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Nova Rock Festival 2015 – Tag 3

Nova Rock Festival 2015 – Tag 3

Dem letzten Tag des Nova Rock 2015 wurde mit einem weinenden und einem lächelnden Auge entgegengeblickt. Einerseits waren wir traurig, dass der ganze Spaß schon wieder dem Ende zuging, andererseits freuten wir uns noch einmal auf grandiose Acts und waren froh wieder nach Hause zu kommen, da man schon den einen oder anderen Körperverschleiß hinnehmen musste.

Um 14:40 starteten wir mit der deutschen Hip-Hop Queen FIVA in den letzten Festivaltag und dies sogar bei leicht bewölktem Himmel – welch angenehmer Segen. FIVA hab ich das erste Mal zufällig am Frequency Festival gesehen und war seitdem sofort Fan. Auch diesmal hat sie mich wieder vollkommen überzeugt und mit ihrer sympathischen Art und außergewöhnlichem Talent gepunktet.

Mit deutscher Frauenpower ging es dann bei Jennifer Rostock weiter, die sich für ihren Auftritt wirklich ins Zeug legten. Gastauftritte, Fans auf der Bühne, Schnäpse und ein Busenblitzer von Jennifer Weist sorgten für Begeisterung. Einzig und allein die technischen Probleme, die es zwischendurch gab, sorgten für einen kurzen Stimmungsabbruch.

Jennifer Rostock

Jennifer Rostock
© Andreas Graf

Danach ging’s ab zum Brandwagen auf dem unsere alten Bekannten von All Faces Down zu Gange waren. Und dort ging ordentlich die Post ab. All Faces Down durften sich über eine große Besucherzahl freuen, die nicht nur tanzwillig, sondern auch sehr laut und textsicher war. Ein lautes Ausrufezeichen dafür, dass man mehr heimische Acts auf österreichischen Festivals spielen lassen sollte. Nervig waren nur diese beschissenen Pappteile, die man sich am FM4-Stand holen konnte, die während des Konzertes von vielen Leuten als Frisbees benutzt worden waren.

The Gaslight Anthem | © Ljubo Lukic

The Gaslight Anthem
© Ljubo Lukic

Bei The Gaslight Anthem ging dann die Welt unter. Nach nur zehn Minuten musste ihr Gig leider unwetterbedingt abgebrochen werden, da ein Mesozyklon über die Pannonia Fields zog. Soll heißen: Sturmböen, kräftige Regen- und Hagelschauer sowie durch die Luft fliegende Zelte. Glücklicherweise konnten wir unser Zelt irgendwie am Boden halten.

Als das Unwetter vorbei war und wir uns die letzten trockenen Kleidungsstücke zusammengesucht hatten, war es endlich Zeit für Farin Urlaub und sein Racing Team, die genau zum richtigen Zeitpunkt an der Reihe waren. Denn dank großem Unterhaltungswert und jeder Menge Schabernack war die Weltuntergangsstimmung rasch wieder Geschichte und es konnte wieder gelacht und gerockt werden. Farin, du bist und bleibst mein Gott!

Motörhead | © Ljubo Lukic

Motörhead
© Ljubo Lukic

Um die Zeit bis zu Slipknot zu überbrücken, sahen wir uns Motörhead an. Beeindruckend, dass man mit solch hohem Alter noch so eine Show hinlegen kann. Eine großartige Show haben mit Sicherheit auch Deichkind hingelegt, die wir für Slipknot aber lieber sausen ließen.

Mit rund 30-minütiger Verspätung war es dann endlich so weit und Slipknot betraten unter tosendem Applaus die Bühne. Über die Bühnenshow muss man denke ich nicht mehr viel sagen, denn jeder weiß, dass Slipknot wohl eine der besten Livebands dieses Planeten sind. Für meinen Geschmack wurden aber leider zu viele neue Songs gespielt und so musste man lange warten, um Before I Forget, Wait And Bleed und Duality zu hören. Sei es drum, Slipknot waren ein würdiger Headliner und ein perfekter Abschluss für das Nova Rock 2015. Es war mir ein innerliches Blumenpflücken.

Slipknot | © Ljubo Lukic

Slipknot | © Ljubo Lukic

 

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