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Parkway Drive – Ire

Parkway Drive – Ire

Parkway Drive haben seit geraumer Zeit (25.09.2015) ein neues Album namens Ire am Start. Ein Album, das die Metalcore-Fans in zwei Lager spaltet. Die einen lieben das fünfte Album der Australier, die anderen behaupten, es wäre einfach nur grottenschlecht und langweilig. Das hat uns neugierig gemacht und so haben wir Ire von Parkway Drive (Homepage) mal genauer unter die Lupe genommen.

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Dass Ire anders klingt, als die vier Alben zuvor, ist kein Geheimnis. Sänger Winston McCall meinte, dass es Zeit war, nach vier vom Sound her gleich klingenden CDs, mal etwas Neues auszuprobieren. Grundsätzlich ist das in der Musikbranche nie eine gute Idee. Denn zu 90 % geht der musikalische Wandel nicht auf und Hardcore Fans der ersten Stunde sind sowieso immer enttäuscht. Trotzdem ist es das gute Recht einer Band, sich neu zu erfinden.

Parkway Drive - Ire- Cover

Parkway Drive sind mit Ire eher weg vom „Core“ und mehr hin zum „Metal“ gegangen. Man hat ein Album produziert, das so unglaublich durchstrukturiert klingt, dass selbst der neurotische TV-Cop Monk seine Freude dran hätte. Man könnte schon fast das Prädikat „überproduziert“ verwenden. Denn genau so klingt Ire. Es wurden zu viele Inputs in die einzelnen Songs gesteckt, sodass sich die Freude beim Hören deutlich in Grenzen hält.

Außerdem ist das signifikanteste Merkmal, nämlich dass Parkway Drive einfach nach Parkway Drive klingen, verschwunden. Ire klingt nach einem Sampler aus Manowar (Vice Grip), Rammstein (Crushed), jeder Menge 80’s Rock, einem Hauch Nu-Metal und irgendwie ein bisschen Parkway Drive. Gerade diese 80er-lastige Seite geht einem mit der Zeit tierisch auf die „Ire“. Experimentieren ist ja völlig okay, doch die Australier haben es dezent übertrieben. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, den Hörer Stück für Stück an den Sound zu gewöhnen und die Songs auf zwei, drei Alben aufzuteilen, anstatt mit Ire den kompletten Kulturschock auszulösen.

Fazit

Ohne lange zu überlegen, schließe ich mich dem zweiten Lager an und kann mit Fug und Recht behaupten, dass Ire von Parkway Drive der größte Mist seit Langem ist. Danke für die Aufmerksamkeit.

Parkway Drive – Ire

Für Fans von: While She Sleeps, Architects
Epitaph Europe (Indigo)
VÖ: 25.09.2015
Gesehen um €12,99
2punkte-cd-review_neu

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