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The Order: 1886 im Test

The Order: 1886 im Test

Mit The Ordner: 1886 entführen uns Entwickler Ready At Dawn und Publisher Sony ein viktorianisches London gespickt mit Steampunk-Elementen. Der Titel erschien am 20. Februar 2015 exklusiv für die Playstation 4 und schickt seither die Spieler in der Rolle Sir Galahad in den Kampf gegen unmenschliche Feinde, die eine Fehde gegen seinen Ritterorden führen.

Knappe 40 Jahre nach der industriellen Revolution befindet sich London im Aufruhr. Die Ritter der Tafelrunde setzen alles daran, für Ordnung zu sorgen. Sir Galahad, einer der Ordensritter, kämpft dabei nicht nur gegen übernatürliche starke und schnelle „Halbblüter“. Es baut sich etwas auf in den Straßen Londons, eine Rebellion scheint den bereits brüchigen Frieden zu bedrohen. Galahad und seine drei treuen Gefährten machen es sich zur Aufgabe, all den ominösen Machenschaften auf den Grund zu gehen.

Wird es Sir Galahad gelingen, sich gegen Halbblüter zu behaupten und der Rebellion auf die Spur zu kommen?

Wird es Sir Galahad gelingen, sich gegen Halbblüter zu behaupten und der Rebellion auf die Spur zu kommen? ©Sony Computer Entertainment

Als Erstes sticht einem im wahrsten Sinne die Grafik des Spiels ins Auge. Eine eindrucksvolle Umgebung in Nähe wie auch Ferne samt hochauflösenden Texturen läuft durchwegs ruckelfrei über den Bildschirm. Besonders detailverliebt zeigen sich die Entwickler bei der Umsetzung der Londoner Skyline, die Wahrzeichen wie dem Palast von Westminster und Big Ben erspähen lässt.

Wer sich auf Erkundungstour begibt, findet unter Umständen das eine oder andere Easter-Egg – in einem Haus kann man beispielsweise den aus Little Big Planet bekannten Sackboy in Puppenform begutachten. Das durchbricht auf amüsante Art und Weise die sonst sehr stimmige graue Atmosphäre der Londoner Gassen und Straßen.

Gesteuert wird Sir Galahad aus der Schulterperspektive, die man aus Spielen wie Uncharted kennt. Neben obligatorischen Handfeuerwaffen und Granaten setzt sich Steampunk besonders im Waffendesign durch. Erfinder Nikola Tesla als genialer Waffenschmied sorgt für entsprechende Gimmicks.

Man trägt dadurch anstatt einer Schrottflinte auch mal Gerätschaften in den Kampf, mit denen Blitze auf Feinde losgelassen werden können.

Eine Gerätschaft Nikola Teslas lässt uns Stromkreise lahm legen.

Eine Gerätschaft Nikola Teslas lässt uns Stromkreise lahm legen. ©Sony Computer Entertainment

Abendfüllende Unterhaltung für viele Tage darf man sich von The Order nicht erwarten. Selbst auf höchsten Schwierigkeitsgrad und auf die Zielhilfe verzichtend wird sich die Spieldauer auf kaum 10 Stunden belaufen. Wer sich gerne auf Trophäenjagd begibt und wirklich 100 Prozent des Spiels erforscht, wird wohl etwas mehr Zeit in London verbringen dürfen.

Dieser Umstand ist nicht zwangsläufig schlecht, stellt aber zumindest ein zweischneidiges Schwert dar. So wird die Handlung nie unnötig in die Länge gezogen, die Story entwickelt sich in straffem Tempo und ist ansprechend gestaltet.

Zwar ist dies allemal einer 20-stündigen Kampagne ohne spektakulärem Inhalt vorzuziehen, allerdings werden dem Spieler viele Wendungen und Plot-Twists geboten. Widmet man sich The Order mehrere Stunden am Stück, so mögen diese manchmal fast schon hektisch vonstattengehen.

Hier hätte man eventuell noch die eine oder andere Szene etwas ausweiten können, natürlich eindeutig eine Frage persönlicher Präferenzen.

Ob auf der Straße oder in der Küche: In The Order: 1886 wird jeder Ort zum Schauplatz.

Ob auf der Straße oder in der Küche: In The Order: 1886 wird jeder Ort zum Schauplatz. ©Sony Computer Entertainment

Verstärkt wird der latente Eindruck, durch die Story zu hetzen, durch die rigide Wegführung. Es gibt meist nur einen richtigen Weg, abseits dessen wenig bis kein Raum für Exploration bleibt.

Durch schwindelerregende Klippen und unüberwindbare Felswände in der Uncharted-Serie fällt es leichter, ein derartiges Leveldesign zu akzeptieren, als viele Häuser in The Order: 1886. In diesen sind meist alle Türen verschlossen, mit Ausnahme der einen besonderen, die den Spielfortschritt sichert.

Fazit

Mit The Order: 1886 wird den Spielern ein solider Vertreter des Action Genres geboten, das keine Zeit zu verschwenden hat. Graphisch als auch seitens des Gameplay-Aspekts gibt es kaum etwas auszusetzen, die knappe Erzählweise muss einem allerdings liegen.

Neben der kurzen Spielzeit und der raschen erzählten Story gibt es Abzüge für die Levelgestaltung, mitten im riesigen London herumzugeistern. Deshalb 6/10 Punkte von uns für The Order: 1886

Enthusiasten seien neben der Standard-Edition auf die spezielle Blackwater-Edition hingewiesen. Dieser enthält neben DLCs einen Anhänger, Aufnäher, Postkarten von Artworks sowie „Hinter den Kulissen“-Material.

The Order: 1886

Releasedate: 20. Februar 2015
Plattform: Playstation 4
Genre: Action
Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: Ready At Dawn Studios
Ungefähre Spieldauer: 6 Stunden
Für Fans von: Uncharted
USK: ab 18 Jahren
Preis: gesehen um 59,90 Euro

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