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Reingespielt: Nightbanes

Reingespielt: Nightbanes

Spieleentwickler Diviad und Publisher Headup Games appellieren mit Nightbanes (Homepage) an alle Spieler, die gerne ihrer Sammelaffinität verfallen. Mit 28. März 2015 fielen die Startschüsse für die neueste virtuelle Sammelkartenjagd nun auch auf Steam.

Als mächtiger Vampirlord macht man sich daran, die Unterwelt zu erobern. Ausgestattet mit einem Deck voller Monster, Ausrüstungen und Zaubersprüchen gilt es, die anderen Vampirclans gehörig in die Schranken zu weisen.

Sobald man aus den drei möglichen Starterdecks gewählt hat, kann man wahlweise in der Singleplayer Kampagne oder im PvP ins Feld ziehen. Während man im PvP gegen menschliche Gegner antritt, folgt die Kampagne einer kleinen Storyline im modernen Horror-Universum von Nightbanes. Bei letzterer gibt es Karten von Bossen und zufälligen Loot zu finden.

Um einer Ermangelung an Gegner im PvP entgegenzuwirken gibt es die Möglichkeit, gegen das Deck einer menschlichen Gegners zu spielen, das vom Computer gesteuert wird. So bekommt man auch in frühesten Morgenstunden die Möglichkeit, PvP-Punkte zu sammeln, auch wenn man als Einziger online ist.

Doch auch in der Kampagne wird kaum Langeweile aufkommen, denn es erscheint bereits die erste Erweiterung namens „Tiefenkrabbler-Höhlen“ am 4. Mai 2015.

Sowohl im PvP als auch der Kampagne erwirtschaftet man sich Punkte durch Siege, die dann für Einzelkarten, Booster-Packs oder ganze Decks ausgegeben werden können. Besagte Punkte werden differenziert in Blutperlen, Blutrubine und Blutdiamanten, die in unterschiedlicher Häufigkeit auftreten. Außerdem erhält man Blutabzeichen durch Spiele PvP-Matches.

Wie für Free-To-Play üblich, können Punkte auch mit realem Geld gekauft werden. Es gibt allerdings keine Spielinhalte, die rein durch echtes Geld erworben werden können. Mit Ausdauer und etwas Glück gibt es also für jeden alle Karten zu holen, ohne jemals das eigene Konto anzapfen zu müssen.

Im Shop können erworbene Punkte gegen Karten und Upgrades eingetauscht werden.

Im Shop können erworbene Punkte gegen Karten und Upgrades eingetauscht werden. ©Screenshot

Doch mit dem Sammeln alleine ist noch lange nicht Schluss! Eine interessante Besonderheit Nightbanes‘ sind die Möglichkeiten von Evolutionen und Verbesserungen der eigenen Karten mithilfe der In-Game Währungen. Verbesserungen sind, wie der Name vermuten lässt, Updates der ursprünglichen Karte. Name und Fähigkeiten bleiben zumeist gleich, Angriffs- und Lebenspunkte werden erhöht.

Selbstverständlich sind die Verbesserungen nützlich und werden reichlich Anwendung finden, jedoch verblassen sie im Vergleich zu den Evolutionen. Hier fusioniert man mehrere Karten zu einer neuen. Hat man sich also bereits das eigene Lieblingsdeck zusammengestellt, kann man anschließend auch noch auf die Jagd nach den perfekten Evolutionen gehen.

Evolutionen und Verbesserungen erweitern den Spielspaß ungemein.

Evolutionen und Verbesserungen erweitern den Spielspaß ungemein. ©Screenshot

Das Spiel präsentiert sich in einer hübschen Aufmachung, das Interface funktioniert im Großen und Ganzen. Einzig das Aufgeben in einem Kampf hätte man etwas deutlicher darstellen können als mit einem simplen Kreuz in der oberen rechten Bildschirmhälfte.

In puncto Sound hat man das Rad nicht neu erfunden, die verwendeten Stücke und Effekte passen aber gut in die Szenerie und fallen weder negativ noch positiv auf.

Das Gameplay an sich dürfte vor allem für Fans von Blizzard Entertainments Platzriesen Hearthstone anfangs befremdlich sein. Während bei letztgenanntem Karten rausgeballert werden können, bis der Manapool keinen Tropfen mehr hergibt, darf in Nightbanes pro Zug bloß eine Karte gespielt werden. Zusätzlich wird bei Attacken und Fähigkeiten streng chronologisch vorgegangen.

So wird nicht etwa ausgewählt, welches Monster mit welchem attackiert werden soll. Stattdessen greifen sich immer nur gegenüberliegende Karten an. Steht einmal niemand vis-à-vis, wird direkt auf den gegnerischen Lord eingeprügelt, bis dessen Lebenspunkte schließlich gen null wandern.

Ein sorgsam ausgewähltes Deck erhöht die Chancen auf den Sieg.

Ein sorgsam ausgewähltes Deck erhöht die Chancen auf den Sieg. ©Screenshot

Hat man sich erst an die Spielmechaniken gewöhnt und das eigene Deck halbwegs kennengelernt, kommt die wahre Stärke von Nightbanes zu tragen. Da man nur eine Karte pro Zug spielt, laufen die Matches teils wie von selbst und verlaufen in Windeseile. Selbstverständlich sollte man gerade deswegen mit ausreichend Taktik handeln, da man sich sonst schnell einer Niederlage entgegen rasen sieht. Doch selbst die sind schnell vorüber, und ehe man sich versieht, befindet man sich schon in der nächsten Partie.

Um den Einstieg in das Free-To-Play Sammelkartenspiel etwas schmackhafter zu machen, gibt es am ersten Wochenende bis 13 Uhr am Montag den 30.März 2015 einen Willkommensbonus von 100 Blutdiamanten anstatt der künftigen 50 für alle Neueinsteiger!

Fazit

Mit Nightbanes befindet sich ein neuer Anwärter auf den Sammelkarten-Thron auf dem Spielfeld. Free-To-Play ist immer gut, erst recht wenn die Umsetzung solide ist. Hier gibt es zusätzlich noch den Bonus, dass das Spiel auch gänzlich ohne Geld auszugeben zu erleben ist. Weiters wird konstant an kleineren Schwächen und gelegentlichen Serverproblemen gearbeitet und fortwährend gepatcht.

Fans von Hearthstone können sich dem Indie-Kollegen ruhig nähern, Nightbanes muss sich keineswegs verstecken. Wer dem eigentümlich anmutenden Gameplay eine Chance gibt, wird nicht enttäuscht und schnell darauf kommen, dass er vollkommen die Uhrzeit vergessen und bis in die Morgenstunden gespielt hat. Deshalb von uns satte 7 von 10 Gamerpunkten für das fantasivolle-düstere Nightbanes.

Nightbanes

Releasedate: 28. März 2015
Plattform: PC (Steam)
Genre: Digitales Sammelkarten-Spiel
Publisher: Headup Games
Entwickler: Diviad
Ungefähre Spieldauer: unbegrenzt
Für Fans von: Hearthstone, Magic – The Gathering
Preis: Free to Play

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