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Snarky Puppy – Wuk Wien

Snarky Puppy – Wuk Wien

Ein Konzert von Snarky Puppy (Homepage) verspricht Funk, aufwendige Arrangements und trotzdem die Lebendigkeit und Spontanität einer Jam Session – so wurde das Kollektiv aus New York angekündigt. Am 26. Oktober zeigten sie in der ausverkauften Halle im Wiener Wuk, was damit gemeint ist. Wer ihre Musik als Jazz bezeichnet, ist wahrscheinlich ein Spießer, dem keine bessere Genre Einteilung einfällt. Vielmehr ist der Fusion Sound eine logische Weiterentwicklung mit offenen Augen für Einflüsse aus vielen Richtungen.

Snarky Puppy am 26.10.2015 im Wuk, Wien.

© Thomas Kronsteiner

Snarky Puppy stehen in ihrer kleinsten Besetzung, bestehend aus acht Personen, auf der Bühne. Instrumente haben sie aber mehr mitgebracht. Es ist ja nicht so, als könnte der Keyboarder nicht auch wie ein Irrer Trompete, oder der Saxophonist zusätzlich Querflöte und Flügelhorn spielen. Zu hören bekommen die Fans sowohl Lieder aus We Like It Here vom vergangenen Jahr als auch von ihrem neuesten Werk Sylva.

Präzise aber dennoch nicht starr – jeder bekommt genug Platz, um seine Ideen und Improvisationen einzubringen. Manchmal theatralisch, dennoch immer bedacht. Aus Jazz wird gleichzeitig Rock’n’roll, um im nächsten Moment von orientalischen Klängen überrascht zu werden.

Snarky Puppy am 26.10.2015 im Wuk, Wien.

© Thomas Kronsteiner

Längerfristig fehlt Snarky Puppy auf der Bühne ein bisschen Soul – Kopf und Bauch treffen sich nicht auf einer Ebene. Deswegen wirkt das Ganze ein wenig verkopft, aufgelockert durch Ausbrüche beim Bass- und Schlagzeug Solo. Aber man muss dazu sagen: Das ist Jammern auf höchstem Niveau. Selten, dass man Instrumentalmusik live hört und sie so viel Spaß macht. Wozu Gesang, wenn Instrumente alleine bereits so viel sagen?

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