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Nova Rock Festival 2015 – Tag 2

Nova Rock Festival 2015 – Tag 2

Tag 2 des Nova Rock 2015 war ein typischer Nova-Tag, wie er im Buche steht. Nicht nur, dass die Toten Hosen zum gefühlt hundertsten Male auftraten, nein auch das Wetter präsentierte sich in, nennen wir es mal, „klassischer“ Nova-Manier. Aber alles auf Anfang: Morgenmensch, wie ich einer eben bin, wollte ich pünktlich um 8 Uhr morgens gemütlich in die Dusche steigen. Nach circa 40 Minuten Wartezeit und fünf Minuten brausen waren mir rund 2 Minuten Sauberkeit gegönnt, ehe mich mein Staubkleid wieder innehatte.

Es war nicht nur heiß, es war richtig, richtig heiß an Tag 2! Umso erstaunlicher, welch Menschenmasse sich um 13 Uhr bei Turbobier versammelt hatte. Danach gönnte ich mir einen Wurstsalat bei Starkoch Oliver um sage und schreibe 5€ (!!), der nicht mal nur annähernd so gut geschmeckt hat, wie wenn ich ihn gemacht hätte. (Ich sollte Fernsehkoch werden.)

Bei Callejon hatte es dann satte 35 Grad und so versuchten wir einen der begehrten Schattenplätze neben den Soundtürmen zu ergattern, was uns glücklicherweise gelang. Vom Konzert haben wir so zwar nichts gesehen, das tangierte aber in diesem Moment nur peripher.

Den ersten Orkan des Tages erlebten wir dann vor dem Auftritt von Asking Alexandria. Um die Wartezeit sinnvoll zu nutzen, präsentierten uns blutjunge Mädels minutenlang mal mehr und mal weniger wohlgeformte Brüste – Danke dafür! Ach ja, der Auftritt danach war dann auch ganz okay.

Kraftklub| © Ljubo Lukic

Kraftklub
© Ljubo Lukic

Mein erstes großes Highlight war dann der Gig von Frank Turner, der leider dem tropenähnlichen Wetter zum Opfer gefallen ist. Wie singen Kraftklub so schön: „15 Uhr auf Festivals, 30 Gäste bei der Show!“ So ähnlich war es dann auch. Aber Frank Turner ließ sich davon nicht beirren und legte einen fulminanten Auftritt hin. Da war es eigentlich gar nicht so schlecht, dass man gemütlich im Wavebreaker Platz zum Tanzen hatte, ohne angerempelt zu werden. Danach ging es für mich zweites Mal ab unter die Dusche (ja, ich werde alt), wobei ich mir diese angesichts des Wetterverlaufs hätte sparen können.

Mehr: Frank Turner im Interview

Während der letzten Sonnenstrahlen des Tages rissen Kraftklub mit einem Auftritt für die Nova Rock-Geschichtsbücher die Bühne ab. Bengalen, Konfetti und ein kurzer Auftritt auf einer Mini-Bühne inmitten der Crowd sorgten für denkwürdige Momente. Wer das verpasst, ist selbst schuld. Die Karl-Marx-Städter – für uns die eindeutigen Sieger des Tages. So störte es uns auch nicht, dass wir deshalb von Papa Roach nur noch wenige Impressionen erhaschen konnten, bevor sich der Himmel verdunkelte und Nickelsdorf in ein schwarzes Wolkenmeer getaucht wurde.

Mehr: Kraftklub im Interview

Papa Roach | © Ljubo Lukic

Papa Roach
© Ljubo Lukic

Mehr: Papa Roach im Interview

Der Auftritt von Fanta 4 wurde dann leider von kurzen aber starken Regengüssen überschattet. Auch wir nahmen unsere Beine in die Hand begaben uns vorsichtshalber zurück in unser Zelt. Schade, auf die Fantas hätten wir uns wirklich gefreut. Der Regen war dann rechtzeitig zu den Toten Hosen wieder vorbei, die eine gewohnt solide Performance mit vielen alten Songs und Parolen gegen die FPÖ hinlegten. Ein kleinwenig enttäuscht waren wir dennoch, da es im Vergleich zu früheren Hosen-Konzerten kaum nennenswerte Highlights gab. Schön war es trotzdem!

Fanta 4 | © Ljubo Lukic

Fanta 4
© Ljubo Lukic

Um 00:30 Uhr betrat dann Wolfgang Ambros die Bühne. Es waren zwar weitaus weniger Leute vor der Bühne, als tags zuvor bei Scooter, jene die da waren, bekamen aber Unterhaltung vom Feinsten geboten. Der dezent angetrunkene Bruce Springsteen des Austropop (Zitat Ewald Tatar) tat einem zwar aufgrund seines körperlichen Zustandes etwas leid, legte aber eine sagenhafte zweistündige Show mit all seinen Hits hin. Egal ob die Blume aus dem Gemeindebau, Zwickts mi, Schifoahn oder Wem heut ned schlecht is, kein Wunsch blieb unerfüllt und die sonst so harten Rockfans waren begeistert. Danach taten wir es dem Wolferl gleich und gönnten uns im Partyzelt noch das ein oder andere Glaserl.

Wolfgang Ambros | © Ljubo Lukic

Wolfgang Ambros
© Ljubo Lukic

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