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Smalltalk mit Musikern – diesmal: Hospitality und Technical Rider

Smalltalk mit Musikern – diesmal: Hospitality und Technical Rider

Deine Kumpels faseln dauernd von ihren Bandgeschichten und du nickst und lächelst freundlich, obwohl du keinen Plan hast, von was die reden? Das muss nicht sein! Wir von enemy.at nehmen ein paar Begriffe aus der obskuren Welt der Musik unter die Lupe und peppen dein Wissen auf.

Die Verpflegung im Backstagebereich war das letzte mal nur mäßig, zwei Flaschen Jägermeister kipp ich ja allein und der Kaffee war nicht mal Fair Trade. Ich glaub, wir sollten unseren Rider einmal umschreiben…

 

Jaja, es ist nicht immer ganz so einfach mit den Musikern, vor allem als Konzertveranstalter erlebt man seine blauen Wunder, wenn es um die Versorgung der Stars und Sternchen geht. Die ist nämlich im sogenannten Hospitality Rider (frei übersetzt „Gastfreundschaftspapier“) festgelegt , welcher dem Veranstalter mit Vertragsabschluss zugesandt wird.

In den letzten Jahren kamen immer wieder sehr kuriose Verträge ans Tageslicht. Während Steve Aoki sich neben in paar Fläschchen Cristal Champagne auch noch vom Veranstalter gerne einkleiden lässt (er wünscht sich unter anderem sechs Stück schwarze V-Neck Shirts und Socken), besteht Beyoncé wiederum auf komplett weißes Mobiliar und rotes Klopapier im exakt auf 22,2°C beheizten Backstagebereich.

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Die Queen of Pop Madonna besteht auf königliche Ausstattung und hängt am liebsten auf ihrem Thron ab, welcher beim Vorzeigevegetarier Paul McCarty nicht aus Leder sein darf. Prince hängt am liebsten ganz düster im schwarz dekorierten Hotel ab, währenddessen sich Lady Gaga im Sauerstoffzelt ihren Kick holt. Ziemlich fresh oder? Also immer schön groß denken!


Dagegen harmlos sind die sogenannten Stage bzw. Technical Rider welche sich wie folgt definieren: Ein Stage Rider oder Technical Rider (meistens nur TecRider oder TechRider) ist ein Dokument, das die technischen Anforderungen eines Künstlers für seine Auftritte beschreibt. Meistens handelt es sich dabei um Musiker und Bands, die dadurch im Vorfeld einer Veranstaltung dem Veranstalter und den Ton- und Lichttechnikern die Planung erleichtern. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Stage_Rider)

Neben der erforderlichen Backline (siehe die Kolumne dazu), einem Bühnenbelegungsplan, also ein Plan, der anzeigt wer wo steht und welches Instrument dieser jenige spielt, wird zumeist festgehalten, dass der Veranstalter für eine Bühne garantiert die eine stabile waagrechte und ebene Fläche aufweist und den gängigen Sicherheitsanforderungen genügt. Alle Bühnenelemente müssen auch fest miteinander verbunden sein und eine gewisse Mindesttragkraft und Größe aufweisen (z.B. keine verschraubten Europaletten, Malergerüste etc.) Wenn im besten Fall die Bühne noch frei von Schmutz, Jägermeistersiffe, Plektren der Vorband (obwohl meistens nützlich) und sonstigen Müll ist, kann richtig losgerockt werden.

Nun, dass war es auch schon wieder mit den heutigen Begriffen, das nächste mal liest du, warum die Trommler beim Begriff Breakables immer ganz unrund werden. Bis bald!

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