinsam zu Songs wie Sick, Violins und Razor Burn.

Motiviert bis in die Haarspitzen ging es dann wieder zur Red Stage und zu den Beatseaks aus Berlin (BERLIN!!), die eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, dass sie eine der besten Livebands dieses Planeten sind. Als Beatsteaks-Fan der ersten Stunde, war ich vor allem über die Setlist überglücklich. Viele alte Kracher (To Be Strong, Summer, Barfrau, Let Me In, …) und nur zwei neue Songs, die sich live eindeutig besser als auf Platte anhören. Nach minutenlangem Zugabe-Gerufe kamen die Beatsteaks noch einmal und schenkten ihren Fans mit dem Police-Cover So Lonely einen ganz besonderen Moment.

Beatsteaks  | © Andreas Graf

Beatsteaks
© Andreas Graf

Ein kurioser Moment folgte danach. Am Weg zum Scooter Konzert stolperte eine Freundin von mir über einen kleinen Baum, der mitten am Highway To Hell lag. Dieser wurde danach sorgfältig und liebevoll in ein Spritzerglas eingesetzt, gegossen und mitgenommen. Mit einem Baum in der Hand bei einem Scooter Konzert, das können wohl nur die wenigsten behaupten.

Scooter  | © Andreas Graf

Scooter
© Andreas Graf

Scooter haben dann alle Erwartungen an ein Late Night Special erfüllt. Es war laut, schräg und etwas verwirrend. Vor allem aber war es lustig, wie rund 30.000 Metaler zu Hyper, Hyper abgegangen sind und frenetisch applaudierten. H.P. Baxxter du geile, alte Rampensau, das war always hardcore, WICKED!

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