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Pan – Filmkritik

Pan – Filmkritik

Eine der erfolgreichsten Kindergeschichten, welche von einem Jungen handelt, der niemals erwachsen werden wollte und Michael Jackson mehr geprägt hat, als es gesund ist, wurde nun unter der Regie von Joe Wright neu verfilmt. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als um Peter Pan, der dieses Mal wieder von einem Kind gespielt wird und nicht von einem Erwachsenen, wie zum Beispiel Robin Williams in Hook. Das gute Stück heißt schlicht und elegant Pan und zeigt auch Hugh Jackman als Antagonist und die vielschichtige Rooney Mara.

Das Waisenkind Peter (Levi Miller) lebt im finsteren England des späten 19. Jahrhunderts und ist ein kleines aufgewecktes Kerlchen. Deshalb entgeht ihm auch nicht, dass jede Nacht ein paar Kinder aus dem Waisenhaus spurlos verschwinden. Bei dem gescheiterten Versuch, diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, wird Peter mit fast all den anderen Kindern von Piraten in einem fliegenden Piratenschiff nach Nimmerland entführt. Dort werden die Menschen unter der Führung des bösen Blackbeard (Hugh Jackman) gezwungen, in Minen Feenstaub abzuarbeiten. Doch Peter will sich mit diesem Schicksal nicht abfinden und versucht mit einem zwielichten Arbeiter zu fliehen.

Pan ist sowohl ein Reboot, als auch ein Prequel der Peter Pan Geschichte. Anstatt Kinder ins Nimmerland zu entführen, wird Peter selbst erst auf die geheimnisvolle Insel verschleppt. Abgesehen von Hugh Jackman als Blackbeard trifft er dabei auf bekannte Charaktere wie auch auf den – noch mit beiden Händen ausgestatteten – zukünftigen Widersacher Captain Hook (Garrett Hedlund), dessen treuer Gehilfe Smiegel (Adeel Akhtar), Tinkerbell/Naseweis, die toughe Tiger Lily (Rooney Mara) Meerjungfrauen (gespielt von der derzeit omnipräsenten Cara Delevingne) und ist auf der Suche nach seiner Mutter (Amanda Seyfried).

Rein von der Optik ist Pan wirklich schön gemacht, doch nicht neu. Die Minen erinnern an die Landschaft des neuen Mad Max und der tropische Teil von Nimmerland sieht aus wie Pandora aus Avatar. Des Weiteren weiß Joe Wright anscheinend nicht genau, wohin er mit diesem Film gehen will. Noch zu Beginn geht der Film in Richtung Musical und bringt zu sehr seltsamen Zeitpunkten total unpassende Lieder (Smells Like Teen Spirit von Nirvana als Peter im Nimmerland ankommt und Blitzkrieg Bop von den Ramones während Leute von der Planke gestoßen werden). Da war Hugh Jackman anscheinend noch zu sehr in seiner Les Misérables Rolle drinnen. Später wird dann gar nicht mehr gesungen. Die 3D Effekte sind wirklich toll für Kinder ausgelegt. Man erschreckt sich doch das eine oder andere Mal, wenn die Kanonenkugeln direkt in des Zuschauers Gesicht geschleudert werden. Als Erwachsener weiß man nach der zweiten Kugel, dass wirklich fast jede direkt zur Kamera fliegt.

Insgesamt ist Pan eine nette Geschichte, hat aber im Vorfeld irgendwie ein falsches Bild von sich vermittelt. Auf den Plakaten wirkt der Film düsterer und auch ein bisschen erwachsen. Das hat die Erwartungen zu sehr in eine andere Richtung gelenkt, denn die gefühlt 100ste Verfilmung (offiziell ist es die 17te) der Geschichte von James Matthew Barrie ist ganz einfach ein Film nur für Kinder, Menschen, die nicht erwachsen werden wollen und Michael Jackson Nachahmer.

PAN

Kinostart: 09. Oktober 2015
Genre: Abenteuer, Kinderfilm
Regisseur: Joe Wright
Cast: Hugh Jackman, Levi Miller, Rooney Mara, Garrett Hedlund
Land: USA, UK, Australien
Dauer: 111 Minuten
Filmverleih: Warner Bros.
Für Fans von: Fluch der Karibik, Harry Potter

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