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Smalltalk mit Musikern – diesmal: Sound- und Linecheck

Smalltalk mit Musikern – diesmal: Sound- und Linecheck

Das Sprachverhalten in den heimischen Proberäumen ist zumeist ein anderes als im Alltag. Die verschrobenen Wesen der Musiker bedienen sich um sich mit ihresgleichen zu verständigen, oft recht eigensinnige Begriffe, die für Außenstehende nur schwer verständlich sind.  Um ein wenig Licht in die dunkle Welt der Musikersprache zu bringen und damit du beim nächsten Smalltalk mit einer heimischen Musikergröße nicht nur Bahnhof verstehst, nehmen wir von enemy.at einige dieser Begriffe unter die Lupe.

Unser heutiger Begriff „Sound- und Linecheck“

…keine Ahnung, was heute los war. Beim Soundcheck hat noch alles funktioniert?! Daran ist sicherlich der Techniker schuld!

Kommt dir diese Phrase bekannt vor oder war der folgende Satz für dich so verständlich wie eine von Google ins Spanische übersetzte Mathematikaufgabe?

Unter dem Vokabular (der) Soundcheck (Wortart: Substantiv, maskulin) versteht man laut Definition die Kontrolle und Einstellung der Beschallungsanlage vor dem eigentlichen Einsatz (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Soundcheck).

Da diese Kontrolle als auch die Einstellung der Beschallungsanlage (im allgemeinen „Public Adress“ kurz PA-Anlage genannt) eine Band inklusive Backline benötigt wird dies zu einer recht spannenden Angelegenheit für den Techniker als auch für die mitwirkenden Personen.

Lustig wird’s wenn die lokale Band aus logistischen Gründen, siehe dazu Change Over, mit pfeifenden Billigcombos, verstimmten Gitarren und aber mit viel Grinsen im Gesicht die PA-Anlage mit ihrem „den hab ich für meine Freundin geschrieben“ – Song malträtieren darf. Da wird man einerseits ein wenig nostalgisch, war man ja vor einiger Zeit ja noch selbst so Jung, doch anderseits leicht skeptisch ob der Sound heute noch was wird. Naja ansonsten schiebt man die Schuld den Techniker in die Schuhe.

In der Nahrungskette weiter oben sieht die Sache immer recht spannend aus. Solange man als Band gut genug für den undankbaren Co-Headliner aber zu wenig gut für große Festivals ist, bleibt einem Nichts anderes übrig als der sogenannte Linecheck.

Unter diesem Begriff versteht man die Vorstufe zum Soundcheck, bei dem lediglich überprüft wird, ob alle Signalkanäle richtig angeschlossen sind und funktionieren. Das ist auch der Moment, an dem so banale Phrasen wie „Eins, zwo, Test“ oder „One, two, test“ zu hören sind(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Soundcheck).

Das sieht dann so aus: die vorige Band verlässt mehr oder weniger schnell die Bühne, man selbst baut auf, siehe wiederum Change Over und darf dann kurz das Schlagzeug anklopfen, eine Seite anschlagen, Test, Test, One-Two, One-Two sagen, kurz von der Bühne verschwinden, kurz eine anrauchen und hoffen, dass der Sound gut hinhaut.

Meistens ist man jedoch selbst so schlampig, dass der Bass beim ersten Song abgedreht ist, die Batterie des Gitarrenfunks leer wird oder man alle Plektren verliert. Aber egal, am Schluss ist eh der Techniker Schuld.

Das war es mit dem Begriffen Sound- und Linecheck. Im nächsten Beitrag nehmen wir für euch Einsicht in die Technical und Hospitality Rider der Musikkollegen. Bis bald!

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