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Reingehört: Various Artists – Punk Goes Pop Vol. 6

Reingehört: Various Artists – Punk Goes Pop Vol. 6

Seit dem Start im Jahre 2001 zeigt sich das Konzept der Sampler-Reihe Punk Goes Pop (Homepage) unter dem Motto „gib einer Handvoll Punkrock Bands ein paar Mainstream Songs und beobachte was passiert“ als recht erfolgreich. So erhielt unter anderem die Backstreet Boys-Schnulze I Want It That Way in der Version von Dynamite Boy eine satte Überdosis Testosteron während Rufio Madonnas Kulthit Like a Prayer auf einen wilden Ecstasy Trip schickte.

Nach einer achtjährigen Pause zeigte das Label Fearless Records im Jahr 2009 wieder mehr Engagement am Projekt und schaffte es seither beinahe alle Jahre wieder, die Hörer mit neuen Punkrock-Interpretationen allseits bekannter als auch mehr oder weniger beliebter Mainstream Chartstürmer zu beglücken. Der Ende des Jahres 2014 veröffentlichte Sampler Nummer sechs fügt sich auch dieser Tradition an und schießt sich im Sinne des Erfinders wieder auf die Granden des Pop-Business ein.

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Ultrafett und mithilfe der modernsten Stimmbearbeitungstechnik werfen sich unter anderem Youth In Revolt gleich mal auf den Grammy prämierten Superhit Royals von Lorde. Wahrendessen zerfetzen August Burns Red mit Wrecking Ball, übrigens der zweite Samplerauftritt der US-Combo, nach Britney Spears …Baby One More Time die weltweit bekannteste Abrissbirne.

Neben der grenzwertigen We Came As Romans-Version von Taylor SwiftI Knew You Were Trouble fällt auch der Paramore Song Ain’t It Fun der schwach kreativen Eigeninterpretation von Tyler Carter feat. Luke Holland (The World Alive) zum Opfer.

Die Band Oceans Ate Alaska zeigt sich auch von keiner besseren Seite und verwandelt BeyoncéDrunk In Love in ein komplexes Trance-Core Wirrwarr. Leider zeigt sich dieses Bild auch beim weiteren Durchhören der Platte, was uns auch langsam zum Schlussresümee des Samplers führt.

Fazit

Punk Goes Pop Vol. 6 balanciert auch diesmal wieder auf den schmalen Grat zwischen Hit oder Shit. Wie zurzeit allgemein in der Szene spürbar zeichnet sich auch auf Punk Goes Pop 6 ein hörbar starkes Kreativ-Defizit ab. Wer sich jedoch gerne auf musikalische Experimente mit leicht schalem Beigeschmack stürzen will, darf sich gern selbst ein Bild von den Songs am Sampler machen.

Punk Goes Pop Vol. 6

Für Fans von: August Burns Red, We Came As Romans, Knuckle Puck
Fearless Records
VÖ: 17.11.2014
Gesehen um € 7,82

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