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Rise of the Tomb Raider im Test

Rise of the Tomb Raider im Test

Nach dem überaus erfolgreichen Reboot der Serie im Jahr 2013 hat sich Microsoft mit gutem Gewissen die Exklusivrechte für die Fortsetzung Rise of the Tomb Raider gesichert. Diese erscheint nun ausschließlich für die Xbox One und soll damit als die Action-Survival-Alternative zu Sonys heiß erwartetem Blockbuster Uncharted 4: A Thief’s End dienen. Wird Lara Croft Nathan Drake das Wasser reichen können? Finden wir heraus, ob die Entwickler des Studios Crystal Dynamics schaffen an ihren großen Hit anzuknüpfen.

Rise of the Tomb Raider Graphics

In den Fußstapfen des Vaters

Viel Zeit zum Durchatmen lässt einem der Prolog nicht – direkt wird man in das Gletschergebirge des eiskalten Sibirien geworfen. Lara Croft will das Lebenswerk ihres Vaters weiterführen und ist auf der Suche nach der heiligen Quelle, ein religiöses Relikt, welches angeblich ewiges Leben verleihen soll. Cinematisch bekommt man diese Geschichte auch wirklich gut übermittelt, jedoch versucht sie von Anfang an übertrieben dramatisch zu wirken. Die Story nimmt sich leider viel zu ernst, was ihr etwas Charme nimmt – verzweifelt sucht man nach kleinen Fünkchen von Auflockerung oder Humor. Zum Glück werden diese kleinen Mankos von der grandiosen Inszenierung überdeckt. Selten habe ich Story-Sequenzen so gut in einem Open-World spiel integriert gesehen. Rise of the Tomb Raider ist der perfekte Hybrid aus einer gewaltigen Welt und einer doch linearen Erzählweise.

Crafting Rise of the Tomb Raider

Ein Kampf ums Überleben

Wer die Open-World vom Reboot kennt, wird sich in Rise of the Tomb Raider sofort gut aufgehoben fühlen. Gameplay-technisch wurde seit dem letzten Teil relativ wenig geändert, was nicht unbedingt schlecht ist. Die Fortsetzung kombiniert geschickt mehrere Elemente von großen Spieleserien. Wer die Exploration von Assassin’s Creed mag, aber auf die typischen Kletterpassagen und Storysequenzen von Uncharted nicht verzichten will, ist mit Rise of the Tomb Raider bestens versorgt. Eine weitere Nuance, die stark heraussticht, ist der Survival-Aspekt. Von Null auf baut sich Lara ihre eigenen Waffen zusammen, jagt und sammelt in der Wildnis, plündert Gräber und verbessert ihre Sprach-Skills mit uralten Artefakten, nur um noch mehr in der gewaltigen Spielewelt entdecken zu können. Rise of the Tomb Raiders Kosmos fühlt sich dermaßen lebendig an, dass man oft sogar vergisst, wie lange man schon an dem Abenteuer sitzt.

Rise of the Tomb Raider Cinematic

Unbezahlbare Ausblicke

Dadurch, dass das Spiel im Moment ausschließlich für Xbox One erscheint, war es dem Entwicklerteam möglich die maximale Grafikleistung aus der Hardware zu holen und alle Ressourcen auszureizen. Vergleicht man Rise of the Tomb Raider mit anderen großen Titeln des Genres, ist Laras Abenteuer der Norm weitaus überlegen. Doch es sind nicht nur die hübsch arrangierten Pixel, die einem fast fotorealistische Cutscenes abliefern, auch die Schauplätze laden zur sorgfältigen Erkundung ein. Manche Militärbasen mögen zwar nach langwieriger Rätsellösung etwas eintönig wirken, was aber durch atemberaubende Schauplatzwechsel wieder ausgeglichen wird. Von Syrien bis Sibirien und von Militärlager zu mystischen Höhlenlandschaften – Rise of the Tomb Raider weiß wie es am besten Eindruck schindet.

Rise of the Tomb Raider Environment

Fazit

Wer über kleine Patzer im Storytelling und Dialogen hinwegsieht, wird mit einem perfekten Videospiel belohnt. Die wunderschöne Welt bietet Unmengen zu entdecken und überzeugt durch eine brillante Kombination mehrerer bewährter Konzepte. Das Tomb Raider-Franchise mag zwar mit der Vergangenheit assoziiert werden, doch der Höhepunkt liegt definitiv in der Gegenwart. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem auch Sony-Fanboys anfangen sollten mit der Xbox One zu liebäugeln.

9punkte

Release Date: 13.11.2015
Plattform:  Xbox One
Genre: Action-Survival
Publisher: Microsoft
Entwickler: Crystal Dynamics
PEGI: ab 18 Jahren

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