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Slayer im Gasometer Wien

Slayer im Gasometer Wien

Am 7. November haben sich hunderte Anhänger des Metals im Wiener Gasometer zusammengefunden, um der Musik von Kvelertak, Anthrax und Slayer zu frönen. Selbstverständlich waren auch wir vor Ort.

Obwohl wir relativ knapp dort waren und ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, Kvelertak überhaupt zu sehen, wurden meine Erwartungen übertroffen, da sich die Band anscheinend verspätet hatte. Anstelle planmäßig um 19:30 auf der Bühne zu stehen, ließen sich die Norweger erst gegen 20:00 Uhr blicken. Eins vorweg: Wäre der Sound nicht so kacke gewesen (typisch Gasometer halt), hätte die Band eine wirklich gute Show abgeliefert. Der pralle, schwitzende Oberkörper des Sängers schien dem Publikum jedoch trotzdem nicht recht einzuheizen, waren anfangs doch noch wenig Leute anwesend – so zumindest mein Eindruck. Schade, denn die norwegische Gruppe gefiel mir echt gut (trotz schlechtem Sound, liebes Gaso-Team!)

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Das Ganze änderte sich aber spätestens als Anthrax die Bühne betraten: der Sound war auf einmal deutlich besser, der Konzertsaal gestopft voll und man bekam schon die ein oder andere obligatorische Bierdusche – sogar die Sitzplätze waren dicht besetzt. Die Band eröffnete ihre Show mit dem Song Caught In A Mosh und die Menge fing an zu toben. Da ich an diesem Abend leider nicht ganz auf der Höhe war (Halsweh, Rückenschmerzen, Schnupfen – buhu ich armes Baby), nickte ich hin und wieder kurz im Stehen weg. Da Anthrax dem Publikum aber so einheizte und die Menge wild war, wurde ich eh immer wieder angerempelt und aufgeweckt. So habe ich Gott sei Dank nichts Wesentliches von Anthrax verpasst. Mit nur zehn Songs haben die Mitglieder of the Big Four trotzdem einfach viel zu kurz gespielt!

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Aber alles war bei Slayer vergessen: Die anfänglichen Probleme schienen wie weggeblasen und der Sound klang wirklich super. Ich bin froh, dass die Mitglieder der Band keine Männer großer Worte sind, so blieb viel mehr Zeit für gute Songs – neu und alt. Gleich zu Beginn knallten uns die Amerikaner nämlich Repentless vor den Latz, mit Postmortem ging’s dann in die zweite Runde. Mein persönliches Higlight war aber Hell Awaits – mein absoluter Lieblingssong von Slayer. Die Stimmung war so heiß, da können selbst die Kiddies, die zu Bring Me The Horizon gehen (mich miteinbegriffen – ich kann von den Briten nicht genug bekommen) noch was lernen! Inklusive Zugabe sind Slayer tatsächlich auf 20 Songs gekommen –  da bekommt man halt noch was für sein Geld geboten!

Mehr: Bring Me The Horizon – Liebe und Handyverbot

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Fazit

Was bleibt eigentlich noch groß zu sagen, außer dass dieses Konzert sensationell war und andere Bands im Schatten stehen lässt. Und mal ehrlich: wie oft bekommt man schon zwei der Big Four an einem Abend geboten?

Mehr Fotos findet ihr übrigens hier.

Photos: (c) Mario Baumgartner
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Doris Arnusch
Reps for Jesus!
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