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Das Problem mit der Religion? – Wayne interessiert’s!

Das Problem mit der Religion? – Wayne interessiert’s!

Das Thema Religion brennt mir schon lange unter den Nägeln. Das öffentliche Interesse an der ganzen Scheiße, die damit einhergeht (ISIS, Pädophilie etc.), schreit förmlich danach, ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Es gibt viele Versuche, das Phänomen Religion zu definieren.

Opium des Volkes

(Karl Marx – 1844) finde ich am besten.

Eine Droge, die in kleinen Mengen Spaß machen kann, überdosiert jedoch viel zu oft Tod und Schaden anrichtet. Hexenverbrennungen, altmodische Ansichten über Verhütung oder nicht zuletzt der ganze Terrorwahnsinn, der gerade so abgeht. Doch warum funktionieren diese Institutionen überhaupt?

Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott.

Man mag von den Onkelz halten, was man will, aber dieser Satz hat seine Berechtigung. Und damit wären wir wieder beim Opium. Zumindest bei dessen beruhigender Wirkung. Religion existiert, um Dinge zu erklären, die man nicht versteht. Oder anders gesagt: Die man nicht besser weiß bzw. wissen kann. Früher waren es natürliche Phänomene, die auf Göttliches zurückgeführt wurden (Blitz, Donner, Mondfinsternis, etc.). Doch die Zeiten haben sich geändert, die Natur ist zu großen Teilen erklärt.

Heute bleibt als Existenzberechtigung nur mehr die Ungewissheit darüber, was nach dem Tod passiert.

Es liegt in der Natur des Menschen, sich vor Ungewissem zu fürchten. Genau diese Furcht versucht uns Religion zu nehmen. Natürlich warten 40 Jungfrauen auf uns, wenn wir uns in die Luft sprengen und möglichst viele „Ungläubige“ mit in den Tod reißen. Und ganz bestimmt kommen Kinderficker in den Himmel, wenn sie noch rechtzeitig vorm Abkratzen die Beichte ablegen. Würde es einen allmächtigen Gott geben, sähe die Welt anders aus.

Doch angenommen, wir beten den falschen Gott an. Was ist dann? Dem Christentum zufolge kommen all jene, die nicht daran glauben (und davon wissen), in die Hölle. Wenige Religionen sehen das anders. Was kann man also tun? Einfach mit sich selbst im Reinen sein. Ein möglichst gutes Leben führen. Schickt mich Gott nach einem verhältnismäßig guten Leben in die Hölle, nur weil ich nicht an ihn geglaubt habe, dann kann er mich am Arsch lecken. Da schmore ich lieber bis in alle Ewigkeit in der Hölle.

Aber woran kann man noch glauben? An die Musik! „And I still believe in the saints. Yeah, in Jerry Lee and in Johnny and all the greats. […] Now who’d have thought that after all, Something as simple as rock ’n‘ roll would save us all.“

 

Kein Mensch ist von Natur aus religiös. Man wird erzogen. Wem auch immer sei Dank, wurde ich das nicht. Ich konnte mir ein eigenes Bild machen. Ich sage nicht, dass Religion an sich schlecht ist.

Jeder soll glauben, woran er will, solange er damit nicht in das Leben anderer eingreift.

Leider haben religiöse Fanatiker diese Linie längst und viel zu oft überschritten und damit ordentlich Schaden angerichtet. Dazu kommt das Problem der heutigen „Kreuzzügen“. Abgesehen von der mittelalterlichen „Ich schlachte dich ab“-Einstellung werden sie nämlich mit modernen Waffen ausgefochten. Und das kann nicht gut gehen, wenn einige wenige dermaßen großen Schaden anrichten können.

Anstatt an ein Hirngespinst zu glauben, sollte man sich besser Gedanken über Dinge machen, die mit Sicherheit existieren. Zwischenmenschlichkeit. Nächstenliebe. Und vor allem Friede. Ohne Religion wäre es bestimmt nicht der Himmel auf Erden, aber zumindest etwas erträglicher. Amen!

PS: Ich sage nicht, dass meine Ansichten die einzig richtigen sind, bin aber persönlich damit ganz gut durchgekommen soweit.

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